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HE120076 ΓÇó Proceedings struck out as moot after cure of organizational defect
HE120076Commercial CourtDec 3, 2012Other
The Zurich Commercial Court dealt with a claim by the cantonal commercial register office concerning an alleged organizational defect in A._____ AG, namely the absence of a board member. After the defect was cured by a register entry on 27 November 2012, the court held that the matter had become moot and struck the case off. It nevertheless allocated costs to the defendant because its deficient organization had triggered the proceedings, fixing the court fee at CHF 2,200 and ordering CHF 300 in compensation to the plaintiff.
Art. 242 ZPO; mootness after cure of the defect: if the legal interest in the proceedings lapses because the contested organizational defect is remedied during the action, the case is to be struck out. Costs are allocated ex aequo et bono under Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO; the party whose conduct occasioned the proceedings may be charged with the court costs and a compensation under Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO.
Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht
Geschäfts-Nr.: HE120076-O U/mb
Mitwirkend: der Oberrichter Dr. Johann Zürcher sowie der Gerichtsschreiber lic. iur. Roger Büchi
Verfügung vom 3. Dezember 2012
in Sachen
Kanton Zürich, Handelsregisteramt des Kantons Zürich Kläger
gegen
A._____ AG, Beklagte
vertreten durch Vertreter Rechtsanwalt Dr. iur. X._____
betreffend Organisationsmangel
Rechtsbegehren: (act. 1) "Infolge Mängeln in der gesetzlich zwingend vorgeschriebenen Organi- sation der Gesuchsgegnerin seien die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen; dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge."
Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 1. Im Februar 2012 ging die Klage ein (act. 1). In jenem Zeitpunkt fehlte der Beklagten ein Verwaltungsrat (act. 2/1). Nach der Mangelbehebung (Eintragung am 27. November 2012, act. 13/1) kann das vorliegende Verfahren zufolge Ge- genstandslosigkeit abgeschrieben werden (Art. 242 ZPO). 2. Die Prozesskosten sind nach Ermessen zu verteilen (Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO). Die Beklagte hat die Ursache für die Einleitung des Verfahrens gesetzt. Deshalb sind ihr die Gerichtskosten aufzuerlegen und hat sie dem Kläger eine Umtriebsentschädigung zu zahlen (Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO). Der Streitwert be- trägt – wie schon früher mitgeteilt – mindestens CHF 30'000.00. Der Einzelrichter verfügt: 1. Das Verfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben. 2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 2'200.00. 3. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt. 4. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine Umtriebsentschädigung von CHF 300.00 zu bezahlen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage einer Kopie von act. 13/1.
lic. iur. Roger Büchi