Inadmissibility of cassation complaint against cassation decision

AA090078Cassation CourtJun 2, 2009Inadmissible

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Omnilex summary

A filed a cantonal cassation complaint in a debt-enforcement matter after the Zurich Court of Appeal had rejected her nullity complaint against a first-instance refusal of Rechtsöffnung and legal-aid request. The Kassationsgericht held that the Court of Appeal had itself acted as a cassation instance, so no further Nichtigkeitsbeschwerde was available under § 284 Ziff. 1 ZPO. The complaint was therefore not entered into. The court did not address whether a late-discovered ground of nullity could extend the filing period. Court costs of CHF 250 were charged to A, and D received no party compensation.

Omnilex headnote

§ 284 Ziff. 1 ZPO; admissibility of a Nichtigkeitsbeschwerde against a decision rendered by the cassation instance. A cantonal Nichtigkeitsbeschwerde is inadmissible against a decision of the cassation instance itself. If the reviewing court lacks competence for that reason, it need not examine whether a later-discovered ground of nullity could affect the ordinary time limit under § 287 Abs. 1 Satz 2 ZPO. Costs are allocated according to outcome; absent significant outlays, no party compensation is awarded.

Full text

Kassationsgericht des Kantons Zürich

Kass.-Nr. AA090078/U/mum Mitwirkende: die Kassationsrichter Moritz Kuhn, Präsident, Herbert Heeb, die Kassationsrichterin Sylvia Frei, die Kassationsrichter Reinhard Oertli und Georg Naegeli sowie der juristische Sekretär Jürg- Christian Hürlimann Zirkulationsbeschluss vom 2. Juni 2009

in Sachen

A , ..., Klägerin, Beschwerdeführerin und Beschwerdeführerin

gegen

D , ..., Beklagter, Beschwerdegegner und Beschwerdegegner

betreffend

Rechtsöffnung

Nichtigkeitsbeschwerde gegen einen Beschluss der III. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich vom 13. Februar 2009 (PN090015/U/hp)

Das Gericht hat in Erwägung gezogen: 1. Mit Verfügung vom 16. Dezember 2008 trat der Einzelrichter im summarischen Verfahren am Bezirksgericht C auf ein Rechtsöffnungsbegehren der Beschwerde- führerin für Fr. 3'100.-- nebst Zins und Zahlungsbefehlskosten nicht ein und wies gleichzeitig ein Gesuch der Beschwerdeführerin um Bewilligung der unentgeltli- chen Prozessführung ab (OG act. 2). Das Obergericht (III. Zivilkammer) wies mit Beschluss vom 13. Februar 2009 eine von der Beschwerdeführerin dagegen er- hobene Nichtigkeitsbeschwerde ab, soweit es auf diese eintrat (KG act. 2). Dage- gen erhob die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 17. April 2009 Beschwerde beim Kassationsgericht (KG act. 1). Mit Schreiben vom 20. April 2009 wies die Kanzlei des Kassationsgerichts die Be- schwerdeführerin darauf hin, dass auf ihre Beschwerde voraussichtlich nicht ein- getreten werden könne (KG act. 5). Mit Schreiben vom 17. Mai 2009 hielt die Be- schwerdeführerin sinngemäss an ihrer Nichtigkeitsbeschwerde fest (KG act. 6). Das Kassationsgericht holte keine Beschwerdeantwort und keine vorinstanzliche Vernehmlassung ein. 2. Das Obergericht wies vorliegend eine Nichtigkeitsbeschwerde ab, soweit es auf diese eintrat. Damit wirkte das Obergericht als Kassationsinstanz. Gegen Ent- scheide einer Kassationsinstanz ist die Nichtigkeitsbeschwerde nicht zulässig (§ 284 Ziff. 1 ZPO). Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin (KG act. 1) gibt das Obergericht im angefochtenen Beschluss zu Recht die Beschwerde an das Kassationsgericht nicht an. Es ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Da das Kassationsgericht zum Entscheid über eine Beschwerde gegen den ange- fochtenen Beschluss ohnehin nicht zuständig ist, stellt sich auch nicht die Frage, also ob eine Nichtigkeitsbeschwerde trotz Ablaufs der ordentlichen 30-tägigen Rechtsmittelfrist ab Zustellung des angefochtenen Beschlusses am 21. Februar 2009 wegen späterer Entdeckung eines Nichtigkeitsgrund (§ 287 Abs. 1 Satz 2 ZPO) noch möglich wäre.

  1. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Kassationsverfahrens der Beschwerde- führerin aufzuerlegen (§ 64 Abs. 2 ZPO). Mangels erheblicher Umtriebe ist dem Beschwerdegegner keine Prozessentschädigung zuzusprechen. Das Gericht beschliesst:

  2. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die Gerichtsgebühr für das Kassationsverfahren wird festgesetzt auf Fr. 250.--. 3. Die Kosten des Kassationsverfahrens werden der Beschwerdeführerin auf- erlegt. 4. Dem Beschwerdegegner wird für das Kassationsverfahren keine Prozess- entschädigung zugesprochen. 5. Gegen diesen Entscheid kann unter den Voraussetzungen von Art. 90 ff. BGG innert 30 Tagen nach dessen Empfang schriftlich durch eine Art. 42 BGG entsprechende Eingabe subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 113 ff. BGG an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lau- sanne 14, erhoben werden. Ferner ist nach Massgabe von Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG (Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung) allenfalls die ordent- liche Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG an das Bundesgericht zulässig. Werden beide Beschwerden erhoben, sind sie in der gleichen Rechtsschrift einzureichen (Art. 119 Abs. 1 BGG). Der Streitwert beträgt 3'100.--. Hinsichtlich des Fristenlaufes gelten die Art. 44 ff. BGG. 6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, die III. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich und den Einzelrichter im summarischen Verfahren am Bezirksgericht C, je gegen Empfangsschein.

______________________________________ KASSATIONSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Der juristische Sekretär:

Keywords

debt enforcementright of appealcassation complaintinadmissibilitycourt costsparty compensationlegal aidsummary proceedings

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether a cassation complaint is admissible against a decision of the cassation instance acting as appellate court.

Extracted holding

No. A complaint against a decision rendered by a cassation instance is inadmissible under cantonal procedural law.

Extracted reasoning

The Court held that the Court of Appeal had decided the matter as cassation instance. Under § 284 Ziff. 1 ZPO, a Nichtigkeitsbeschwerde is not available against decisions of a cassation instance; therefore the present complaint cannot be heard.

Key legal question

Whether the court had to examine a late-discovered ground of nullity despite expiry of the ordinary appeal period.

Extracted holding

No. Because the court lacked competence to hear the complaint at all, it did not need to address any exception based on later discovery of a nullity ground.

Extracted reasoning

Once inadmissibility was established for want of jurisdiction under the applicable appeal rules, the question of a possible exception under § 287 Abs. 1 Satz 2 ZPO was irrelevant.

Key legal question

Allocation of costs and party compensation in the cassation proceedings.

Extracted holding

The costs were imposed on the complainant, and no party compensation was awarded to the respondent due to lack of significant effort.

Extracted reasoning

Costs follow the outcome; absent significant outlays, the respondent receives no procedural compensation.

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