Parliamentary pension scheme for members of parliament adopted

20024146Federal Administrative Practice (VPB)Jun 15, 1994Granted

Extracted by Omnilex

Omnilex summary

The National Council debated two parliamentary initiatives concerning members' pension provision. On the Bureau's proposal, it first rejected motions for non-entry into the matter and for remand. It then adopted the substantive bill, including the pension scheme for MPs and the related federal decree. The chamber rejected attempts to narrow the scheme to hardship cases only and rejected proposals to add invalidity and survivors' benefits. It accepted a limitation on lump-sum entitlement so that older departing members could no longer opt for capital payment, and it approved the transitional and implementing provisions. The final vote adopted the draft by 91 to 27, with 16 abstentions.

Omnilex headnote

Art. 21octies Abs. 1bis GVG; parliamentary initiative on MPs' pension provision; the chamber may adopt a moderate, special pension scheme tailored to the parliamentary mandate, even if it departs from ordinary occupational pension law. A general pension solution is not limited to hardship cases, provided the legislature pursues a constitutionally related gap-filling purpose and respects budgetary restraint. Transitional provisions may differentiate between younger and older departing members, and a lump-sum option may be restricted for older members for reasons of legislative coherence and external appearance. Proposals to extend the scheme to invalidity and survivors' benefits may be rejected where the bill is intentionally limited to retirement provision and cost containment (consid. 1-3).

Full text

Initiative parlementaire. Députés. Prévoyance

1088

N

15 juin 1994

93.430

Parlamentarische Initiative (SPK-SR) Verfahren der Standesinitiative

Initiative parlementaire (CIP-CE) Procédure relative aux initiatives des cantons

Differenzen - Divergences

Siehe Seite 324 hiervor - Voir page 324 ci-devant Beschluss des Ständerates vom 31. Mai 1994 Décision du Conseil des Etats du 31 mai 1994

Heberlein Trix (R, ZH) unterbreitet im Namen der Staatspoliti- schen Kommission (SPK) den folgenden schriftlichen Bericht:

  1. Mit ihrem Bericht und Gesetzentwurf vom 4. Mai 1993 hat die Staatspolitische Kommission des Ständerates eine Rege- lung des Verfahrens der Standesinitiativen im Geschäftsver- kehrsgesetz vorgeschlagen.

  2. In den bisherigen Beratungen dieses Gesetzentwurfes war zwischen den beiden Räten nur die Frage umstritten, ob die Kommission des Erstrates, die eine Standesinitiative vorprüft, eine Vertretung des Kantons anhören «muss» oder lediglich anhören «kann». In der ersten Beratung beschloss der Stände- rat eine Kann-Formulierung, während der Nationalrat ein Recht auf Anhörung vorzog. In der zweiten Beratung hielt der Ständerat an seinem ersten Beschluss fest. Der Nationalrat versuchte darauf, dem Ständerat teilweise entgegenzukom- men, indem er beschloss, dass zwar im Normalfall eine Anhö- rung stattfinden muss, unter gewissen Voraussetzungen aber darauf verzichtet werden kann. In seiner dritten Beratung der Vorlage, am 31. Mai 1994 konnte sich der Ständerat mit die- sem recht komplizierten Kompromissvorschlag nicht anfreun- den. Um die Einsetzung einer Einigungskonferenz zu vermei- den, hielt er aber angesichts der relativ geringen Tragweite der strittigen Frage nicht an seiner ursprünglichen Auffassung fest, sondern schloss sich nun der ursprünglichen Haltung des Nationalrates an.

  3. Bei dieser Sachlage besteht für den Nationalrat kein Anlass, nun nicht seinerseits den Beschlüssen des Ständerates - sei- nen eigenen ursprünglichen Beschlüssen - zuzustimmen.

Heberlein Trix (R, ZH) présente au nom de la Commission des institutions politiques (CIP) le rapport écrit suivant:

  1. Dans son rapport du 4 mai 1993, la Commission des institu- tions politiques du Conseil des Etats a proposé une modifica- tion de la loi sur les rapports entre les conseils visant à régle- menter la procédure relative aux initiatives des cantons.

  2. A ce jour, les conseils étaient divisés sur le point de savoir si la commission chargée prioritairement de l'examen préalable d'une initiative d'un canton «doit» entendre les représentants du canton ou si elle «peut> simplement le faire. Le Conseil des Etats avait d'abord choisi cette seconde solution, tandis que le Conseil national, lui, préférait la première. Par la suite, alors que le Conseil des Etats maintenait sa décision initiale, le Conseil national a assoupli la sienne en proposant que la consultation du canton devrait être obligatoire dans le cas nor- mal, mais qu'il serait possible d'y renoncer dans certaines conditions. Enfin, le 31 mai 1994, examinant le projet pour la troisième fois, le Conseil de Etats a rejeté ce compromis qui lui parut un peu alambiqué. Cependant, pour éviter que doive être organisée une conférence de conciliation en vue de régler ce seul point, dont l'importance restait malgré tout limitée, il a renoncé à défendre son point de vue et s'est rallié à la solution initialement proposée par le Conseil national.

  3. Compte tenu de ce qui précède, le Conseil national n'a pas de raison de ne pas approuver la solution décidée par le Conseil des Etats, puisqu'il s'agit en fait de celle qu'il proposait à l'origine lui-même.

A. Bundesgesetz über den Geschäftsverkehr der Bundes- versammlung sowie über die Form, die Bekanntmachung und das Inkrafttreten ihrer Erlasse

(Geschäftsverkehrsgesetz) A. Loi fédérale sur la procédure de l'Assemblée fédérale, ainsi que sur la forme, la publication et l'entrée en vigueur des actes législatifs

(Loi sur les rapports entre les conseils)

Art. 21octies Abs. 1bis Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Art. 21octies al. 1bis Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Angenommen - Adopté

An den Ständerat - Au Conseil des Etats

94.409

Parlamentarische Initiative (Büro-NR) Vorsorgeregelung für Parlamentsmitglieder Initiative parlementaire (Bureau-CN) Réglementation en matière de prévoyance applicable aux députés

Bericht, Gesetz- und Beschlussentwürfe des Büros-NR vom 6. Mai 1994 (wird im BBI veröffentlicht) Rapport, projets de loi et d'arrêté du Bureau-CN du 6 mai 1994 (sera publié dans la FF) Stellungnahme des Bundesrates vom 13. Juni 1994 (wird im BBI veröffentlicht) Avis du Conseil fédéral du 13 juin 1994 (sera publié dans la FF) Kategorie IV, Art. 68 GRN - Catégorie IV, art. 68 RCN

Haller Gret (S, BE) unterbreitet im Namen des Büros den fol- genden schriftlichen Bericht:

Stellungnahme des Büros zur Stellungnahme des Bundesra- tes vom 13. Juni 1994

Mit Genugtuung darf zur Kenntnis genommen werden, dass der Bundesrat - wie er einleitend ausführt - dem Anliegen, die Vorsorgeregelung für Parlamentsmitglieder zu verbessern, Verständnis entgegenbringt.

Die Vorlage lehnt sich in ihren Grundzügen weitgehend an die Ruhegehaltsregelung für die Mitglieder des Bundesrates an. Was dem Bundesrat recht ist, soll dem Parlament billig sein. Unterschiede zum Bundesrat ergeben sich verständlicher- weise, umfasst doch die Tätigkeit des Bundesrates 100 Pro- zent eines vollen Pensums, während die Tätigkeit eines Parla- mentsmitgliedes durchschnittlich 50 Prozent eines vollen Pensums ausmacht und nicht notwendigerweise nahtlos in die Zeit des Ruhegehaltsbezuges übergeht, wie dies für die Mitglieder des Bundesrates der Fall ist.

1089 Parlamentarische Initiative. Parlamentsmitglieder. Vorsorge

  1. Juni 1994 N

Die vorgeschlagene Regelung für das 246köpfige Parlament wird die Bundeskasse mit 3,7 bis 5,9 Millionen Franken bela- sten, je nach der von den Mitgliedern getroffenen individuellen Wahl. Demgegenüber belastet die Ruhegehaltsregelung für den 7köpfigen Bundesrat die Bundeskasse gemäss Budget 1994 mit 3,7 Millionen Franken. Diese Relation macht deutlich, dass die vorgeschlagene Regelung auf sehr bescheidenen Ansätzen basiert.

  1. Die Parlamentsreform 1991/92 strebte mit zahlreichen Massnahmen eine generelle Stärkung des Parlamentes und eine finanzielle und infrastrukturelle Besserstellung der Rats- mitglieder an. Dafür wären Mehrkosten von etwa 30 Millionen Franken pro Jahr vorgesehen gewesen, wovon etwa 3 Millio- nen Franken für eine Vorsorgeregelung.

Das Volk hat den Teil der Parlamentsreform, der eine Besser- stellung der Ratsmitglieder gebracht hätte, abgelehnt. Be- fürchtet wurde die Einführung eines Berufsparlamentes. Nicht bestritten war jedoch eine angemessene Vorsorgeregelung, wie im Abstimmungskampf und nach der Abstimmung von al- len Seiten bestätigt worden ist.

Die Annahme des Bundesrates, dass mit der Ruhegehaltsre- gelung weit über die damaligen Reformbestrebungen hinaus- gegangen werde, ist somit unhaltbar.

Was die Ausgestaltung der Ruhegehaltsregelung betrifft, hält sich diese auch formal an die Regelung für Bundesräte und weitere Magistratspersonen, d. h. Regelung des Grundsatzes im Gesetz und Detailregelung in einem dem Referendum nicht unterstellten Bundesbeschluss. Dasselbe gilt für die Finanzie- rungsart.

  1. Ungesichert können die Annahmen in der konkreten Aus- gestaltung dem Bundesrat nur insofern erscheinen, als ge- schätzt werden musste, wie viele Parlamentsmitglieder die Ru- hegehaltsregelung und wie viele eine persönliche Lösung der zweiten Säule wählen würden. Die Maximalvariante in der Ko- stenberechnung basiert diesbezüglich auf der für den Bund ungünstigsten Annahme, so dass keine höheren Kosten ent- stehen können.

Da sich die vorgeschlagene Ruhegehaltslösung soweit wie möglich an jene des Bundesrates anlehnt, darf darauf hinge- wiesen werden, dass die Mitglieder des Bundesrates für ihr Ruhegehalt keine Beiträge entrichten. Die Vorsorgeregelung für Mitglieder des Bundesrates wird somit vollumfänglich aus der Bundeskasse finanziert. Dass jene Ratsmitglieder, die sich nicht der Ruhegehaltslösung unterstellen, die Bundeskasse weniger belasten, sollte vom Bundesrat als positiv gewertet werden.

  1. Die Kostentransparenz der vorgeschlagenen Regelung ent- spricht jener der Ruhegehaltsregelung für die Mitglieder des Bundesrates.

