Federal guarantee of revised cantonal constitutions

20016165Federal Administrative Practice (VPB)Mar 9, 1988Partially Granted

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Omnilex summary

The National Council dealt with the federal guarantee of revised cantonal constitutions. On the proposal of its Petitions and Guarantee Commission, it approved Part A of the federal decree covering Nidwalden, Glarus, Schaffhausen, Graubünden and Jura. The commission considered the amendments compatible with cantonal constitutional autonomy and federal law. The Geneva part of the decree was not decided because the commission had not completed its deliberations on that canton.

Omnilex headnote

Federal guarantee of revised cantonal constitutions; compatibility with cantonal autonomy and federal law. Where the relevant cantonal amendments remain within the scope of constitutional autonomy and do not conflict with the Federal Constitution or other federal law, federal guarantee may be granted. If deliberations on a separate cantonal part are not completed, that part is deferred and not decided in the same act.

Full text

Constitutions cantonales. Garantie

220

N 9 mars 1988

dans sa nouvelle teneur, à fin 1989, début 1990. Elle produira donc ses premiers effets, compte tenu d'une inévitable période d'adaptation, en 1991. On peut faire des prévisions de même ordre pour ce qui est de la réorganisation des tribunaux fédéraux, de sorte qu'il faut prolonger l'arrêté jusqu'à la fin de 1992, soit pour trois ans. Des propositions de prolonger la durée de validité jusqu'à la fin de 1991 et jusqu'à la fin de 1993 ont été rejetées par des majorités d'environ trois contre un. La volonté manifestée en 1984 n'est ainsi pas abandonnée, puisqu'il s'agit seulement de tenir compte des faits imprévus intervenus depuis lors, en particulier de la durée de nos travaux de révision de la loi d'organisation judiciaire. La commission s'est ainsi finale- ment alignée sur la proposition du Conseil fédéral sans opposition, comme l'avait fait quelques jours plus tôt la commission du Conseil des Etats. Le plénum du Conseil des Etats - vous l'avez vu - a suivi sa commission sans opposi- tion. Il appartiendra aux deux bureaux et au Secrétariat de l'Assemblée fédérale de prendre rapidement les dispositions nécessaires pour informer les juges suppléants intéressés et déterminer la mise en place des procédures qu'appelle - si vous l'acceptez - la prolongation de la durée de validité de l'arrêté de 1984.

Je vous invite, en conclusion, à suivre votre commission, à adopter sans changement le projet du Conseil fédéral qui reprend la proposition initiale du Tribunal fédéral.

Frau Stamm, Berichterstatterin: Mit Bundesbeschluss vom 23. März 1984 wurden am Bundesgericht 15 ausserordent- liche Ersatzrichter und 6 zusätzliche Urteilsredaktoren gewählt, um der chronischen Ueberlastung des Bundesge- richtes zu steuern.

Der Bundesbeschluss wurde befristet und läuft am 31. Dezember 1988 aus. Die Meinung war damals, dass durch die Revision des Bundesgesetzes über die Organisa- tion der Bundesrechtspflege Massnahmen zur Entlastung des Bundesgerichtes geschaffen werden könnten. Es wurde erwartet, dass diese Revision bis 1988 bereits in Kraft getre- ten sei und Wirkung entfaltet habe. Dies ist nun nicht einge- troffen. Die Beratungen über die Revision des Organisa- tionsgesetzes sind immer noch im Gange. Diese Revision wird frühestens Ende 1989 oder anfangs 1990 in Kraft treten. Bis dann die Entlastungswirkungen eintreten, kann es zwei bis drei Jahre dauern.

Unter diesen Umständen schlägt uns nun der Bundesrat vor, den vorliegenden Bundesbeschluss bis Ende 1991 zu ver- längern, damit die ausserordentlichen Ersatzrichter und zusätzlichen Urteilsredaktoren ihre Arbeit weiterführen kön- nen. Gemäss Auskunft des Bundesgerichtes haben diese zusätzlichen Kräfte in den letzten Jahren zum Abbau der chronischen Pendenzen beigetragen. Es ist wichtig, dass sie das weiter tun können, bis allfällig entlastende Massnahmen des revidierten Organisationsgesetzes ihre Wirksamkeit entfalten.

