Interpellation on Basel-Mulhouse flights and plutonium handling

20016496Federal Administrative Practice (VPB)Jun 23, 1988Other

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Omnilex summary

In two written interpellation responses, the Federal Council addressed questions about Basel-Mulhouse takeoff and night-flight procedures and about plutonium from the Diorit reactor at Würenlingen. On the airport issue, it explained that the new procedures were drafted by the French authority with the Federal Office of Civil Aviation and the paritary noise commission, that environmental and safety effects were being tested, that no special overflight ban was justified, and that the night-flight regime already existed. On the plutonium issue, it denied any bomb program, confirmed a 1969 transfer to Eurochemic with Canadian consent, refused disclosure of the contract, and relied on international controls.

Omnilex headnote

Air traffic procedures and night-flight restrictions at Basel-Mulhouse; participation of affected residents; plutonium from a research reactor; transfer to a reprocessing company and confidentiality of the contract. The Federal Council may explain that a new departure procedure can be trialed when coordinated with aviation and noise authorities and when local interests are represented; absent special circumstances, no overflight ban is warranted. Night-flight prohibitions remain governed by airport-specific rules, with narrowly tailored exceptions. A research reactor's plutonium by-product does not imply weapons intent; transfers of such material under international nuclear-cooperation arrangements require the consent of the country of origin, while subsequent use falls under the recipient's responsibility and international safeguards (consid. 1-5).

Full text

N 23 juin 1988

968

Interpellation Thür

Mulhouse in bezug auf das Nachtflugverbot? Werden Aus- nahmen bewilligt?

  1. Ist der Bundesrat bereit, sich dafür einzusetzen, dass bei den Konsultationen zu neuen Start- und Landeverfahren auf dem Flughafen Basel-Mulhouse auch der Schutzverband der betroffenen Bevölkerung miteinbezogen wird?

Texte de l'interpellation du 7 mars 1988

On a pu lire dans la presse que les responsables de l'aéro- port de Bâle-Mulhouse entendaient prévoir une nouvelle procédure de décollage dans le courant de cette année. Cette nouvelle procédure permettrait à certains types d'ap- pareils de survoler la ville de Bâle et les communes avoisi- nantes, au lieu de contourner l'agglomération par un grand virage en S comme le prévoit la procédure actuelle. On peut craindre que cette nouvelle procédure provoque d'une part une augmentation du bruit auquel est exposée la population de l'agglomération bâloise et d'autre part un accroissement du danger existant déjà du fait du décollage et de l'atterris- sage d'avions à proximité de zones résidentielles et de zones industrielles où se situent de nombreux entrepôts. Je demande au Conseil fédéral de bien vouloir répondre aux questions suivantes:

  1. A-t-il connaissance de la nouvelle procédure de décollage prévue? Qui a mis au point, décidé et approuvé cette nou- velle procédure? Les communes et les cantons concernés ont-ils été consultés? Des changements sont-ils aussi pré- vus en ce qui concerne la procédure d'approche ?

  2. Dans quelle mesure les décollages en droite ligne rendus possibles du fait de la nouvelle procédure pourraient-ils augmenter le bruit et le danger auxquels est exposée la population?

  3. Le Conseil fédéral est-il prêt, en application de l'article 7 de la loi fédérale sur la navigation aérienne et afin de limiter le bruit ainsi que le danger que court la population, d'inter- dire ou de limiter le survol des zones les plus peuplées de l'agglomération, des zones industrielles, des entrepôts, des hôpitaux, etc. ? Est-il disposé à intervenir pour obtenir que la moitié au moins des avions qui desservent l'aéroport de Bâle-Mulhouse effectuent leurs manoeuvres d'approche et de décollage en survolant la zone située au nord de l'aéro- port ?

  4. Quelles sont les dispositions applicables à l'aéroport de Bâle-Mulhouse en ce qui concerne l'interdiction d'atterrir et de décoller la nuit? Des dérogations sont-elles accordées? 5. Le Conseil fédéral est-il prêt à intervenir afin d'obtenir que l'association pour la protection de la population touchée puisse participer aux consultations organisées en vue de la mise au point de nouvelles procédures d'approche et de décollage pour l'aéroport de Bâle-Mulhouse ?