  2. Die Parlamentsdienste sind nach einer kurzen Einführungs- phase in der Lage, den administrativen Aufwand mit 25 Pro- zent einer Vollzeitstelle zu erledigen, da in Analogie zur bun- desrätlichen Ruhegehaltsregelung eine sehr unbürokratische Lösung gewählt worden ist.

  3. Die vorgeschlagene Regelung wird gemäss Gesetzentwurf von der Unterstellung unter die Gesetzgebung der beruflichen Vorsorge ausgenommen - auch dies in Analogie zur Ruhege- haltsregelung für Mitglieder des Bundesrates. Die Befürchtun gen des Bundesrates betreffend Schlechterstellung gewisser Ratsmitglieder ist deshalb unbegründet

Haller Gret (S, BE) présente au nom du Bureau le rapport écrit suivant:

Prise de position du Bureau relative à l'avis du Conseil fédéral du 13 juin 1994

Nous prenons note avec satisfaction que le Conseil fédéral, comme il le mentionne dans son introduction, accueille favo- rablement nos exigences relatives à une amélioration du ré- gime de prévoyance applicable aux membres du Parlement. Le projet s'appuie dans une large mesure sur le régime de re- traite en vigueur pour les membres du Conseil fédéral. En d'autres termes, le Parlement doit jouir des mêmes droits que le Conseil fédéral en la matière.

Il va de soi que différences existent entre le statut des parle- mentaires et celui des membres du Conseil fédéral. En effet, tandis que le conseiller fédéral est titulaire d'un mandat à plein temps, les députés exercent des activités équivalant en moyenne à un mandat de 50 pour cent et ne touchent pas im- médiatement une retraite lorsque leurs fonctions prennent fin. Le régime de retraite proposé à l'intention des 246 membres du Parlement représentera une charge de 3,7 à 5,9 millions de francs pour la caisse fédérale, selon le choix individuel des dé- putés. A titre de comparaison, le régime de retraite des 7 membres du Conseil fédéral grève la caisse fédérale, selon le budget de 1994, d'un montant de 3,7 millions de francs. Cette comparaison démontre nettement que la réglementa- tion proposée se fonde sur des chiffres modestes.

  1. La réforme du Parlement 1991/92 visait, par le biais de nom- breuses mesures, un renforcement général du Parlement de même que des améliorations du statut des parlementaires dans les domaines de l'infrastructure ou des prestations finan- cières. On prévoyait à cet effet des coûts supplémentaires de 30 millions de francs par an, dont environ 3 millions de francs consacrés au régime de retraite.

Le peuple a rejeté une partie de la réforme du Parlement qui aurait amélioré le statut des parlementaires, car il craignait l'introduction d'un parlement professionnel. Cependant, per- sonne ne contestait l'instauration d'un régime de retraite équi- table, comme nous en avons reçu la confirmation de toutes parts.

La thèse du Conseil fédéral, selon laquelle le projet de régime de retraite va bien au-delà des objectifs de la réforme du Parle- ment 1991/92, n'est donc pas défendable.

En ce qui concerne l'aménagement du présent régime de pré- voyance, celui-ci suit , également d'un point de vue formel, la réglementation applicable au Conseil fédéral ainsi qu'aux au- tres magistrats, à savoir les dispositions générales inscrites dans la loi et les dispositions de détail contenues dans un ar- rêté fédéral non sujet à référendum. La même réglementation s'applique au mode de financement

  1. Les hypothèses sur lesquelles se fonde l'aménagement concret du projet de prévoyance applicable aux parlementai- res peuvent sembler mal étayées aux yeux du Conseil fédéral dans la mesure où des estimations sont nécessaires afin de déterminer combien de députés opteront pour le régime de re- traite et combien d'entre eux choisiront une formule de 2e pi- lier personnelle. La solution maximale dans le calcul des coûts se base donc sur l'hypothèse la plus onéreuse pour la Confé- dération de manière à éviter des dépenses supplémentaires.

Nos propositions concernant le régime de retraite des parle- mentaires s'appuyant dans la mesure du possible sur le ré- gime de prévoyance applicable au Conseil fédéral, il convient de préciser que les membres du Conseil fédéral sont exonérés du versement de cotisations au titre de la prévoyance. Le ré- gime de retraite des membres du Conseil fédérale est donc fi- nancé intégralement par la caisse fédérale. Par ailleurs, les dé- putés qui renoncent à une affiliation au régime de retraite constituent une moindre charge pour la caisse fédérale, ce que le Conseil fédéral devrait reconnaître comme un point po- sitif.

  1. La transparence des coûts de la réglementation proposée correspond à celle du régime de retraite des membres du Conseil fédéral.

  2. Après une courte phase d'introduction, les Services du Par- lement seront en mesure d'exécuter les tâches administratives afférentes au régime de retraite en leur consacrant 25 pour cent du temps de travail d'un poste complet, ce qui représente une solution peu bureaucratique en comparaison de l'infra- structure exigée par le régime de retraite du Conseil fédéral.

  3. Selon le projet de loi, la réglementation proposée ne sera pas soumise aux dispositions de la législation sur la pré- voyance professionnelle, également par analogie avec le ré- gime applicable aux membres du Conseil fédéral. Les craintes du Conseil fédéral au sujet d'un préjudice subi par certains dé- putés sont par conséquent infondées.

50-N

Initiative parlementaire. Députés. Prévoyance

1090

N 15 juin 1994

Ordnungsantrag Steinemann Das Geschäft sei von der Traktandenliste zu streichen.

Motion d'ordre Steinemann Biffer cet objet de la liste des objets à traiter.

Steinemann Walter (A, SG): Die Begründung zu diesem Ord- nungsantrag ist eigentlich einfach und sollte einleuchten: Angesichts der Finanzlage des Bundes sowie der ungenügen- den Sanierungsmassnahmen und unter Berücksichtigung der Ablehnung der Parlamentsreform 1991/92 ist dieses Vorhaben schlicht und einfach nicht zu vertreten. Nachdem übrigens heute schon 2500 Franken für jeden von uns ausbezahlt wer- den, müssen diese Franken eben jetzt schon für die Altersvor- sorge verwendet werden. Im übrigen freuen wir uns, auch ein- mal gleicher Meinung zu sein wie der Bundesrat, und hoffen, dass er dann auch unserer Meinung ist, wenn wir die Ruhege- haltsregelung für den Bundesrat, für Professoren und hohe Beamte zur Sprache bringen.

Abstimmung - Vote Für den Ordnungsantrag Steinemann Dagegen

12 Stimmen 109 Stimmen

Ordnungsantrag Spielmann Behandlung in Kategorie III

Motion d'ordre Spielmann Traiter l'objet en catégorie III

Zisyadis Josef (-, VD): Je propose de revenir à la catégorie III pour le traitement de cet objet. Je crois que nous sommes en présence d'un afflux de demandes de renvoi, de demandes de non-entrée en matière ainsi que de propositions individuelles. Au lieu de perdre du temps, il vaudrait mieux, afin de gagner en clarté, ouvrir le débat et donner à tous les députés la possibilité d'être traités de manière égale.

J'avais cru que, le week-end passé, un certain nombre de messages ou de signaux avaient été compris de la part de la population au sujet du rapprochement des élus et du peuple. J'ai l'impression que tout cela est vite oublié.

Je vous invite donc à soutenir la motion d'ordre Spielmann et à traiter cet objet en catégorie III afin que nous puissions, en toute clarté, débattre de ce problème.

Abstimmung - Vote Für den Ordnungantrag Spielmann Dagegen

21 Stimmen 105 Stimmen

Antrag der Kommission Eintreten

Antrag Jenni Peter Nichteintreten Schriftliche Begründung

In einer Zeit, in der die Defizite und Schulden der Eidgenos- senschaft Spitzenwerte erreichen, ist es unverantwortlich, neue Ausgaben zu beschliessen. Das Parlament wirkt un- glaubwürdig, wenn es vom Sparen spricht, gleichzeitig aber für sich selbst eine neue Vorsorgeregelung treffen will. Das Motto «Keine neuen Ausgaben» muss auch in diesem Fall an- gewendet werden.

Von Parlamentariern kann wie bisher verlangt werden, dass sie ihre Vorsorgeregelung selber treffen. Zudem ist es vor der Bevölkerung nicht zu verantworten, nach der Ablehnung der Parlamentsreform neue Gelder für die Mitglieder des Parla- ments zur Verfügung zu stellen.

Antrag Camponovo Nichteintreten

Eventualantrag Camponovo Rückweisung an das Büro

mit dem Auftrag, eine Vorlage zu unterbreiten, die nur die Rats- mitglieder betrifft, die in Not geraten und für welche eine mora- lische Verpflichtung des Staates besteht (Ziff. 2.3 des Berich- tes des Büros). Lösungen nach dem «Giesskannenprinzip» sind auszuschliessen.

Antrag Zisyadis Rückweisung an das Büro

mit dem Auftrag, Anträge für die Besoldung und die Altersvor- sorge der Ratsmitglieder zu unterbreiten, welche die sozialen Ungleichheiten zwischen gewählten Parlamentsmitgliedern vermindern.

Proposition de la commission Entrer en matière

Proposition Jenni Peter Ne pas entrer en matière

Proposition Camponovo Ne pas entrer en matière

Proposition subsidiaire Camponovo Renvoi au Bureau

avec le mandat de proposer un projet de prévoyance destiné uniquement aux parlementaires qui tombent dans le dénue- ment et pour lesquels «l'Etat a une obligation morale» (ch. 2.3. du rapport du Bureau) en évitant strictement des so- lutions du type «arrosoir». Développement par écrit

Le projet vise (c.f. ch. 2.1 du rapport du Bureau) à garantir aux députés une prévoyance minimale pour la vieillesse et certai- nes circonstances particulières.

En fait, le projet institue un droit pour tous et équivaut ainsi à une distribution générale des fonds publics, que la plupart considèrent comme justifiée.

Le Parlement est appelé à appliquer la plus grande rigueur fi- nancière et devra le faire de manière déterminée, surtout dans le proche avenir. On ne comprend pas pourquoi il ne faudrait pas appliquer ce principe également lorsqu'il s'agit de régler des problèmes internes du Parlement lui-même, en relation avec l'activité de député.

Les multiples avantages offerts par le projet sous forme de ca- pital ou de rente à la grande majorité des députés qui ont la chance de jouir d'une situation financière confortable consti- tuent un exemple fâcheux à l'égard d'un pays en proie à d'im- portants problèmes, dans la perspective des décisions diffici- les que le Parlement devra prendre pour assainir les finances fédérales.

Il n'est pas inutile de rappeler que, en dehors du Parlement aussi, des milliers de personnes consacrent une bonne partie de leur vie à des activités d'intérêt collectif en renonçant à tout avantage pécuniaire.

Enfin, le rapprochement entre le mandat de député et le statut de salarié est gênant L'institution d'une rente anticipée appa- raît comme une indemnité de chômage qui serait due, dans certains cas, à un «licenciement» par les électeurs.

