Non-entry for untimely court security payment

AA090032Cassation CourtMar 30, 2009Inadmissible

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Omnilex summary

The Zurich Cassation Court dealt with a civil cassation complaint against an Obergericht judgment ordering the appellant to pay CHF 45,000 plus interest. The appellant had been ordered to provide a security of CHF 8,500 within 10 days, with non-entry threatened. She did not pay within the deadline and only later requested an extension, which the court rejected as late. The court therefore did not enter into the complaint. Costs were imposed on the appellant, the court fee was reduced to CHF 2,600, and no compensation was awarded to the respondent.

Omnilex headnote

§ 75 Abs. 1 ZPO, § 80 Abs. 1 ZPO; late payment of court security in appellate/cassation proceedings and effect of non-entry. If a security for costs is ordered under threat of non-entry and the appellant fails to provide it within the prescribed time limit, the legal remedy must be dismissed as inadmissible. Requests for extension submitted only after expiry of the time limit are not entertained under § 195 Abs. 2 GVG. Cost allocation follows the outcome; where no response was required, no party compensation is due. Consideration of the fee may be reduced without merits review in light of the procedural result.

Full text

Kassationsgericht des Kantons Zürich Kass.-Nr. AA090032/U/mum Mitwirkende:der Kassationsrichter Moritz Kuhn, Präsident, die Kassations- richterin Sylvia Frei, die Kassationsrichter Reinhard Oertli, Matthi- as Brunner und Georg Naegeli sowie der juristische Sekretär Christof Tschurr Zirkulationsbeschluss vom 30. März 2009 in Sachen X., Beklagte, Appellantin und Beschwerdeführerin gegen Z., Kläger, Appellat und Beschwerdegegner vertreten durch Rechtsanwältin betreffend Forderung Nichtigkeitsbeschwerde gegen ein Urteil der II. Zivilkammer des Ober- gerichts des Kantons Zürich vom 9. Januar 2009 (LB070079/U)

Das Gericht hat in Erwägung gezogen: I. 1. Mit Urteil vom 9. Januar 2009 verpflichtete das Obergericht des Kantons Zürich (II. Zivilkammer) die Beschwerdeführerin, dem Beschwerdegegner Fr. 45'000.-- nebst Zins zu bezahlen (KG act. 2 S. 9). Dagegen reichte die Beschwerdeführerin eine Nichtigkeitsbeschwerde ein mit dem Antrag auf Auf- hebung des angefochtenen Urteils (KG act. 1). Mit Verfügung vom 23. Februar 2009 setzte der Präsident des Kassationsgerichts der nach § 75 Abs. 1 ZPO kautionspflichtigen Beschwerdeführerin eine Frist von 10 Tagen von der Mitteilung der Verfügung an, um eine Prozesskaution von Fr. 8'500.-- zu leisten. Gleichzeitig wurde der Beschwerdeführerin angedroht, dass sonst auf die Beschwerde nicht eingetreten würde (KG act. 5 S. 2 Ziff. 4). Diese Verfügung wurde der Beschwer- deführerin am 2. März 2009 mitgeteilt (KG act. 6/1). Die Frist zur Leistung der Kaution lief damit am 12. März 2009 ab. Innert dieser Frist leistete die Beschwer- deführerin weder die Kaution noch reagierte sie sonst auf die Verfügung. Erst als dem Beschwerdegegner mit Verfügung vom 16. März 2009 die Frist zur Beschwerdeantwort unter Hinweis auf die unbenutzt abgelaufene Kautionsfrist abgenommen wurde (KG act. 10), stellte die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 18. März 2009 ein Fristerstreckungsgesuch (KG act. 12). 2. Nach Ablauf der Frist gestellten Erstreckungsgesuchen wird nicht ent- sprochen (§ 195 Abs. 2 GVG). Deshalb wurde das Fristerstreckungsgesuch vom 18. März 2009 bezüglich der am 12. März 2009 abgelaufenen Kautionsfrist mit Präsidialverfügung vom 20. März 2009 abgewiesen (KG act. 13). Leistet der Rechtsmittelkläger die ihm auferlegte Kaution nicht fristgerecht, wird auf sein Rechtsmittel nicht eingetreten (§ 80 Abs. 1 ZPO). Androhungsgemäss ist deshalb auf die Nichtigkeitsbeschwerde nicht einzutreten. 3. Entsprechend dem Ausgang dieses Verfahrens sind dessen Kosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Die Gerichtsgebühr ist beim vorliegenden Ausgang des Verfahrens ohne Anspruchsprüfung in Anwendung von § 10 Abs. 1

der Verordnung des Obergerichts über die Gerichtsgebühren auf die Hälfte her- abzusetzen. Dem Beschwerdegegner, der keine Beschwerdeantwort zu erstatten hatte, ist mangels relevanten Aufwandes keine Prozessentschädigung für das Beschwerdeverfahren zuzusprechen. 4. Die Vorinstanz wies in ihrer Rechtsmittelbelehrung darauf hin, dass die Frist zu einer bundesrechtlichen Beschwerde gegen den vorinstanzlichen Ent- scheid erst ab Zustellung des Entscheids des Kassationsgerichts läuft, wenn kantonale Nichtigkeitsbeschwerde erhoben wird (KG act. 2 S. 10 Ziff. 7 a.E. mit Hinweis auf Art. 100 Abs. 6 BGG [Bundesgerichtsgesetz]). Ob diese Vorschrift auch dann Anwendung findet, wenn – wie hier – auf das ausserordentliche Rechtsmittel mangels Leistung der eingeforderten Prozesskaution nicht eingetre- ten wird, ist im Lichte der bundesgerichtlichen Praxis jedoch fraglich (vgl. BGE 134 III 92 ff., Erw. 1.2 und 1.4) und wäre gegebenenfalls vom Bundesgericht zu entscheiden. Das Gericht beschliesst: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die Gerichtsgebühr für das Kassationsverfahren wird festgesetzt auf Fr. 2'600.--. 3. Die Kosten des Kassationsverfahrens werden der Beschwerdeführerin auf- erlegt. 4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Prozessentschädigungen zu- gesprochen. 5. Gegen diesen Entscheid kann unter den Voraussetzungen von Art. 90 ff. BGG innert 30 Tagen nach dessen Empfang schriftlich durch eine Art. 42 BGG entsprechende Eingabe Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben werden. Der Streitwert beträgt Fr. 45'000.--.

Hinsichtlich des Fristenlaufes gelten die Art. 44 ff. BGG. 6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die II. Zivilkammer des Oberge- richts des Kantons Zürich und an das Bezirksgericht Affoltern, je gegen Empfangsschein. ______________________________________ KASSATIONSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Der juristische Sekretär:

Keywords

security for costsnon-entrycassationlate filingprocedural costsparty compensation

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Key legal question

Whether the cassation complaint had to be entered into despite the appellant's failure to pay the ordered security in time.

Extracted holding

No. Because the security was not paid within the deadline, the court had to refuse to enter into the complaint.

Extracted reasoning

The court held that after expiry of the deadline, requests to extend the time limit are not granted; and under the applicable procedural rule, failure to pay the security on time leads to non-entry, as already threatened in the order.

Key legal question

Allocation of procedural costs and compensation in the cassation proceedings.

Extracted holding

The costs were imposed on the appellant, the court fee was reduced by half in view of the procedural outcome, and no compensation was awarded to the respondent because no response had to be filed.

Extracted reasoning

Costs follow the outcome of the proceedings; reduced fee was justified without merits review, and no compensable work was incurred by the respondent.

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