Mitunterzeichner - Cosignataires: Fankhauser, Fetz, Gren- delmeier, Herczog, Hubacher, Maeder, Nebiker, Ott, Thür, Weder-Basel (10)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 25. Mai 1988

Rapport écrit du Conseil fédéral du 25 mai 1988

  1. Die An- und Abflugverfahren des Flughafens Basel-Mül- hausen, wie übrigens auch diejenigen anderer Flughäfen, sollen einen sicheren, koordinierten und verzögerungs- freien Verkehrsfluss ermöglichen. Bei der Festlegung sol- cher Verfahren ist den Flugleistungen der Luftfahrzeuge, den Erfordernissen der Flugsicherung und den örtlichen Verhältnissen, namentlich der Belastung von Wohn- und Erholungsgebieten durch Fluglärm und Abgase, Rechnung zu tragen. In diesem Sinn werden die Verfahren auch dem Stand der Technik und neuen Erkenntnissen angepasst.

Von August 1984 bis August 1985 wurde ein vereinfachtes Abflugverfahren für gewisse Flugzeugtypen erprobt. Die Ergebnisse des Versuches waren insgesamt positiv, deckten

aber zusätzlich Verbesserungsmöglichkeiten für andere Verfahren auf. Zweck des nun geplanten, zweiten Versuches ist es, die kombinierte Wirkung der ersten und der neu vorgeschlagenen Aenderungen zu ermitteln. Die Verfahren wurden aufgrund eines Vorstosses in der Paritätischen Flug- lärmkommission durch die nach Staatsvertrag zuständige französische Luftfahrtbehörde in Zusammenarbeit mit dem Bundeamt für Zivilluftfahrt (BAZL) und mit weitgehender Abstimmung mit der Kommission ausgearbeitet. Die Kan- tone Basel-Stadt und Basel-Land, Anwohnergemeinden, Schutzverbände sowie das Bundesamt für Zivilluftfahrt sind · in der Kommission vertreten.

Aenderungen der Anflug- und Landeverfahren stehen zur- zeit nicht an.

  1. Es ist Sinn und Zweck des zweiten Versuches, die Auswir- kungen der vorgeschlagenen Verfahrensänderung auf die Umwelt abzuklären. In bezug auf die Gesamtlärmbelastung wird eine weitere Verbesserung erwartet. Das Sicherheitsri- siko wird durch das neue Verfahren nicht erhöht; dieses weist nach dem Start einen wesentlich längeren Geradeaus- flug auf als bisherige Verfahren. Gerade Flugwege in der Startphase sind potentiell sicherer als Kurven.

  2. Unter den gegebenen Umständen sind weder ein Ueber- flugverbot noch besondere Ueberflugbeschränkungen für die Agglomeration Basel gerechtfertigt.

Im Betrieb des Flughafens wird schon heute eine ausgewo- gene Verteilung der Starts gegen Norden und Süden ange- strebt. Eine weitere Erhöhung des Startanteils gegen Nor- den würde auch vermehrte Landungen von Süden her bewirken. Im Norden des Flughafens wird heute ungefähr doppelt soviel Verkehr abgewickelt wie im Süden, weil prak- tisch alle Anflüge von Norden her erfolgen. Wichtig ist die Startpriorität (Abflüge gegen Norden) während der Nacht; in dieser Zeit benutzen weniger als 5 Prozent des Verkehrs südliche An- oder Abflugverfahren.

  1. Im Grundsatz sehen die Nachtflugbeschränkungen für die Flughäfen Basel-Mülhausen, Genf-Cointrin und Zürich gleich aus: zwischen 22.00 und 06.00 Uhr (05.00 Uhr für Landungen) besteht eine Nachtflugsperre. Die Detailrege- lungen sind, z. B. für Charterflüge, von Flugplatz zu Flug- platz unterschiedlich. Ausnahmen sind, z. B. bei Verspätun- gen, zulässig.

  2. Wie unter Ziffer 1 erwähnt, sind Vertreter der Anwohner- schaft, darunter auch Mitglieder des Schutzverbandes, in der Paritätischen Fluglärmkommission vertreten und haben bei den Beratungen über die neuen Verfahren mitgearbeitet. Festzuhalten bleibt, dass Basel und die Schweiz den Flugha- fen brauchen.

Abstimmung - Vote

Für den Antrag auf Diskussion offensichtliche Mehrheit Minderheit

Dagegen

Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bun- desrates nicht befriedigt.