En cas de rejet de la proposition de renvoi au Bureau pour exa- men dans le sens indiqué, je demande que le Parlement n'entre pas en matière.

Proposition Zisyadis Renvoi au Bureau

avec mandat de présenter des propositions sérieuses d'in- demnisation du travail des députés et de retraite, qui réduisent les inégalités sociales entre députés élus.

Développement par écrit

La proposition du Bureau doit être considérée comme une vé- ritable provocation, alors que dans le même temps une majo- rité du Parlement ose élever l'âge de retraite des femmes à 64 ans.

1091 Parlamentarische Initiative. Parlamentsmitglieder. Vorsorge

  1. Juni 1994 N

Hess Peter (C, ZG), Berichterstatter: Mit der Errichtung der be- ruflichen Vorsorge per 1. Januar 1985 hat der Gesetzgeber das in Artikel 34quater der Bundesverfassung festgelegte Konzept der drei Säulen für die Altersvorsorge umgesetzt. Seither sind Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer obligato- risch in der ersten und zweiten Säule versichert, während für Selbständigerwerbende die Möglichkeit besteht, sich neben der obligatorischen ersten Säule freiwillig in der gebundenen beruflichen Vorsorge gemäss Säule 3a zu versichern.

Eine spezielle Situation ergibt sich für Parlamentsmitglieder. Sie sind als vom Volk gewählte Mitglieder der obersten Bun- desbehörde weder Arbeitnehmer noch Selbständigerwer- bende. Ihr Status entspricht eher dem einer Magistratsperson. Parlamentsmitglieder sind mit ihren steuerbaren Einkünften wohl der AHV-Pflicht unterstellt, jedoch keiner Einrichtung für die berufliche Vorsorge angeschlossen. Da sie in der Regel während 8 bis 16 Jahren rund 60 Prozent ihrer Erwerbstätig- keit für die Ausübung ihres Parlamentsmandates einsetzen, ergibt sich im Aufbau ihrer beruflichen Altersvorsorge eine be- deutende Lücke.

Im Rahmen der Neufassung des Entschädigungsgesetzes vom 18. März 1988 ist daher der Grundsatz festgelegt worden, dass Ratsmitglieder eine jährliche Entschädigung für ihre Vor- sorge erhalten sollen (Art. 7). Der entsprechende Betrag beläuft sich auf 2500 Franken pro Jahr und ist nicht zweckge- bunden.

Nach Ablehnung der Parlamentsreform, die unter anderem auch eine Verbesserung des Vorsorgeschutzes vorsah, näm- lich jährlich 10 000 Franken als zweckgebundener Beitrag an eine Vorsorgeeinrichtung (dieser Vorschlag war im Abstim- mungskampf unbestritten), verlangt die von beiden Räten überwiesene Motion Schmid Peter, es seien den Mitgliedern des Parlaments vergleichbare Leistungen auszurichten, wie sie jede in einem Arbeitsverhältnis stehende Person bean- spruchen kann.

Zusätzlich hat Herr Stucky als Gegner der Parlamentsreform 1991/92 mit einer parlamentarischen Initiative u. a. ein detail- liertes Konzept für die Ausgestaltung der Vorsorgeregelung für Parlamentarier vorgelegt.

Das Büro hat sich an seiner Sitzung vom 25. August 1993 ein- gehend mit dem gesamten Fragenkomplex der Entschädi- gungsleistungen und der Altersvorsorge auseinandergesetzt Es hat dabei folgende Grundsatzentscheide gefällt: Auf eine Erhöhung der letztmals per 15. Oktober 1990 angepassten in- dividuellen Entschädigungen, sei es real oder nur zum Aus- gleich der Teuerung, wird verzichtet. Statt dessen werden dem Rat eine Erhöhung der Fraktionsbeiträge - sie ist seit 1. Januar 1994 in Kraft - und eine Verbesserung der Altersvorsorge be- antragt.

Im Zusammenhang mit der Überprüfung der Altersvorsorge lag dem Büro zusätzlich ein Anliegen von Herrn Zisyadis vor, der eine Änderung der Parlamentarierentschädigung unter Berücksichtigung sozialer Gesichtspunkte wünscht

In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass bis zum Er- lass der neuen Entschädigungsordnung im Jahre 1988 die Möglichkeit bestand, in Härtefällen aufgrund eines Gesuchs an den Ratspräsidenten oder die Ratspräsidentin einem be- dürftigen Parlamentsmitglied bis zu 10 000 Franken pro Jahr auszubezahlen. Mit der Erhöhung der individuellen Entschä- digungen im Jahre 1988 glaubte man, dass keine Härtefälle mehr vorkommen sollten, weshalb diese Klausel gestrichen wurde.

Nach längerer Aussprache hat sich das Büro entschieden, dem Anliegen von Herrn Zisyadis keine Folge zu geben, um das prioritäre Anliegen der Verbesserung der Altersvorsorge nicht zu gefährden.

Zum neuen Konzept der Altersvorsorge: Bei der Wahl des neuen Modells einer Altersvorsorge für Parlamentarier liess sich das Büro vom Ziel leiten, eine Lösung zu finden, die flexi- bel genug ist, um den verschiedenen persönlichen und beruf- lichen Situationen der Parlamentsmitglieder einerseits sowie ihrer verschiedenen versicherungsmässigen Einbindung an- dererseits bestmöglich gerecht zu werden. Zu diesem Zweck wird die bisherige, nicht zweckgebundene Vorsorgeentschä- digung für Parlamentsmitglieder von 2500 Franken pro Jahr

durch einen zweckgebundenen jährlichen Beitrag für die Vor- sorge von 5000 Franken pro Jahr ersetzt. Dem einzelnen Par- lamentsmitglied steht es frei, den Betrag von 5000 Franken pro Jahr für seine private berufliche Vorsorge zu beziehen oder statt dessen die Ruhegehaltsordnung gemäss Vorlage zu beanspruchen.

Diese Wahlmöglichkeit kommt jenen Ratsmitgliedern entge- gen, die anstelle der im Leistungsumfang auf eine Altersrente beschränkten Ruhegehaltslösung für das erweiterte, Invali- den- und Hinterlassenenleistungen umfassende Versiche- rungsangebot gemäss BVG bzw. Säule 3a optieren wollen.

Zusätzlich zum Ziel der Altersvorsorge verfolgt die vorliegende Regelung zwei weitere Anliegen:

  1. Bedürftigen ehemaligen Ratsmitgliedern wird die Möglich- keit eingeräumt, ab dem 10. Jahr vor Entstehung des An- spruchs auf eine AHV-Rente das Ruhegehalt zu beziehen. Massgebendes Kriterium ist gemäss Artikel 7a Absatz 2 des Bundesbeschlusses zum Entschädigungsgesetz der jährliche Nachweis, dass das bei der direkten Bundessteuer ermittelte steuerbare Einkommen einschliesslich des Ruhegehalts das Zehnfache der Vorsorgeentschädigung, also 50 000 Franken, nicht übersteigt.

  2. Für ausscheidende Ratsmitglieder soll der Wiedereinstieg ins volle Berufsleben erleichtert werden. Aus diesem Grunde kann bis zum 45. Altersjahr die Leistung der Ruhegehaltsord- nung nur in Form der Kapitalabfindung des Barwerts der Rente bezogen werden, da angenommen wird, bis zu diesem Alter seien ein beruflicher Wiedereinstieg und damit der Auf- bau einer Altersvorsorge noch möglich. Ist das 45. Altersjahr überschritten, können die Ratsmitglieder zwischen Ruhege- halt und Kapitalabfindung wählen. Die Wahl hat bis drei Mo- nate vor Entstehung des Anspruchs auf die AHV-Rente zu er- folgen und ist bindend.

Welche Leistungen erhält nun ein Parlamentsmitglied? Die vorliegende Ruhegehaltsordnung basiert auf einem maxima- len Ruhegehalt von 2000 Franken pro Monat. Das Maximum ist erreicht bei 12 und mehr Amtsjahren. Weniger Amtsjahre bewirken eine Kürzung von einem Zwölftel pro fehlendes Amtsjahr. Bei unterjährigem Ein- oder Austritt wird das ange- brochene Amtsjahr als ein ganzes Jahr angerechnet. Im Falle eines Unterbruchs der Amtstätigkeit werden die Jahre zusam- mengezählt, es sei denn, ein Parlamentsmitglied habe beim Austritt die Kapitalabfindung gewählt. In diesem Falle würde die Zählung der Amtsjahre neu beginnen. Die Bezugsberech- tigung für das ordentliche Ruhegehalt beginnt zum gleichen Zeitpunkt wie die AHV-Altersrente.

Ich komme nun zu einer kurzen Kommentierung der Vorla- gen A und B: Die Vorlage A beinhaltet eine referendumspflich- tige Änderung des Entschädigungsgesetzes. Das Büro hat Wert darauf gelegt, die gesetzliche Grundlage für die neue Vorsorgeregelung relativ detailliert abzufassen, damit den An- forderungen der bundesgerichtlichen Rechtsprechung Ge- nüge getan wird. Die Vorlage B enthält die nicht referendums- pflichtige Vollzugsregelung zum Entschädigungsgesetz. Sie legt in Artikel 7 die Höhe der Vorsorgeentschädigung fest, die die Grundlage für die versicherungstechnische Berechnung des Ruhegehalts bzw. der Kapitalabfindung gemäss Artikel 7a bildet. Die konkreten Beträge für das Ruhegehalt bzw. die Ka- pitalabfindung können Sie den Tabellen auf den Seiten 6 und 7 des Berichts des Büros (Ziff. 3) entnehmen.

In diesem Zusammenhang müssen Sie wissen, dass die auf- fällige Differenz bei der Höhe der Kapitalabfindung für jüngere und ältere Parlamentsmitglieder dadurch zu erklären ist, dass versucht wurde, versicherungstechnische Äquivalenz auf den Zeitpunkt des Beginns der Ruhegehaltszahlung bzw. der Lei- stung der Kapitalabfindung herzustellen.

Wer jünger ist, erhält eine tiefere Kapitalabfindung, die aber versicherungstechnisch hochgerechnet der Abfindung des äl- teren Parlamentsmitgliedes entspricht Vorsorgeentschädi- gung und Ruhegehalt werden analog den Renten der AHV der Teuerung angepasst

Von Interesse dürfte für Sie sein, wie sich die neue Vorsorgere- gelung auf uns Parlamentsmitglieder auswirkt, die beim vor- gesehenen Inkrafttreten, das heisst am 1. Januar 1995, im Amt sind. Gemäss den Übergangsbestimmungen werden den am-

Initiative parlementaire. Députés. Prévoyance

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N

15 juin 1994

tierenden Parlamentsmitgliedern die bisherigen Amtsjahre an- gerechnet. Wer sich der neuen Ruhegehaltsregelung an- schliessen will, muss aber die seit dem 1. Juli 1988 erhaltenen Beiträge an die persönliche Vorsorge, nämlich 2500 Franken pro Jahr, innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten der Ruhe- gehaltsregelung dem Bund ohne Zins zurückerstatten. Bishe- rige Parlamentsmitglieder können die Leistungen jedoch nur in der Form des Ruhegehalts wählen, selbst wenn sie beim Austritt aus dem Rat noch nicht 45 Jahre alt sind.

