Provisional construction lien registration confirmed

HE120519Commercial CourtFeb 12, 2013Granted

Summary

The court confirmed a provisional construction lien registered on the respondent's property in favor of A._____ AG for CHF 62,593.45 plus 5% interest from 5 November 2012. It held that the applicant had plausibly shown delivery of material and work on the property and that the four-month statutory period after completion on 17 August 2012 had been respected. The applicant was ordered to start a merits action by 30 April 2013, failing which the respondent could seek deletion of the provisional entry. Court fees of CHF 2,100 were imposed on the applicant, with final cost allocation reserved for the ordinary proceedings.

Regest

Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 und Art. 839 Abs. 2 ZGB; provisional construction lien registration: For the provisional entry of a Bauhandwerkerpfandrecht, the applicant need only make the statutory entitlement plausible; it suffices that delivery of material and performance of work on the encumbered property are credibly shown. The court further examines ex officio whether the four-month period since completion has been met. If the provisional entry is granted, the court must set a deadline for the action on the merits under Art. 961 ZGB; failure to sue in time permits deletion of the provisional entry. Costs may be provisionally charged subject to the outcome of the main proceedings (consid. implicitly reflected in the dispositive order).

Full text

Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht

Geschäfts-Nr.: HE120519-O U/dz

Mitwirkend: der Oberrichter Dr. Heinrich Andreas Müller, Vizepräsident, sowie der Gerichtsschreiber Christian Fischbacher

Urteil vom 12. Februar 2013

in Sachen

A._____ AG, Klägerin

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____

gegen

B._____ AG, Beklagte

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____

betreffend Bauhandwerkerpfandrecht

Nach Einsicht in das folgende Rechtsbegehren der Klägerin vom 17. Dezember 2012 (Datum Poststempel; act. 1 S. 2): "Das Grundbuchamt C._____, ... [Adresse], sei superprovisorisch anzuweisen, zugunsten der Klägerin und zulasten der Beklagten am ... [Adresse], Kataster-Nr. ..., GBBl. ..., ein Bauhandwerkerpfandrecht für eine Pfandsumme von CHF 62'593.45 nebst 5 % Zins sei 5. November 2012 einzutragen. Die Verfügung sei sofort vorsorglich zu erlassen, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, zuzüglich Mehrwert- steuer, zu Lasten der Beklagten." mit dem Hinweis, dass - das Einzelgericht am Handelsgericht des Kantons Zürich das Bauhandwer- kerpfandrecht mit Verfügung vom 17. Dezember 2012 (act. 4) im beantrag- ten Umfang von Fr. 62'593.45 nebst Zins zu 5 % seit 5. November 2012 vor- läufig im Grundbuch eintragen liess, - der Klägerin innert der ihr mit Verfügung vom 17. Dezember 2012 (act. 4) angesetzten Frist ihr Gesuch verbesserte (act. 9), woraufhin der Beklagten mit Verfügung vom 22. Januar 2013 Frist zur Stellungnahme angesetzt wur- de (act. 11), - die Beklagte in der ihr angesetzten Frist keine Stellungnahme zum Begeh- ren einreichte, da aufgrund der Eingabe der Klägerin und der eingereichten Unterlagen weder ausgeschlossen noch höchst unwahrscheinlich erscheint, - dass sie für die superprovisorisch eingetragene Pfandsumme auf dem Grundstück der Beklagten im Sinne von Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB Material geliefert und Arbeit geleistet hat, - dass die Klägerin die Arbeiten am 17. August 2012 abgeschlossen hat, die Viermonatsfrist gemäss Art. 839 Abs. 2 ZGB mit der vorläufigen Eintragung am 17. Dezember 2012 somit gewahrt ist,

da die Beklagte keine Parteientschädigung verlangt, unter Hinweis auf Art. 961 Abs. 3 ZGB, Das Einzelgericht erkennt: 1. Die einstweilige Anweisung an das Grundbuchamt C._____ wird bestätigt als vorläufige Eintragung im Sinne von Art. 961 ZGB mit Wirkung ab vorläu- figer Eintragung gemäss Verfügung vom 17. Dezember 2012 bis zur rechts- kräftigen Erledigung des gemäss Dispositiv-Ziffer 2 einzuleitenden Prozes- ses auf Liegenschaft Kat. Nr. ..., GBBl. ..., ... [Adresse], für eine Pfandsumme von CHF 62'593.45 nebst Zins zu 5 % seit 5. November 2012. 2. Der Klägerin wird Frist bis 30. April 2013 angesetzt, um eine Klage auf Fest- stellung der Forderung als Pfandsumme und definitive Eintragung des Pfandrechts gegen die Beklagte anzuheben. Bei Säumnis kann die Beklagte den vorläufigen Eintrag (Dispositiv-Ziffer 1) löschen lassen. 3. Die Gerichtsgebühr beträgt CHF 2'100.–. 4. Die Kosten werden von der Klägerin bezogen. Vorbehalten bleibt der end- gültige Entscheid des Gerichts im ordentlichen Verfahren. Für den Fall, dass die Klägerin innert Frist gemäss Dispositiv-Ziffer 2 die Klage nicht anhängig macht, wird ihr die Entscheidgebühr definitiv auferlegt. 5. Die Regelung der Entschädigungsfolgen wird dem Gericht im ordentlichen Verfahren vorbehalten. 6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Grundbuchamt C._____. 7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht,

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streitwert beträgt CHF 62'593.45.

Zürich, 12. Februar 2013

H ANDELSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH

Der Gerichtsschreiber:

lic.iur. Christian Fischbacher

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