88.398

Interpellation Thür Plutonium aus Würenlingen Plutonium de Würenlingen

Wortlaut der Interpellation vom 16. März 1988 In der Fragestunde vom 14. März 1988 wies Bundesrat Cotti darauf hin, dass es nicht zutreffe, dass am EIR je Plutonium in der Bilanz gefehlt habe. Das aus dem Diorit-Reaktor des EIR bei Eurochemic wieder aufbereitete Plutonium sei vom EIR mangels Bedarf nicht zurückgefordert worden. Es sei

  1. Juni 1988

N

969

Interpellation Thür

von der Eurochemic anderweitig eingesetzt worden. Tatsa- che ist, dass das im Diorit entstandene Plutonium von besonderer Qualität war: Sein Anteil am spaltbaren Iso- top 239 betrug über 90 Prozent, wodurch es für Atomwaffen viel geeigneter war als das heutige Plutonium aus Leicht- wasserreaktoren mit einem Anteil dieses Isotops von etwa 60 Prozent. Merkwürdigerweise kann heute nicht gesagt werden, wie und wer das Diorit-Plutonium weiterverwendet hat. Merkwürdig ist auch der Umstand, dass in Würenlingen überhaupt atomwaffenfähiges Plutonium erbrütet wurde. Ich frage deshalb den Bundesrat:

  1. Aus welchen Gründen wurde im Forschungsreaktor «Dio- rit» 1960-1977 atomwaffenfähiges Plutonium erbrütet? Bestand die Absicht, auf diesem Weg das erforderliche Material für die Herstellung einer schweizerischen Atom- bombe zu beschaffen?

  2. Otto von Busekist, Leiter der Dreiergruppe, die in Mol den «Nachlass» der Eurochemic verwaltet, erinnert sich, dass 1969 ein Teil des Schweizer Plutoniums an die Alkem (wel- che ebenfalls in den Transnuklear-Skandal verwickelt ist), verkauft worden sei. Trifft dieser Sachverhalt zu? Trifft es zu, dass solche Verkäufe nur mit dem Einverständnis der Liefer- firma vorgenommen werden durften? Wurde mit dem EIR eine entsprechende Vereinbarung getroffen, nachdem der Bundesrat selber zugegeben hat, dass jenes Plutonium «anderweitig» verwendet worden ist?

  3. Wie war das Verhältnis EIR-Eurochemie vertraglich gere- gelt? Ist der Bundesrat bereit, in die entsprechenden Doku- mente Einblick zu gewähren?

  4. Kann der Bundesrat garantieren, dass das Plutonium aus dem Diorit keinem Staat weitergegeben worden ist, der es zur Herstellung einer Atombombe verwendete oder verwen- den könnte?

  5. In welcher Qualität fällt heute aus den in Betrieb stehen- den Kernkraftwerken Plutonium an? Wie wird die Kontrolle geführt über die Verwendung des aus den abgebrannten Brennstäben zurückgewonnenen Plutoniums?

Texte de l'interpellation du 16 mars 1988

A l'heure des questions du 14 mars 1988, le conseiller fédé- ral Cotti a dit qu'il était inexact que du plutonium de l'Institut fédéral de recherches sur les réacteurs (IFR) ait jamais fait défaut. Le plutonium provenant du réacteur à diorite de l'IFR et retraité à Eurochemic n'a pas été récupéré en raison d'un besoin insuffisant. C'est pourquoi Eurochemic l'aurait affecté à d'autres fins. Il reste que le plutonium généré dans la diorite était d'une qualité particulièrement bonne: son taux d'isotope 239 fissile dépassait 90 pour cent, ce qui le rendait bien plus apte à des usages militaires que le pluto- nium des réacteurs à eau légère, où le taux dudit isotope est d'environ 60 pour cent. Il est curieux qu'on ne puisse savoir par qui et comment a été utilisé le plutonium de diorite. Curieux aussi que du plutonium de qualité militaire ait même été produit à Würenlingen.

Questions au Conseil fédéral:

  1. Pourquoi a-t-on produit du plutonium de qualité militaire dans le réacteur à diorite entre 1960 et 1977? Avait-on l'intention de se procurer le matériel nécessaire à la fabrica- tion d'une bombe nucléaire ?