Zur Finanzierung: Entsprechend der Finanzierung der Ruhe- gehaltsregelung für den Bundesrat werden die jährlich anfal- lenden Kosten budgetiert. Kurzfristig, d. h. für die Jahre 1995 bis 1998, ergeben sich für den Bund Kosten von ungefähr 610 000 bis 950 000 Franken, je nach Wahl der vorgesehenen Variante, d. h. Bezug des Ruhegehalts, Bezug der Kapitalab- findung oder Bezug der Vorsorgeentschädigung. Im Behar- rungszustand fallen für den Bund Nettokosten von zirka 3,7 bis 5,98 Millionen Franken an. Im Vergleich dazu betragen die für das Jahr 1994 budgetierten Kosten für Ruhegehälter an die Bundesräte und ihre Hinterlassenen 3,7 Millionen Franken, an Bundesrichter und ihre Hinterlassenen 7,3 Millionen Franken und für ETH-Professoren und ihre Hinterlassenen 26,5 Millio- nen Franken.

Im Rahmen einer Gesamtwürdigung gibt sich das Büro Re- chenschaft, dass die Vorlage betreffend die Vorsorgeregelung für Parlamentsmitglieder nicht allen Wünschen an eine Alters- vorsorge gerecht wird. Es bestand aber auch nie die Absicht, ein umfassendes Vorsorgewerk auszuarbeiten, da bei Berück- sichtigung des Milizcharakters unserer Parlamentstätigkeit die Ruhegehaltsordnung stets nur eine ergänzende Funktion ha- ben kann. Anderseits ist es dem Büro angesichts der Lage der Bundesfinanzen auch ein Anliegen, Mass zu halten und ent- sprechend bloss Wünschbares von Notwendigem zu trennen. Mit der Zustimmung zur Vorlage entsprechen wir einem ech- ten Bedürfnis eines Grossteils der Parlamentsmitglieder und kommen wir gleichzeitig der Erfüllung des eingangs erwähn- ten Verfassungsauftrages sehr nahe.

Ich komme noch kurz zu einer Kommentierung der Stellung- nahme des Bundesrates und des Antrages Camponovo. Das Büro hat, wie erwähnt, an seiner heutigen Sitzung die Stellung- nahme des Bundesrates und die eingereichten Anträge be- sprochen. In bezug auf die Stellungnahme des Bundesrates ist zu bemerken, dass wir unsere Vorlage am 6. Mai 1994 ver- abschiedet und in der Folge dem Bundesrat zur Stellung- nahme unterbreitet haben.

Mit Missbilligung mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass der Bundesrat seine Stellungnahme erst am letzten Montag verab- schiedet hat, was es uns verunmöglichte, uns mit seinen Argu- menten vertieft auseinanderzusetzen. Das Büro ist aber auch enttäuscht über die generell ablehnende Haltung des Bundes- rates gegenüber unserer Vorlage, denn mit unserer Vorlage schliessen wir eine Lücke in der Erfüllung eines Verfassungs- auftrages. Die ablehnende Haltung des Bundesrates ist um so schwerer verständlich, wenn man bedenkt, dass er für sich selbst und weitere Magistratspersonen eine weitaus grosszü- gigere Lösung in Anspruch nimmt.

In diesem Zusammenhang möchte ich in Erinnerung rufen, dass der Bundesrat in der Vergangenheit zu Entschädigungs- fragen nicht oder nur sehr zurückhaltend Stellung bezogen hat. Es wäre daher zu begrüssen gewesen, wenn er sich auch dieses Mal auf eine konstruktive Kritik beschränkt hätte.

Doch nun zu den einzelnen Argumenten: Der Bundesrat kriti- siert Zeitpunkt und Form der Vorlage. Wie ich bereits er- wähnte, war im Rahmen der Parlamentsreform 1991/92 mit ei- nem zweckgebundenen Vorsorgebeitrag von 10 000 Franken pro Jahr eine weit grosszügigere Lösung vorgeschlagen wor- den. Unsere Vorlage basiert auf einer Vorsorgeentschädigung von nur 5000 Franken. Hinzu kommt der Grundsatz des Bü- ros, dass im Sinne einer Konzentration auf die bereits be- schlossene Erhöhung der Fraktionsbeiträge einerseits und der heute vorliegenden Vorsorgeregelung anderseits bewusst auf die Anpassung der individuellen Entschädigungen ver- zichtet wird.

Wenn wir im übrigen berücksichtigen, dass Herr Stucky als Gegner der Parlamentsreform eine insgesamt grosszügigere

Regelung vorschlägt, zielt der Vorwurf des Bundesrates, der Volkswille werde nicht hinreichend respektiert, ins Leere. Zu- rückzuweisen ist sodann der Hinweis, die Schaffung einer Ruhegehaltsregelung könnte als Schritt in Richtung Berufs- parlament interpretiert werden. Fehl geht aber auch die Kritik an der Aufteilung der Vorlage in Grundsatzbeschluss und Detailausgestaltung. Die Art dieser Gesetzgebung entspricht der bisherigen Regelung und wurde im übrigen auch für die Besoldung und die berufliche Vorsorge der Magistratsperso- nen gewählt.

Zum zweiten Punkt: Kosten in Anbetracht der Finanzlage des Bundes. Die Frage der Angemessenheit der Vorlage im Hin- blick auf die Finanzlage des Bundes hat selbstverständlich auch das Büro beschäftigt. Das Büro hat sich aber schliesslich doch entschieden, den Verfassungsauftrag umzusetzen und dem Anliegen der in beiden Räten überwiesenen Motion Schmid Peter zu entsprechen. Ausschlaggebend war dabei die Überzeugung, dass die Ausübung des heute doch sehr zeitintensiven und kräfteraubenden Parlamentsmandates An- wärterinnen und Anwärtern aus allen Volksschichten offenste- hen soll. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die Sicherstel- lung einer massvollen Altersvorsorge.

Der Hinweis des Bundesrates, mit einer Beitragsleistung von 60 000 Franken könne eine Kapitalabfindung von 136 000 be- ziehungsweise 262 000 Franken erworben werden, ist tenden- ziös und irreführend. In der Tat entspricht der optisch hohe Kapitalbetrag bloss dem kapitalisierten Barwert des Ruhege- halts - ein Vorgang also, der im Versicherungsbereich durch- aus bekannt ist. Sie werden im Zusammenhang mit dem An- trag Darbellay zu Artikel 7a Absatz 3 des Bundesbeschlusses allerdings Gelegenheit erhalten, die Bezugsberechtigung für die Kapitalabfindung einzuschränken.

Richtig ist, dass die Kosten für die Vorsorgeregelung vom Bund zu tragen wären. Mit der Festlegung einer Entschädi- gung von 5000 Franken pro Jahr fällt allerdings der bisherige, nicht zweckgebundene Vorsorgebeitrag von 2500 Franken pro Jahr weg.

Zur Frage Umlageverfahren statt Kapitaldeckungsverfahren: Wir haben im Büro bewusst eine einfache Lösung gewählt, die sich an der Ruhegehaltsregelung des Bundesrates orientiert Zu den Zusatzkosten für die Umsetzung der geplanten Vorsor- geregelung: Mit der Wahl des einfach umzusetzenden Umla- geverfahrens sind die Parlamentsdienste in der Lage, die Be- rechnung und die Erarbeitung der Zahlungsanweisungen sel- ber vorzunehmen. Mit Ausnahme des in der Aufbauphase er- forderlichen Beizugs von externem Know-how für die Bereit- stellung der EDV-Programme sowie für die Schulung und die Überwachung der Durchführung ist kein Beizug externer Stel- len vorgesehen. Der geschätzte zeitliche Aufwand entspricht längerfristig etwa dem Viertel einer Vollzeitstelle.

Zur Schlechterstellung der EVK-Versicherten: Es ist richtig, dass Artikel 2 der EVK-Statuten die Weiterführung der Versi- cherung ausschliesst, wenn bisher bei der EVK versicherte Parlamentsmitglieder der Ruhegehaltsordnung unterstellt werden. Wie das bereits bei der Vorsorgeregelung für die Mit- glieder des Bundesrates und des Bundesgerichtes der Fall war, müsste daher auch für diese Kategorie von Parlaments- mitgliedern eine Ausnahmeregelung bezüglich der Versiche- rung bei der EVK getroffen werden - ein Vorgang also, der kei- nen erheblichen Zusatzaufwand erfordert.

Zum Antrag Camponovo auf Nichteintreten bzw. zum Even- tualantrag Camponovo auf Rückweisung, aber auch zum An- trag Zisyadis.

Die Anträge Camponovo beantragen Nichteintreten bzw. Rückweisung mit dem Auftrag, das Büro solle eine Vorlage un- terbreiten, die lediglich die Bedürftigkeitsregelung im Sinne von Artikel 7a Absatz 2 des Bundesbeschlusses zum Entschä- digungsgesetz umfasst. Das Büro beantragt Ihnen, sowohl den Hauptantrag Camponovo auf Nichteintreten als auch den Eventualantrag Camponovo auf Rückweisung, aber auch den Antrag Zisyadis abzulehnen, da in diesem Fall weder der Ver- fassungsauftrag noch die von beiden Räten überwiesene Mo- tion erfüllt würden.

Zusammenfassend beantrage ich Ihnen im Namen des Büros, das der Vorlage in der Gesamtabstimmung mit 12 zu 1 Stim-

  1. Juni 1994 N

1093 Parlamentarische Initiative. Parlamentsmitglieder. Vorsorge

men bei 1 Enthaltung zugestimmt hat, auf die beiden Entwürfe einzutreten.

Couchepin Pascal (R, VS), rapporteur: Lorsqu'on aborde cet objet, il faut rappeler deux événements.

Le premier, c'est l'entrée en vigueur, le 1er janvier 1985, de la loi fédérale sur la prévoyance professionnelle vieillesse, survi- vants et invalidité (LPP), le 2e pilier. Nous n'avons pas l'inten- tion de réaliser une prévoyance professionnelle qui découle de cette loi, mais tout de même de réaliser l'intention du légis- lateur de l'époque qui n'était contestée par personne dans le peuple suisse. Cette intention était que toute personne ayant une activité d'une certaine importance a droit à une retraite lorsqu'elle atteint l'âge de 65 ans pour les hommes et 62 ans pour les femmes. C'est finalement cette intention que nous réalisons, même si nous ne nous soumettons pas aux disposi- tions ordinaires de cette loi, parce que notre activité est très particulière et bien différente d'une activité ordinaire payée.

