Provisional registration of a construction lien confirmed

HE150147Commercial CourtMay 28, 2015Confirmed

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Omnilex summary

A construction company sought provisional registration of a construction lien against the defendant’s property for CHF 34,307.45 plus interest. The Handelsgericht Zurich confirmed the ex parte interim order as a provisional entry under Art. 961 ZGB, finding the lien requirements plausibly shown and the four-month period respected. It set a deadline until 31 August 2015 for filing the action for definitive registration, warning that the defendant may request deletion if the claimant defaults. Court fees of CHF 1,200 plus CHF 55 registry costs were charged initially to the claimant; party compensation was reserved.

Omnilex headnote

Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3, Art. 839 Abs. 2 and Art. 961 ZGB; construction lien and provisional entry: the applicant must render the existence of work and material supplied, the outstanding claim, and compliance with the statutory time limit as plausible. If these requirements are met, the court may confirm an ex parte order as a provisional land-register entry. The court shall set a prosecution period for filing the action for definitive registration; extension requires a separate, reasoned request under Art. 144 Abs. 2 ZPO. Costs of the provisional procedure are allocated provisionally and remain subject to the outcome of the subsequent ordinary proceedings.

Full text

Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht

Geschä fts-Nr.: HE150147-O U/ee

Mitwirkend: Oberrichter Dr. George Daetwyler, Vizepräsident, sowie Gerichts- schreiber Roman Kariya

Urteil vom 28. Mai 2015

i n Sachen

A._____ AG, Klägerin

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,

gegen

B._____ AG, Beklagte

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____,

betreffend Bauhandwerkerpfandrecht

Rechtsbegehren: (act. 1 S. 2) " 1. Das Grundbuchamt C._____ sei anzuweisen, auf dem Grund- buchblatt des Grundstücks Grundbuch Blatt ... Kataster Nr. ... C._____ ein Bauhandwerkerpfandrecht zugunsten der Gesuch- stellerin für die Pfandsumme von Fr. 34'307.45 zuzüglich Ver- zugszi ns zu 5 % p.a. seit 15.2.2015 provisorisch einzutragen. 2. Die Eintragung gemäss Ziff. 1 sei mit einer superprovisorischen Massnahme gemäss Art. 265 ZPO anzuordnen. 3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen." Das Einzelgericht zieht in Erwägung: 1. Die Klägerin ersuchte mit ihrer Eingabe vom 8. April 2015 (Datum Post- stempel) samt Beilagen (act. 1; act. 2; act. 3/1-5) um (vorerst) superprovisorische Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts auf dem beklagtischen Grundstück, Kat. Nr. ..., GBBl. ..., D.strasse ..., C., für die Pfandsumme von CHF 34'307.45, zuzügli ch 5 % Zins seit dem 15. Februar 2015. D em Gesuch wurde mit Verfügung vom 13. April 2015 einstweilen und ohne Anhörung der Ge- genpartei entsprochen, und das Grundbuchamt C._____ wurde angewiesen, das Pfandrecht vorläufig im Grundbuch einzutragen. Gleichzeitig wurde der Beklagten bis 5. Mai 2015 Frist zur Stellungnahme zum klägerischen Gesuch angesetzt, un- ter der Androhung eines Aktenentscheids im Säumnisfall (act. 4). Die Verfügung konnte der Beklagten am 15. April 2015 zugestellt werden (act. 5/2). Mit Schrei- ben vom 5. Mai 2015 ersuchte der Rechtsvertreter der Beklagten um Fristerstre- ckung (act. 8/1). Da dieses Schreiben indessen erst am 6. Mai 2015 der Post übergeben (act. 10) und damit verspätet gestellt wurde, wurde das Fristerstre- ckungsgesuch mit Verfügung vom 7. Mai 2015 abgewiesen (act. 11). Entspre- chend ist zufolge Fristversäumnis androhungsgemäss aufgrund der Akten zu ent- scheiden. Die Beklagte liess sich nicht mehr vernehmen. 2. Unter Berücksichtigung der Eingaben der Klägerin und der eingereichten Unterlagen (act. 1; act. 2; act. 3/1-5) erscheint als glaubhaft bzw. ist unbestritten geblieben, dass diese für die eingetragene Pfandsumme auf dem Grundstück der