  2. Otto von Busekist, chef du triumvirat qui administre à Mol la «succession» d'Eurochemic, rappelle qu'en 1969 une partie du plutonium suisse a été vendue à Alkem (également impliquée dans le scandale de Transnuklear). Est-ce exact? Est-il vrai que de telles ventes ne pouvaient se faire qu'avec l'accord du fournisseur? Un accord en ce sens a-t-il été conclu avec l'IFR après l'admission du Conseil fédéral que le plutonium en question avait été «affecté à d'autres fins».

  3. Quel était le lien contractuel entre l'IFR et Eurochemie? Le Conseil fédéral est-il disposé à donner accès aux docu- ments pertinents ?

  4. Le gouvernement peut-il garantir que le plutonium de diorite n'a été remis à aucun Etat susceptible de l'utiliser pour fabriquer une bombe nucléaire ?

  5. De quelle qualité est le plutonium produit dans les centra-

les en exploitation? Comment contrôle-t-on l'usage fait du plutonium retiré des éléments fissiles usés?

Mitunterzeichner - Cosignataires: Bär, Diener, Euler, Fetz, Fierz, Günter, Hafner Rudolf, Herczog, Jaeger, Leutenegger Oberholzer, Maeder, Meier-Glattfelden, Rechsteiner, Schmid, Stocker, Weder-Basel (16)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 1. Juni 1988

Rapport écrit du Conseil fédéral du 1er juin 1988

  1. Der Reaktor Diorit wurde als Materialprüf- und For- schungsinstrument gebaut und diente dementsprechend als Strahlenquelle. Plutonium entsteht als Nebenprodukt. Es bestand nie die Absicht, auf diesem Weg Material für die Herstellung einer «schweizerischen Atombombe» zu be- schaffen.

  2. Es trifft zu, dass ein Teil des im Diorit gebildeten Pluto- niums 1969 vom EIR an die Firma Eurochemic abgetreten wurde. Weil das EIR damals dieses Plutonium nicht beno- tigte, stimmte es dieser Transaktion zu, unter der Bedin- gung, dass die Eurochemic sich verpflichtete, ihm auf Abruf eine gleiche Menge spaltbaren Plutoniums auszuliefern. Die weitere Nutzung des Spaltmaterials war eine Angelegenheit der Firma Eurochemic.

Aufgrund der zwischenstaatlichen nuklearen Zusammenar- beitsabkommen erforderte die Transaktion EIR-Eurochemic die Zustimmung des Ursprungslandes und nicht jene der Lieferfirma. Kanada als Ursprungsland des Brennstoffs, der im Diorit eingesetzt wurde, war damit einverstanden. Ein Teil der der Schweiz zustehenden Materialmenge wurde in der Zwischenzeit ans EIR zurückgeliefert. Der Rest steht nun in Belgien zum Versand bereit.

  1. Das Verhältnis EIR-Eurochemic war vertraglich geregelt. Der Vertrag aus dem Jahr 1968 betraf in erster Linie die Leistungen der Eurochemic in bezug auf Wiederaufarbei- tung sowie auf die Zahlungsverpflichtungen des EIR. Eine konkrete Vereinbarung über die Isotopenzusammensetzung des dem EIR rückgelieferten Materials war nicht vorgese- hen. Zur Gewährleistung eines sicheren Transportes sowie einer sicheren Lagerung und Verarbeitung der Brennele- mente erwähnte die Herstellerin im Vertrag firmeninterne, technische Details über die Beschaffenheit der Brennele- mente. Der Vertrag ist deshalb zum Schutz der Persönlich- keitsrechte der Firma und zur Wahrung ihrer Geschäftsge- heimnisse nicht öffentlich zugänglich.

  2. Der Bundesrat kann grundsätzlich keine Garantie über Vorgänge im Ausland abgeben. Er erachtet jedoch die Aus- fuhrkontrollen der beteiligten Staaten, das Mitspracherecht von Kanada sowie die Kontrollfunktion der Euratom und der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) als Garan- tie dafür, dass kein Diorit-Plutonium an einen Staat weiter- gegeben wurde, der es zur Herstellung einer Atombombe verwendete oder verwenden könnte.

  3. Das in den schweizerischen Kernkraftwerken erzeugte Plutonium enthält ca. 60 bis 70 Prozent spaltbare Isotope. Die Kontrolle über die Verwendung des aus den abgebrann- ten Brennelementen gewonnenen Plutoniums wird von den Staaten geführt, auf deren Hoheitsgebiet sich das Plutonium befindet. Dabei gelten die nationalen Kontrollvorschriften. Die IAEO überprüft diese Kontrollen.