Il y a effectivement parmi nous un certain nombre d'indépen- dants à qui le temps passé ici ne permet pas de constituer la caisse de retraite qu'ils se seraient constituée sans cette acti- vité; il y a ceux qui doivent réduire leur activité professionnelle salariée parce qu'ils sont devenus parlementaires; et je crois que ce ne serait pas démocratique d'organiser notre système de telle sorte que seule une certaine catégorie de citoyens puissent accéder à la fonction de parlementaire, la dégrada- tion de leur situation matérielle en empêchant beaucoup d'ac- cepter une telle proposition. Or, ceux qui pensent que seuls un certain nombre de citoyens, qui en ont les moyens, pourraient et doivent accéder à la fonction de parlementaires rêvent d'une sorte d'oligarchie qui n'est pas le régime que nous sou- haitons pour notre pays.

Il y a aussi le cas de nombreuses femmes qui n'avaient pas d'activité, qui en trouvent une dans l'activité parlementaire, et qui ont droit à une rémunération et à une retraite en fonction du travail qu'elles ont effectué ici.

C'est dire que cette réglementation correspond à l'esprit de la LPP de 1985, mais pas à la lettre de cette loi parce que l'activité de parlementaire n'est pas réductible à une autre activité sala- riée. Le fait que les indemnités que les parlementaires obtien- nent proviennent de la Confédération, dont la situation finan- cière est délicate aujourd'hui, doit être pris en compte, mais ne justifie pas que ceux qui font un sacrifice personnel matériel important en devenant parlementaires soient encore plus mal traités. Je crois que c'est injuste et cela démontrerait un esprit oligarchique qui ne serait pas sain et qui, probablement, ne serait pas compris par la population.

Le second élément, c'est évidemment le référendum contre la réforme du Parlement, il y a quelques années, et la décision du peuple de refuser toute la partie onéreuse de cette réforme. Le peuple n'avait accepté que les modifications d'organisation qui ne coûtaient rien. Alors, aujourd'hui, est-on infidèle à la vo- lonté du peuple en proposant l'introduction de ce système de retraite ou de pension? Nous sommes fidèles à la volonté du peuple. Il y a un élément qui va dans ce sens-là, c'est que ceux qui ont animé le référendum contre la réforme du Parlement, dont M. Stucky, sont d'accord aujourd'hui avec cette proposi- tion. Ils ont même été, dans une initiative parlementaire, jusqu'à proposer des améliorations nettement plus importan- tes que celles que nous proposons aujourd'hui. On peut donc dire que nous ne violons pas la volonté du peuple en propo- sant cette réglementation. Ce que le peuple ne voulait pas, à tout prix, c'était la professionnalisation de la fonction de parle- mentaire. La majorité d'entre nous partage ce point de vue, rai- son pour laquelle nous n'avons proposé aucune amélioration de l'indemnité journalière, ni des indemnités pour les aides ou pour faciliter le travail du parlementaire et, ainsi, le rendre plus proche d'un Parlement professionnel.

Il faut rappeler une chose très simple, c'est que même après cette proposition, le Parlement coûtera encore moins cher que l'Ecole fédérale de sport de Macolin (EFSM), qui est pourtant menée d'une manière très économe - et j'en félicite les res- ponsables. La comparaison n'appelle pas une réduction des subsides à l'EFSM, mais elle appelle simplement un peu de bon sens et une comparaison entre l'utilité publique d'un Par-

lement et d'une école de sport: tous les deux sont nécessai- res, mais le Parlement est absolument indispensable au fonc- tionnement de la démocratie, et il peut être traité aussi bien qu'une école de sport.

Nous n'allons pas faire de comparaison avec la pension d'au- tres magistrats, cela a été fait dans la prise de position du Bu- reau relative à la réponse du 13 juin 1994 du Conseil fédéral. Nous constatons que l'ensemble du Parlement coûte légère- ment moins cher que le Conseil fédéral quant à sa retraite. Cela montre bien que nous sommes modestes et que nous n'avons pas voulu abuser d'une situation, mais nous avons voulu donner aux parlementaires les moyens d'assumer leurs tâches avec une certaine dignité - je crois qu'il y va aussi de notre dignité - et aussi une certaine sérénité quant à leur futur sur le plan matériel. Il n'est pas sain qu'un Parlement compte dans ses rangs un assez grand nombre de gens qui seraient inquiets pour leur avenir matériel. Cela crée une atmosphère désagréable, voire même entraîne des risques qu'on com- mence à avoir, en menant son activité parlementaire, et aussi le souci d'assurer son avenir, alors qu'on doit entièrement se consacrer à voter en fonction d'intérêts objectifs, et non pas en fonction d'intérêts subjectifs. Cette formule de retraite, dans ce sens-là, donne une certaine sécurité aux membres du Parle- ment qui ont dû faire un sacrifice pour accéder à cette fonction. Nous devons avoir le courage d'affronter peut-être même un certain ricanement dans la population, voire certaines criti- ques. Nous devons avoir le courage de refuser le populisme facile qui consiste, dans la période actuelle, à jouer sur les sen- timents antiparlementaires qui existent un peu partout dans le monde. En le faisant, on rend service non seulement aux par- lementaires qui ont quelques soucis, mais on rend service aussi à la dignité du Parlement et par là même au pays.

Le système vous est connu, il est expliqué en long et en large dans le rapport que vous a adressé le Bureau. Nous revien- drons sur les points de détail en discutant les propositions de certains membres du Parlement.

La ligne directrice que nous vous invitons à suivre, c'est d'entrer en matière, de repousser les propositions de renvoi et de dévier le moins possible du système qui est proposé, ni à gauche ni à droite. Ce n'est pas un système parfait, ce n'est pas un système qui donne entièrement satisfaction, mais il a au moins le mérite d'exister et de tenir compte de la situation difficile de la Confédération, mais aussi des besoins très diffé- rents des parlementaires.

Erste Abstimmung - Premier vote Für den Antrag der Kommission (Eintreten) 98 Stimmen

Für den Antrag Jenni Peter/Camponovo (Nichteintreten) 17 Stimmen

Zweite Abstimmung - Deuxième vote Für den Eventualantrag Camponovo (Rückweisung)

Dagegen

22 Stimmen 99 Stimmen

Dritte Abstimmung - Troisième vote Für den Antrag Zisyadis (Rückweisung) Dagegen 13 Stimmen 105 Stimmen

Detailberatung - Discussion par articles

A. Bundesgesetz vom 18. März 1988 über die Bezüge der Mitglieder der eidgenössischen Räte und über die Bei- träge an die Fraktionen (Entschädigungsgesetz) A. Loi fédérale du 18 mars 1988 sur les indemnités dues aux membres des conseils législatifs et sur les contribu- tions allouées aux groupes (Loi sur les indemnités parle- mentaires)

Titel und Ingress, Ziff. I Einleitung Antrag des Büros Zustimmung zum Entwurf des Büros

N 15 juin 1994

1094

Initiative parlementaire. Députés. Prévoyance

Titre et préambule, ch. I introduction Proposition du Bureau Adhérer au projet du Bureau

Angenommen - Adopté

Art. 7 Antrag des Büros Zustimmung zum Entwurf des Büros

Antrag Pini Abs. 2

.... ab Erreichen der Altersgrenze der AHV. Bei Bedürftigkeit ...

Abs. 3

Angesichts der allfälligen finanziellen Auswirkungen sind das Bundesgesetz und der Bundesbeschluss vom 6. Oktober 1989 über Besoldung und berufliche Vorsorge der Magistrats- personen derart abzuändern, dass die Besoldungen der Mit- glieder des Bundesrates, des Bundeskanzlers und der Mitglie- der des Bundesgerichtes um mindestens 30 Prozent gesenkt werden.

Antrag Darbellay Abs. 2

Der Bund erlässt für die eidgenössischen Räte eine Vorsorge- regelung.

Art. 7

Proposition du Bureau Adhérer au projet du Bureau

Proposition Pini Al. 2

.... ouvrant droit à la rente AVS. En cas d'indigence ....

Al. 3

Considérant les répercussions financières éventuelles, la loi fédérale du 6 octobre 1989 concernant les traitements et la prévoyance professionnelle des magistrats et l'arrêté fédéral du même jour doivent être revus dans la mesure où les traite- ments des membres du Conseil fédéral, du chancelier de la Confédération et des membres du Tribunal fédéral peuvent être diminués d'au moins 30 pour cent.

Développement par écrit

Je souhaite éviter les critiques politiques liées à la possibilité de capitaliser en une seule fois la rente proposée et cela pour des raisons évidentes de nature financière, psychologique et politique actuelle. Je veux éviter actuellement de mettre à contribution, même de manière peu importante, les finances de la Confédération (c.f. réponse du 13 juin 1994 du Conseil fédéral) au sujet de l'application de l'initiative parlementaire, et de l'arrêté y relatif, sur la réglementation de la prévoyance pour les députés.

La révision de la loi et de l'arrêté fédéral concernant les traite- ments et la prévoyance professionnelle des magistrats men- tionnée dans les propositions, pour des fonctions permanen- tes, dont les traitements sont déjà aujourd'hui très élevés peut s'effectuer, en procédant à une diminution de 30 pour cent au maximum des traitements actuels de façon à compenser les dépenses qui découlent de la prévoyance professionnelle des députés.

Proposition Darbellay Al. 2

La Confédération institue un régime de prévoyance pour les Chambres fédérales

Développement par écrit

Remplacement d'un régime de retraite par un régime de pré- voyance, avec rente d'invalidité et rentes pour survivants. En compensation, la rente maximale serait réduite de 2000 francs à 1500 francs par mois.

Selon les explications du Bureau, il est nécessaire de combler les lacunes de prévoyance que pourrait provoquer le fait d'être parlementaire fédéral durant un certain nombre d'années.

Le Bureau se contente cependant d'un régime de retraite. Il paraît peu cohérent d'estimer qu'il peut y avoir besoin d'un

complément de retraite dès 65 ans et d'estimer que ce besoin n'existe ni en cas d'invalidité ni pour les survivants. Un invalide de 50 ans a au moins autant de besoins qu'un retraité de 65 ou 70 ans.

Je propose donc de compléter le régime de prévoyance et de réduire, en compensation, la rente maximale à 1500 francs par mois au lieu de 2000 francs. La rente d'invalidité devrait être égale à la rente de retraite; la rente au conjoint survivant pour- rait en représenter le 60 pour cent et la rente pour enfant le 20 pour cent. Les dépenses pour la Confédération seraient du même ordre de grandeur que celles prévues dans le projet.