Beklagten (Prot. S. 2; act. 3/4) i m Si nne von Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB Material und Arbeit zum Gerüstbau geliefert bzw. geleistet hat (act. 1 S. 2 Rz. 1; act. 3/1- 2), ein Betrag in der Höhe der eingetragenen Pfandsumme bisher unbezahlt ge- blieben ist (act. 1 S. 2 Rz. 2; act. 3/3), die Viermonatsfrist gemäss Art. 839 Abs. 2 ZGB mit der vorläufigen Eintragung gewahrt wurde (act. 1 S. 2 f. Rz. 1 und Rz. 4; act. 3/2) und der Zins von 5 % seit dem 15. Dezember 2014 geschuldet ist (act. 1 S. 2 Rz. 2; act. 3/3). Die einstweilige Anweisung an das Grundbuchamt C._____ ist daher als vorläufige Eintragung im Sinne von Art. 961 ZGB zu bestätigen. 3. Der Klägerin ist Frist anzusetzen, um Klage auf definitive Eintragung des Pfandrechts gegen die Beklagte anzuheben. Die Prosequierungsfrist ist praxis- gemäss auf 60 Tage festzulegen, wobei allfällige Gerichtsferien berücksichtigt werden. Eine Verlängerung dieser Frist ist möglich, bedarf aber eines gesonder- ten und begründeten Gesuches (Art. 144 Abs. 2 ZPO); dieses wird in einem kos- tenpflichtigen Nachverfahren behandelt. Als zureichende Gründe für ei ne Fri ster- streckung gemäss Art. 144 Abs. 2 ZPO werden nur entweder die Zustimmung der Gegenpartei oder von der Partei nicht vorhersehbare oder nicht beeinflussbare Hinderungsgründe anerkannt. 4. D i e i n Anwendung von § 4 Abs. 1 und Abs. 2 sowie § 8 Abs. 1 GebV OG bzw. unter Beachtung des Äquivalenzprinzips zu reduzierende Gerichtsgebühr ist auf C HF 1'200.– festzusetzen und einstweilen von der Klägerin zu beziehen. Die Regelung der Entschädigungsfolgen ist grundsätzlich dem Gericht im ordentlichen Verfahren vorzubehalten. Das Einzelgericht erkennt: 1. Die einstweilige Anweisung an das Grundbuchamt C._____ wird bestätigt als vorläufige Eintragung im Sinne von Art. 961 ZGB mit Wirkung ab vorläu- figer Eintragung gemäss Verfügung vom 13. April 2015 bis zur rechtskräfti- gen Erledigung des gemäss Dispositiv-Ziffer 2 einzuleitenden Prozesses

auf Liegenschaft Kat. Nr. ..., GBBl. ..., D.strasse ..., C., für eine Pfandsumme von CHF 34'307.45 nebst Zi ns zu 5 % seit 15. Februar 2015. 2. Der Klägerin wird – auch unter Berücksichtigung allfälliger Gerichtsferien – eine einmalige Frist bis 31. August 2015 angesetzt, um eine Klage auf defi- nitive Eintragung des Pfandrechts gegen die Beklagte anzuheben. Bei Säumnis kann die Beklagte den vorläufigen Eintrag (Dispositiv-Ziffer 1) löschen lassen. 3. Die Gerichtsgebühr beträgt CHF 1'200.–. Die weiteren Kosten betragen: CHF 55.– (Rechnung Nr. ... des Grundbuch- amtes C._____ vom 15. April 2015). 4. Die Kosten gemäss Dispositiv-Ziffer 3 werden von der Klägerin bezogen. Vorbehalten bleibt der endgültige Entscheid des Gerichts im ordentlichen Verfahren. Für den Fall, dass die Klägerin innert Frist gemäss Dispositiv- Ziffer 2 die Klage nicht anhängig macht, werden ihr die Kosten definitiv auf- erlegt. 5. Die Regelung der Entschädigungsfolgen wird dem Gericht im ordentlichen Verfahren vorbehalten. Für den Fall, dass die Klägerin innert Frist die Klage gemäss Dispositiv-Ziffer 2 nicht anhängig macht, hat sie aber weder An- spruch auf Parteientschädigung noch muss sie der Beklagten eine Partei- entschädigung bezahlen. 6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie nach Eintritt der Rechtskraft an das Grundbuchamt C._____. 7. Ei ne bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbi ndung mi t Art. 42

und Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streitwert beträgt CHF 34'307.45. Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 46 Abs. 2 BGG).

Züri ch, 28.. Mai 2015

H ANDELSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Einzelgericht

Gerichtsschreiber:

Roman Kariya

Keywords

construction lienprovisional registrationinterim measuresland registerprosecution deadlinecourt costs

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the provisional registration of a construction lien should be confirmed.

Extracted holding

Yes. The court confirmed the interim order as a provisional entry under Art. 961 ZGB for CHF 34,307.45 plus 5% interest from 2015-02-15.

Extracted reasoning

The claimant made credible that it supplied labor and materials for scaffolding work on the defendant’s property, the claimed amount remained unpaid, and the four-month period under Art. 839(2) ZGB was met.

Key legal question

What deadline should be set for filing the action for definitive registration of the lien.

Extracted holding

A single deadline until 2015-08-31 was set, with the usual possibility of extension upon separate justified request.

Extracted reasoning

The court set a 60-day prosecution period in practice, taking judicial holidays into account, and noted that extension requires a separate, reasoned request under Art. 144(2) ZPO.

Key legal question

How court costs and party costs should be allocated at this stage.

Extracted holding

The claimant must initially bear the court fee and related costs, subject to the final decision in ordinary proceedings; no party compensation was awarded now.

Extracted reasoning

Costs were set at CHF 1,200 plus CHF 55 of land registry office costs. Indemnity issues were reserved for the ordinary proceedings, with a fallback cost allocation if the claimant fails to sue in time.

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