Abstimmung - Vote

Für den Antrag auf Diskussion offensichtliche Mehrheit Minderheit

Dagegen

Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates nicht befriedigt.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Thür Plutonium aus Würenlingen Interpellation Thür Plutonium de Würenlingen

In

Dans

In

Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr

1988

Année

Anno

Band

II

Volume

Volume

Session

Sommersession

Session

Session d'été

Sessione

Sessione estiva

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

14

Séance Seduta

Geschäftsnummer 88.398

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum

23.06.1988 - 08:00

Date

Data

Seite

968-969

Page

Pagina

Ref. No

20 016 496

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Keywords

air traffic proceduresnight flightnoise protectionresident participationresearch reactorplutoniumnuclear safeguardsconfidential contractoverflight restrictions

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether a new takeoff procedure at Basel-Mulhouse was known, approved, and consulted upon

Extracted holding

The procedure had been developed by the French aviation authority with the Federal Office of Civil Aviation and the Paritary Aircraft Noise Commission; cantons, communes, and residents' groups were represented. No change to landing procedures was pending.

Extracted reasoning

The planned second trial aimed to assess combined effects of prior and proposed changes. The Commission included cantonal, local, and interest-group representatives.

Key legal question

Whether the planned Basel overflight and departure pattern would increase noise and danger

Extracted holding

The Federal Council stated that the trial was meant to clarify environmental effects; a further overall noise improvement was expected and safety risk would not increase.

Extracted reasoning

Straight flight after takeoff is considered potentially safer than curved flight paths, and the new procedure lengthens straight flight in the departure phase.

Key legal question

Whether overflight bans or special restrictions for the Basel agglomeration should be introduced

Extracted holding

No overflight ban or special overflight restrictions were justified under the circumstances.

Extracted reasoning

The airport already seeks a balanced north-south distribution of departures; the nighttime departure priority toward the north was emphasized.

Key legal question

Which night-flight rules apply at Basel-Mulhouse and whether exceptions are granted

Extracted holding

Night-flight restrictions are generally the same as at Geneva and Zurich: a night-flight ban exists from 22:00 to 06:00, with 05:00 for landings; exceptions are possible, for example in case of delays.

Extracted reasoning

The Federal Council described the standard regime and noted airport-specific detail rules for charter flights and similar cases.

Key legal question

Whether resident-protection groups should participate in consultations on new procedures

Extracted holding

Representatives of residents, including members of the protection association, already participated in the commission and in the deliberations.

Extracted reasoning

Because the association was already represented in the paritary commission, additional intervention was unnecessary.

Key legal question

Why military-grade plutonium was produced in the Diorit reactor and whether it was intended for a Swiss atomic bomb

Extracted holding

Diorit was built as a research and materials-testing reactor; plutonium is a by-product and there was never any intention to obtain material for a Swiss atomic bomb.

Extracted reasoning

The reactor served as a radiation source, not as a weapons-material production facility.

Key legal question

Whether a part of Swiss plutonium was sold to Alkem and under what consent requirements

Extracted holding

A part of the plutonium was transferred to Eurochemic in 1969 because EIR did not need it; Eurochemic undertook to return an equivalent amount on request, and the transaction required Canada’s consent as country of origin, which was given.

Extracted reasoning

The Federal Council explained that the further use of the material was Eurochemic's matter and that the contract did not require the supplier's consent.

Key legal question

Whether the EIR-Eurochemic contractual documents could be consulted

Extracted holding

The contract existed but was not publicly accessible because of protection of personality rights and business secrets.

Extracted reasoning

The agreement mainly regulated reprocessing services and payment obligations; technical details were confidential.

Key legal question

Whether the Federal Council could guarantee that Diorit plutonium was not transferred to a state using it for a bomb

Extracted holding

The Federal Council could not give a general guarantee for events abroad, but relied on export controls, Canada's participation, Euratom, and IAEA controls as safeguards.

Extracted reasoning

Control over such material lies primarily with the states on whose territory it is located, under national rules supervised by the IAEA.

Key legal question

What plutonium quality is produced by operating nuclear power plants and how its use is controlled

Extracted holding

Swiss nuclear power plants produce plutonium with about 60 to 70 percent fissile isotopes; control is exercised by the territorial state under national rules, with IAEA verification.

Extracted reasoning

The Federal Council distinguished reactor plutonium from Diorit plutonium and described the international control regime.

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