Abs. 1 -Al. 1 Angenommen - Adopté

Abs. 2 -Al. 2

Hess Peter (C, ZG), Berichterstatter: Ich komme zuerst zum Antrag Darbellay. Im Zusammenhang mit seinem Antrag auf eine Änderung von Artikel 7 Absatz 2 des Gesetzentwurfes (A) müssen Sie sehen, dass Herr Darbellay beim Beschlussent- wurf (B) eine Änderung des Grundsatzkonzeptes beantragt. Er möchte nämlich das blosse Ruhegehalt um eine Hinterlas- senen- und Invalidenentschädigung ergänzen und zu deren Finanzierung das Ruhegehalt von 2000 Franken auf 1500 Franken reduzieren.

Das Büro lehnt diesen Antrag ab, weil die Kosten in der kurzen Zeit nicht abschliessend berechnet werden konnten. Wir mei- nen aber, dass wesentlich mehr Kapital erforderlich wäre, um die zusätzlichen Leistungen, die Herr Darbellay wünscht, fi- nanzieren zu können.

im übrigen habe ich in meinem Eintretensreferat bereits darauf hingewiesen, dass alle Parlamentsmitglieder, die im Sinne des Antrages Darbellay eine Ausweitung des Leistungsange- botes wünschen, den Vorsorgebeitrag von 5000 Franken be- ziehen und diesen Beitrag in eine BVG-Vorsorgeeinrichtung, die dann erweiterte Leistungen beinhalten würde, einbringen können.

Zum Antrag Pini. Herr Pini möchte die Möglichkeit des Bezugs einer einmaligen Kapitalabfindung streichen. Es ist ein politi- scher Entscheid, ob wir in unserem Vorsorgekonzept eine Ka- pitalabfindung ermöglichen wollen. Die Überlegung des Bü- ros ging dahin, man wolle jüngeren Parlamentsmitgliedern, die aus dem Amt ausscheiden, durch die Leistung der Kapital- abfindung den Wiedereintritt ins Berufsleben bzw. den Einkauf in eine Vorsorgeeinrichtung erleichtern.

Mit Herrn Darbellay - ich werde das bei der Behandlung des Beschlussentwurfes noch einmal ausführen - sind wir im Büro einhellig der Meinung, dass man die Bezugsberechtigung «aus optischen Gründen» auf die Zeit bis zum 55. Altersjahr beschränken sollte; dies in Abänderung des ursprünglichen Antrags des Büros.

Wir meinen aber, dass der Antrag Pini zu Artikel 7 Absatz 2 des Gesetzentwurfes über das Ziel hinausschiesst, und empfehlen Ihnen, beide Anträge zu dieser Bestimmung, Darbellay und Pini, abzulehnen.

Couchepin Pascal (R, VS), rapporteur: M. Darbellay fait toute une série de propositions à l'article 7 qui ont pour but, selon lui, de combler une lacune du système.

On peut discuter pour savoir s'il y a lacune du système, mais ce qu'il faut d'abord constater, c'est qu'on introduit un sys- tème, ce qui constitue déjà une amélioration par rapport à la situation antérieure. Doit-on, à cette occasion, prévoir tous les cas, avec certainement des coûts financiers plus importants, même si M. Darbellay propose de réduire la rente maximale de 2000 à 1500 francs par mois? C'est une question d'appré- ciation.

Pour ce qui nous concerne, nous pensons que, dans les cir- constances actuelles, il ne faut pas aller si loin. Le projet du Bureau tient compte du statut particulier des parlementaires et ne correspond pas, en effet, à la réglementation ordinaire des caisses de retraite. Mais c'est ainsi qu'on l'a voulu, aussi pour limiter les coûts et restreindre les dépenses pour la Confédéra- tion.

1095 Parlamentarische Initiative. Parlamentsmitglieder. Vorsorge

  1. Juni 1994 N

C'est la raison pour laquelle nous vous proposons de ne pas entrer en matière sur la proposition Darbellay à l'article 7. En revanche, à l'article 7a, nous allons lui donner satisfaction et nous défendrons sa proposition. Mais pour toute la pre- mière partie de sa proposition, à l'article 7 alinéa 2 de l'arrêté A, et aux articles 7 alinéa 2 et 7a alinéa 4 de l'arrêté B, nous vous demandons de vous en tenir à la proposition res- trictive du Bureau.

Präsidentin: Wir kommen zur Abstimmung über den Antrag Darbellay. Damit wird gleichzeitig über die Anträge Darbellay zu folgenden Artikeln von Beschluss B entschieden: Artikel 7 Absatz 2; 7a Absatz 4; 7b Absatz 1 (die schriftliche Begrün- dung von Herrn Darbellay gilt für diese Bestimmungen eben- falls).

Es verbleiben nachher noch zwei weitere Anträge Darbellay, über die später separat abgestimmt wird.

Erste Abstimmung - Premier vote Für den Antrag des Büros 101 Stimmen Für den Antrag Darbellay 16 Stimmen

Zweite Abstimmung - Deuxième vote Für den Antrag des Büros 100 Stimmen Für den Antrag Pini 11 Stimmen

Abs. 3 -Al. 3

Hess Peter (C, ZG), Berichterstatter: Herr Pini beantragt eine andere Formulierung als das Büro; er sieht eine Übergangsre- gelung vor. Wir müssen darüber nicht lange sprechen. Ich habe Ihnen deutlich dargelegt, dass die Stellungnahme des Bundesrates, hinter der zum Teil auch etwas die Feder von Herrn Bundespräsident Stich zu vermuten ist, bei uns Unwillen hervorgerufen hat. Der Antrag Pini ist sicher nur als Reaktion, als Retourkutsche, auf diese Stellungnahme zu verstehen. Wir wollen fair sein und lehnen diesen Antrag auch ab.

Abstimmung - Vote Für den Antrag des Büros Für den Antrag Pini

82 Stimmen 39 Stimmen

Ziff. Il Antrag des Büros Zustimmung zum Entwurf des Büros

Ch. Il Proposition du Bureau Adhérer au projet du Bureau

Angenommen - Adopté

Namentliche Gesamtabstimmung Vote sur l'ensemble, par appel nominal

Für Annahme des Entwurfes stimmen - Acceptent le projet: Aguet, Allenspach, Bär, Béguelin, Berger, Binder, Bircher Pe- ter, Bischof, Bonny, Borel François, Borradori, Bühler Simeon, Bühlmann, Bundi, Bürgi, Caccia, Carobbio, Cavadini Adriano, Columberg, Couchepin, Danuser, David, Diener, Dormann, Dünki, Eggenberger, Eggly, Engler, Fehr, von Felten, Fischer- Hägglingen, Fischer-Sursee, Frey Claude, Friderici Charles, Gonseth, Graber, Grendelmeier, Gros Jean-Michel, Gross An- dreas, Grossenbacher, Hafner Rudolf, Hafner Ursula, Häm- merle, Hess Otto, Hess Peter, Hildbrand, Hollenstein, Huba- cher, Iten Joseph, Jaeger, Jäggi Paul, Jeanprêtre, Jöri, Keller Anton, Keller Rudolf, Ledergerber, Leu Josef, Leuba, Maeder, Marti Werner, Mauch Ursula, Meier Hans, Miesch, Müller, Ne- biker, Ostermann, Reimann Maximilian, Ruffy, Rutishauser, Sandoz, Savary, Scherrer Werner, Scheurer Rémy, Schmid Peter, Schmidhalter, Schmied Walter, Schnider, Segmüller, Seiler Rolf, Stalder, Stamm Judith, Steffen, Strahm Rudolf, Stucky, Suter, Tschäppät Alexander, Vollmer, Weder Hans- jürg, Wiederkehr, Wittenwiler, Zbinden, Züger, Zwahlen, Zwy- gart (94)

Dagegen stimmen - Rejettent le projet:

Borer Roland, Bortoluzzi, Camponovo, Chevallaz, Comby, Darbellay, Deiss, Dreher, Epiney, Eymann Christoph, Fritschi Oscar, Giezendanner, Jenni Peter, Kern, Lepori Bonetti, Mai- tre, Mamie, Moser, Perey, Pini, Poncet, Raggenbass, Ruck- stuhl, Scherrer Jürg, Seiler Hanspeter, Spielmann, Steine- mann, Theubet, Tschopp, Wyss William, Zisyadis (31)

Der Stimme enthalten sich - S'abstiennent:

Bäumlin, Bezzola, Dettling, Fankhauser, Fischer-Seengen, Frey Walter, Heberlein, Hegetschweiler, Leuenberger Ernst, Loeb François, Misteli, Narbel, Oehler, Spoerry, Steiger Hans, Vetterli, Weyeneth (17)

Abwesend sind - Sont absents:

Aregger, Aubry, Baumann, Baumberger, Blatter, Blocher, Bo- denmann, Brügger Cyrill, Brunner Christiane, Bührer Gerold, Caspar-Hutter, Cincera, Daepp, de Dardel, Ducret, Duvoisin, Fasel, Früh, Giger, Gobet, Goll, Gysin, Haering Binder, Hari, Herczog, Kühne, Leemann, Leuenberger Moritz, Maspoli, Matthey, Mauch Rolf, Maurer, Meier Samuel, Meyer Theo, Mühlemann, Nabholz, Neuenschwander, Philipona, Pidoux, Rebeaud, Rechsteiner, Robert, Rohrbasser, Ruf, Rychen, Schwab, Schweingruber, Sieber, Stamm Luzi, Steinegger, Steiner Rudolf, Thür, Tschuppert Karl, Wanner, Wick, Wyss Paul, Ziegler Jean (57)

Präsidentin, stimmt nicht - Présidente, ne vote pas: Haller (1)

B. Bundesbeschluss vom 18. März 1988 zum Entschädi- gungsgesetz B. Arrêté fédéral du 18 mars 1988 relatif à la loi sur les in- demnités parlementaires

Titel und Ingress, Ziff. I Einleitung Antrag des Büros Zustimmung zum Entwurf des Büros

Titre et préambule, ch. I introduction Proposition du Bureau Adhérer au projet du Bureau

Angenommen - Adopté

Art. 7 Antrag des Büros Zustimmung zum Entwurf des Büros

Antrag Darbellay Abs. 2 ... .oder an die Vorsorgeregelung der eidgenössischen Räte

Art. 7 Proposition du Bureau Adhérer au projet du Bureau

Proposition Darbellay Al. 2

.... ou du régime de prévoyance des Chambres ....

Angenommen gemäss Antrag des Büros Adopté selon la proposition du Bureau

Art. 7a Antrag des Büros Zustimmung zum Entwurf des Büros

Antrag Darbellay Abs. 3

.... beim Ausscheiden aus den Räten das 55. Altersjahr noch nicht erreicht haben, können zwischen Ruhegehalt und Kapi- talabfindung wählen. Die Kapitalabfindung ist innert eines Jah- res nach Ausscheiden aus dem Rat zu verlangen.

N 15 juin 1994

1096

Initiative parlementaire. Députés. Prévoyance

Abs. 4

... den Vollzug. Sie legt die Ansprüche der Ratsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen im Falle von Invalidität oder Tod fest

Art. 7a Proposition du Bureau Adhérer au projet du Bureau

Proposition Darbellay AI. 3

Les députés n'ayant pas atteint l'âge de 55 ans lorsqu'ils quit- tent leurs fonctions peuvent choisir entre une retraite et une prestation en capital. La prestation en capital doit être deman- dée dans l'année qui suit l'abandon des fonctions.

Développement par écrit

Suppression de la possibilité de recevoir un capital pour les députés quittant leurs fonctions après avoir atteint l'âge de 55 ans.

Le but de la prévoyance est essentiellement d'assurer une rente pour les vieux jours, une rente pour survivants ou en cas d'invalidité.

Dans le cas particulier, il est normal de tenir compte de parle- mentaires relativement jeunes souhaitant disposer d'un capi- tal, soit pour se réintégrer complètement dans la vie profes- sionnelle d'indépendant, soit pour opérer un rachat dans une caisse de prévoyance. A partir d'un certain âge, il n'est guère opportun de verser un capital. On a d'ailleurs vu que la seule donnée retenue par les médias était qu'un parlementaire, après 12 ans de fonction, pourrait «emporter» un capital de 262 000 francs!

Je propose donc:

  • de n'obliger aucun parlementaire à choisir la solution «capital»;

  • de permettre le choix entre rente et capital pour les parle- mentaires quittant leurs fonctions avant d'avoir atteint l'âge de 55 ans;

  • de permettre uniquement la solution «rente de retraite» aux parlementaires plus âgés.

Le coût pour la Confédération n'en est pas modifié.

Al. 4

.... l'exécution. Elle règle les droits des parlementaires et de leurs survivants en cas d'invalidité ou de décès.

Abs. 1, 2 - Al. 1, 2 Angenommen - Adopté

Abs. 3 -Al. 3

Hess Peter (C, ZG), Berichterstatter: Ich habe Ihnen bereits dargelegt, dass die Frage, bis zu welchem Alter eine Kapital- abfindung bezogen werden kann, um den Wiedereinstieg zu erleichtern, eine rein politische Frage ist. Aus eher «optischen Gründen» sind wir im Büro einstimmig der Meinung, dass man dem Antrag Darbellay zustimmen kann, um nicht den Ein- druck zu erwecken, man könne sich mit wenig Geld grosse Kapitalbeiträge quasi erschleichen.

Couchepin Pascal (R, VS), rapporteur: Le Bureau se rallie à la proposition Darbellay, qui nous paraît une amélioration, puisqu'elle ne permet pas aux députés qui quittent leurs fonc- tions après avoir atteint l'âge de 55 ans de toucher le montant de la retraite en capital, ce qui peut avoir, du point de vue opti- que, quelque chose de choquant dans certaines circonstan- ces. Seule la possibilité d'avoir une retraite pour la durée de l'existence de cet excellent parlementaire peut être retenue.

Angenommen gemäss Antrag Darbellay Adopté selon la proposition Darbellay

Abs. 4 - Al. 4 Angenommen gemäss Antrag des Büros Adopté selon la proposition du Bureau

Art. 7b Antrag des Büros Zustimmung zum Entwurf des Büros

Antrag Darbellay Abs. 1

.... mehr Amtsjahren beträgt das Ruhegehalt 1500 Franken monatlich.

Abs. 4

Zustimmung zum Entwurf des Büros (die Änderung betrifft nur den französischen Text)

Antrag Hubacher Abs. 1

Das Ruhegehalt beträgt nach 12 Jahren 12,5 Prozent des für Bundesräte nach der gleichen Amtszeit geltenden Anspruchs. Schriftliche Begründung

Zur Stellungnahme des Bundesrates vom 13. Juni 1994 möchte ich grundsätzlich bemerken, dass sie im Ton verfehlt ist und in der Sache schiefliegt. Der Nationalrat ist keine Schul- klasse und braucht sich nicht wie eine solche abkanzeln zu lassen.

Der Bundesrat bemerkt, die Parlamentsreform 1991/92 sei ver- worfen worden und mit der Vorlage des Büros werde «der Volkswille nicht hinreichend respektiert». Gleichzeitig aber gibt der Bundesrat zu, der Vorsorgeschutz sei bei der «Refe- rendumsdiskussion unbestritten geblieben». Die Belehrung über demokratisches Verhalten ist unnötig, Ton und Argumen- tation sind überheblich. Zudem muss sich der Bundesrat daran erinnern lassen, bei der Alpen-Initiative vor der Abstim- mung abgegebene mündliche und schriftliche Erklärungen nachher zum Teil entwertet zu haben. Damit hat er dem Stimm- volk ein schlechtes demokratisches Beispiel gegeben.

Der Bundesrat hält die Kosten einer Vorsorgeregelung für Par- lamentarier «nicht als tragbar.» Es ist Zeit, daran zu erinnern, dass vorläufig das Parlament noch immer der Gesetzgeber ist, auf solche Belehrungen verzichten kann und aus Gründen sei- ner Würde verzichten muss. Zudem dürfte auch dem Bundes- rat nicht entgangen sein, dass das schweizerische Parlament das billigste von ganz Westeuropa ist, San Marino und Liech- tenstein ausgenommen.

Der weitere Vorwurf des Bundesrates, «dass der Bund letztlich die gesamten Kosten für die Ruhegehaltsregelung allein zu tragen hat», ist reichlich vermessen. Die Mitglieder des Bun- desrates beziehen schon nach vier Amtsjahren ein Ruhege- halt von 192 395 Franken. Zweitens: Sie bezahlen dafür keine BVG-Prämien, d. h., der Bund hat, um in der Sprache des Bun- desrates zu bleiben, die Kosten allein zu tragen. 12,5 Prozent davon sind 24 049 Franken, nach 12 und nicht nach 4 Jahren! Angesichts dieses Sozialgefälles zwischen Exekutive und Le- gislative wäre es vom Bundesrat weise gewesen, sich nicht auf diese rüde Weise einzumischen, sondern bescheiden still zu bleiben.

Art. 7b Proposition du Bureau Adhérer au projet du Bureau

Proposition Darbellay Al. 1

La retraite s'élève à 1500 francs par mois ....

Al. 4

.... un supplément de 4 pour cent par année de fonction .... Développement par écrit

Il s'agit simplement de combler une lacune dans le texte français.

Proposition Hubacher Al. 1

La retraite s'élève, après 12 ans de mandat, à 12,5 pour cent du montant de retraite auquel les conseillers fédéraux ont droit après le même nombre d'années de fonction.

1097 Parlamentarische Initiative. Parlamentsmitglieder. Vorsorge

  1. Juni 1994 N

Hess Peter (C, ZG), Berichterstatter: Ich glaube, Sie haben alle die Begründung von Herrn Hubacher gelesen. Der Herr Bundespräsident wird sie auch noch lesen, wenn er es nicht schon getan hat. Ich hoffe, er ärgert sich nicht zu sehr darüber. Aber ich glaube, das ist ein interner Streit, der vielleicht bei ei- nem Kaffee beigelegt werden kann.

Zum Antrag selbst: Das Büro empfiehlt Ihnen, diesen Antrag abzulehnen, weil er materiell praktisch keine grosse Änderung gegenüber dem Vorschlag des Büros bringt. Es geht lediglich darum, dass Herr Hubacher, wiederum eher aus «optischen Gründen», darlegen will, in welchem Verhältnis unsere Ruhe- gehaltsbezüge zu den Ruhegehaltsbezügen des Bundesrates stehen.

Couchepin Pascal (R, VS), rapporteur: Le Bureau, qui a ap- précié à sa juste valeur le développement de la proposition Hubacher, vous engage cependant à ne pas accepter cette proposition qui introduirait une sorte de lutte des classes dans les différentes branches du pouvoir dans ce pays, ce qui n'est pas sain.

Abs. 1 - Al. 1

Präsidentin: Der Antrag Darbellay entfällt.

Abstimmung - Vote Für den Antrag Hubacher Für den Antrag des Büros

63 Stimmen 52 Stimmen

Präsidentin: Ich halte fest, dass inhaltlich das, was Herr Hu- bacher will, und das, was das Büro beantragt hat, finanziell auf dasselbe herauskommen. Es könnte aber gesetzestechnisch zum Problem werden.

Couchepin Pascal (R, VS), rapporteur: Je crois qu'il nous faut accepter un «Rückkommensantrag». Ce type de proposition, honnêtement, ne va pas et est contraire à la dignité du Parle- ment, c'est une sorte de jeu que l'on peut se permettre en fin d'après-midi. Je vous invite à accepter un «Rückkommensan- trag», et à revenir au projet du Bureau.

Il est certain que cette affaire a un petit côté déplaisant que l'on peut sublimer en le transformant en une sorte de compétition humoristique, mais je crois que le peuple suisse n'acceptera pas ce genre de proposition.

Präsidentin: Herr Hubacher hat mir soeben mitgeteilt, dass er seinen Antrag zurückzieht. Um formal ganz richtig vorzugehen, müssen wir zunächst über den Rückkommensantrag Couchepin abstimmen.

Abstimmung - Vote Für den Ordnungsantrag Couchepin Dagegen

91 Stimmen 23 Stimmen

Präsidentin: Dieser Entscheid bedeutet, dass über den An- trag Hubacher nochmals abgestimmt werden müsste. Herr Hubacher hat seinen Antrag aber inzwischen zurückgezogen.

Angenommen gemäss Antrag des Büros Adopté selon la proposition du Bureau

Abs. 2, 3 - Al. 2, 3 Angenommen - Adopté Abs. 4 - Al. 4

Präsidentin: Zu Absatz 4 von Artikel 7b liegt ein Antrag Dar- bellay vor, der nur den französischen Text betrifft.

Couchepin Pascal (R, VS), rapporteur: Nous sommes d'ac- cord avec la proposition Darbellay qui rend le texte clair. Il n'y a aucun changement de contenu, mais simplement, en fran- çais, on comprend plus clairement ce que cela veut dire.

Angenommen gemäss Antrag Darbellay Adopté selon la proposition Darbellay

Ziff. II Antrag des Büros Mehrheit

Zustimmung zum Entwurf des Büros Minderheit (Ruf) Abs. 1

.... unter Vorbehalt der Absätze 2 und 3 ... Abs. 2

.. innerhalb von 6 Monaten nach Inkrafttreten der Ruhege- haltsregelung ohne Zins dem Bund zurückerstatten. Abs. 3 (neu)

Auch ein Mitglied, das beim Austritt aus dem Rat noch nicht 45 Jahre alt ist, kann zwischen Ruhegehalt und Kapitalabfin- dung wählen. Falls die Leistung in Form einer Kapitalabfin- dung bezogen wird, so beträgt diese für die Amtsjahre vor In- krafttreten der Ruhegehaltsregelung die Hälfte des ordentli- chen Anspruchs, mindestens aber die Summe der eigenen Beiträge samt einem Zuschlag von 4 Prozent pro Amtsjahr.

Ch. II Proposition du Bureau Majorité Adhérer au projet du Bureau Minorité (Ruf) Al. 1

.... sous réserve des alinéas 2 et 3 ...

Al. 2

.... doivent rembourser, dans les six mois qui suivent l'entrée en vigueur du régime de retraite, sans intérêt .... du 18 mars 1988.

Al. 3 (nouveau)

Un député qui n'a pas encore atteint l'âge de 45 ans au mo- ment où il quitte la Chambre a également la possibilité de choi- sir entre le droit à la retraite et une prestation en capital. Si la prestation est touchée sous forme de capital, ell se monte, pour les années ayant précédé l'entrée en vigueur du régime de retraite, à la moitié de la somme à laquelle le député aurait normalement droit, mais au moins au total des contributions qu'il a versées lui-même augmentées d'un supplément de 4 pour cent pour chaque année durant laquelle il a exercé son mandat.

Präsidentin: Herr Ruf hat mir mitgeteilt, dass er seinen Antrag zurückzieht. Er hat mich gebeten mitzuteilen, das geschehe, weil der Antrag chancenlos sei.

Angenommen - Adopté

Ziff. III Antrag des Büros Zustimmung zum Entwurf des Büros

Ch. III Proposition du Bureau Adhérer au projet du Bureau

Angenommen - Adopté

Namentliche Gesamtabstimmung Vote sur l'ensemble, par appel nominal

Für Annahme des Entwurfes stimmen - Acceptent le projet: Aguet, Bär, Béguelin, Berger, Binder, Bircher Peter, Bischof, Blatter, Bonny, Borel François, Borradori, Bühler Simeon, Bühlmann, Bundi, Bürgi, Caccia, Carobbio, Cavadini Adriano, Couchepin, Danuser, David, Diener, Dormann, Dünki, Eggen- berger, Eggly, Fankhauser, Fehr, von Felten, Fischer-Hägglin- gen, Fischer-Sursee, Frey Claude, Friderici Charles, Gonseth, Graber, Grendelmeier, Gros Jean-Michel, Gross Andreas, Grossenbacher, Hafner Rudolf, Hafner Ursula, Hämmerle, Hess Otto, Hess Peter, Hildbrand, Hollenstein, Hubacher, Iten Joseph, Jaeger, Jäggi Paul, Jeanprêtre, Jöri, Keller Anton, Kel-

51-N

Initiative parlementaire. Indemnités parlementaires

1098

N 15 juin 1994

ler Rudolf, Leu Josef, Leuba, Leuenberger Ernst, Maeder, Mauch Ursula, Meier Hans, Miesch, Müller, Nebiker, Oster- mann, Reimann Maximilian, Ruffy, Rutishauser, Sandoz, Sa- vary, Scherrer Werner, Scheurer Rémy, Schmid Peter, Schmidhalter, Schmied Walter, Schnider, Segmüller, Seiler Rolf, Stalder, Stamm Judith, Steffen, Strahm Rudolf, Stucky, Suter, Vollmer, Weder Hansjürg, Wiederkehr, Wittenwiler, Zbinden, Züger, Zwahlen, Zwygart (91)

Dagegen stimmen - Rejettent le projet:

Allenspach, Borer Roland, Comby, Darbellay, Deiss, Dreher, Epiney, Eymann Christoph, Fritschi Oscar, Giezendanner, Jenni Peter, Kern, Ledergerber, Lepori Bonetti, Maitre, Moser, Perey, Pini, Poncet, Raggenbass, Ruckstuhl, Scherrer Jürg, Seiler Hanspeter, Steinemann, Theubet, Tschopp, Wyss Wil- liam (27)

Der Stimme enthalten sich - S'abstiennent:

Bezzola, Dettling, Fischer-Seengen, Heberlein, Hegetschwei- ler, Loeb François, Mamie, Marti Werner, Misteli, Narbel, Oeh- ler, Spielmann, Spoerry, Steiger Hans, Tschäppät Alexander, Zisyadis (16)

Abwesend sind - Sont absents:

Aregger, Aubry, Baumann, Baumberger, Bäumlin, Blocher, Bodenmann, Bortoluzzi, Brügger Cyrill, Brunner Christiane, Bührer Gerold, Camponovo, Caspar-Hutter, Chevallaz, Cin- cera, Columberg, Daepp, de Dardel, Ducret, Duvoisin, Engler, Fasel, Frey Walter, Früh, Giger, Gobet, Goll, Gysin, Haering Binder, Hari, Herczog, Kühne, Leemann, Leuenberger Moritz, Maspoli, Matthey, Mauch Rolf, Maurer, Meier Samuel, Meyer Theo, Mühlemann, Nabholz, Neuenschwander, Philipona, Pi- doux, Rebeaud, Rechsteiner, Robert, Rohrbasser, Ruf, Ry- chen, Schwab, Schweingruber, Sieber, Stamm Luzi, Steineg- ger, Steiner Rudolf, Thür, Tschuppert Karl, Vetterli, Wanner, Weyeneth, Wick, Wyss Paul, Ziegler Jean (65)

Präsidentin, stimmt nicht - Présidente, ne vote pas: Haller

(1)

Abschreibung - Classement

Antrag des Büros Abschreiben der parlamentarischen Vorstösse gemäss Brief an die eidgenössischen Räte Proposition du Bureau Classer les interventions parlementaires selon lettre aux Chambres fédérales

Angenommen - Adopté

An den Ständerat - Au Conseil des Etats

93.432

Parlamentarische Initiative (Stucky) Bezüge der Mitglieder der eidgenössischen Räte Initiative parlementaire (Stucky) Indemnités dues aux membres des conseils législatifs

Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN

Wortlaut der Initiative vom 28. April 1993

Gestützt auf Artikel 21bis des Geschäftsverkehrsgesetzes ver- lange ich mit einer parlamentarischen Initiative die folgenden Anpassungen im Entschädigungsgesetz und im Bundesbe- schluss zum Entschädigungsgesetz:

  1. Entschädigungsgesetz

Art. 2 Jahresentschädigung

Abs. 1

Die Mitglieder des Nationalrates erhalten eine Jahresentschä- digung von 26 000 Franken als Entgelt für allgemeine Unko- sten und Inkonvenienzen und von 24 000 Franken als Entgelt für Vorbereitungsarbeiten.

Abs. 2 (neu)

Die Inkonvenienzentschädigung kann um bis zu 10 000 Fran- ken erhöht werden bei Nachweis tatsächlich höherer Unko- sten, einer besonders langen Anfahrtszeit sowie der Beschäfti- gung einer Arbeitskraft als Hilfe oder zum Ersatz eigener Tätig- keit. Das Büro des Rates regelt die übrigen Bedingungen. Art. 3 Abs. 2 (neu)

Das Taggeld wird auf der Basis von 100 Entschädigungen pro Jahr pauschaliert. Bei einer Präsenz eines Mitgliedes von we- niger als 90 Arbeitstagen wird es entsprechend gekürzt, bei mehr als 110 Arbeitstagen bis maximal 130 Arbeitstagen nach- bezahlt Art. 6

Distanzentschädigung wird ersetzt durch Erwerbsersatz (neu).

Ratsmitglieder, die durch Ausübung ihres Mandates eine Ein- kommenseinbusse erleiden, die die Beibehaltung des bis- herigen Lebensstandards nicht mehr erlaubt, erhalten auf- grund eines Nachweises über das bisherige Arbeitseinkom- men einen Erwerbsersatz. Dieser beträgt höchstens 50 000 Franken.

Art. 7

Ruhegehalt

Die Ratsmitglieder erhalten vom ersten bis und mit achtem Amtsjahr eine jährliche Entschädigung für ihre Vorsorge und sind mit vollendetem achtem Amtsjahr zum Bezug eines Ru- hegehaltes berechtigt. Dieses richtet sich nach der Anzahl der Amtsjahre und wird mit Erreichung des 65. Altersjahres ausbe- zahlt, sofern das Mitglied dem Rat nicht mehr angehört und bei seinem Ausscheiden nicht älter als 70 Jahre alt ist.

Art. 7bis (neu)

Ausserordentliches Ruhegehalt

Erleidet ein Mitglied, das das 50. Lebensjahr überschritten hat, nachweislich wegen Ausübung seines Mandates eine Ein- busse bei seiner ordentlichen Vorsorge und verfügt es über ein geringes Einkommen, so ist es zum Bezug eines ausseror- dentlichen Ruhegehaltes berechtigt, sofern es das fünfte Amtsjahr begonnen hat.

  1. Änderungen des Bundesbeschlusses zum Entschädi- gungsgesetz Art. 2

Taggeld Das Taggeld beträgt 300 Franken und wird in vierteljährlichen Raten auf der Basis von 100 Arbeitstagen ausbezahlt

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Parlamentarische Initiative (Büro-NR) Vorsorgeregelung für Parlamentsmitglieder Initiative parlementaire (Bureau-CN) Réglementation en matière de prévoyance applicable aux députés

In

Dans

In

Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr

1994

Année Anno

Band

II

Volume

Volume

Session

Sommersession

Session

Session d'été

Sessione

Sessione estiva

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

13

Séance

Seduta

Geschäftsnummer

94.409

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum

15.06.1994 - 15:00

Date

Data

Seite

1088-1098

Page

Pagina

Ref. No

20 024 146

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Keywords

pension provisionmembers of parliamentlump sumsurvivors' benefitsinvalidity benefitstransitional ruleslegislative initiativebudget restraint

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether to enter into consideration on the Bureau's pension bill

Extracted holding

The Council entered into consideration and rejected the non-entry motions.

Extracted reasoning

A modest pension scheme was considered necessary to fill a genuine previdential gap for members of parliament, without creating a professional parliament.

Key legal question

Whether to reject the proposal and remit it to the Bureau for a narrower needy-case scheme

Extracted holding

The requests for non-entry and remand were rejected.

Extracted reasoning

The majority held that a general scheme, not only a hardship scheme, was needed to satisfy the constitutional mandate and the earlier motion.

Key legal question

Whether the pension scheme should include a lump-sum option for older departing members

Extracted holding

The Council accepted the limitation that members leaving at age 55 or older could not choose a lump sum.

Extracted reasoning

The age limit was justified for optical and political reasons; it avoided the impression of obtaining large capital sums for little contribution.

Key legal question

Whether the pension should be supplemented by invalidity and survivors' benefits

Extracted holding

The proposal was rejected in favor of a retirement-only scheme.

Extracted reasoning

The Bureau and majority considered the additional benefits too costly and beyond what could be designed in the available time.

Key legal question

Whether the final draft on parliamentary indemnities and pension rules should be adopted

Extracted holding

The Council adopted the Bureau's draft and the related amendments.

Extracted reasoning

The final text was considered modest, financially manageable, and consistent with the structure used for other magistrates.

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