Ihre Kommission hat am 9. Februar zu diesem Thema getagt und schliesst sich den Ueberlegungen des Bundesrates an. Sie beantragt Ihnen einmütig - wie zuvor Kommission und Plenum des Ständerats -, den Bundesbeschluss bis Ende 1991 zu verlängern.

In der Kommission lagen noch zwei Anträge vor, den Beschluss sogar bis 1992 bzw. 1993 zu verlängern, da ab Inkrafttreten des revidierten Organisationsgesetzes mit einer Uebergangsfrist von zwei bis drei Jahren zu rechnen ist. Diesen Anträgen hat sich die Kommission nicht ange- schlossen.

Die Kommission hat sich nur am Rande mit Ursachen und Auswirkungen der Ueberlastung unserer höchsten Gerichte befasst. Sie war der Meinung, dass diese Diskussion bereits ausführlich geführt worden ist: als der vorliegende Bundes- beschluss erstmals beraten wurde und dann wieder ausgie- big im Rahmen der Revision des Organisationsgesetzes.

Die Gründe der Ueberlastung sind hinreichend bekannt. Die Sanierung ist im Gange.

Die vorliegende Verlängerung des Bundesbeschlusses dient dazu, die Pendenzen des Bundesgerichtes nicht wieder ins

Unermessliche wachsen zu lassen, und ich beantrage Ihnen im Namen der Kommission, dieser Verlängerung zuzu- stimmen.

Präsident: Die Fraktionssprecherinnen und Fraktionsspre- cher der grünen Fraktion, der christlichdemokratischen Fraktion, der LdU/EVP-Fraktion, der SVP-, der SP- und der FDP-Fraktion lassen mitteilen, dass ihre Fraktionen zustim- men und auf das Geschäft eintreten werden.

Bundesrätin Kopp: Sie sind von den Kommissionssprechern gründlich und umfassend orientiert worden. Ich stelle fest, dass alle Fraktionen für Eintreten sind. Ich verzichte deshalb auf zusätzliche Ausführungen.

Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière

Detailberatung - Discussion par articles

Titel und Ingress, Ziff. I und il Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Titre et préambule, ch. I et II Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Angenommen - Adopté

Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble

Für Annahme des Beschlussentwurfes Dagegen

73 Stimmen 1 Stimme

An den Ständerat - Au Conseil des Etats

87.073

1

Kantonsverfassungen. Gewährleistung Constitutions cantonales. Garantie

(NW, GL, SH, GR, GE, JU)

Botschaft und Beschlussentwurf vom 30. November 1987 (BBI 1988 1, 249)

Message et projet d'arrêté du 30 novembre 1987 (FF 1988 1, 221) Beschluss des Ständerates vom 2. März 1988 Décision du Conseil des Etats du 2 mars 1988

Herr Hess Peter unterbreitet im Namen der Petitions- und Gewährleistungskommission den folgenden schriftlichen Bericht:

In Uebereinstimmung mit der Petitions- und Gewährlei- stungskommission des Ständerates beantragt die Petitions- und Gewährleistungskommission des Nationalrates die Auf- teilung des Bundesbeschlusses über die Gewährleistung der geänderten Verfassungen der Kantone Nidwalden, Gla- rus, Schaffhausen, Graubünden, Genf und Jura in einen Teil A (Gewährleistung der Kantonsverfassungen von Nid- walden, Glarus, Schaffhausen, Graubünden und Jura) und in einen Teil B (Gewährleistung der Kantonsverfassung von Genf), da die Beratungen zu Teil B noch nicht abgeschlos- sen sind.

Teil A

Die Petitions- und Gewährleistungskommission hat die Bot- schaft des Bundesrates über die Gewährleistung der geän- derten Verfassungen der Kantone Nidwalden, Glarus, Schaffhausen, Graubünden und Jura geprüft.

Motion der LdU/EVP-Fraktion

221

  1. März 1988 N

Die Kommission ist mit dem Bundesrat der Meinung, dass die Aenderungen dieser Kantonsverfassungen sich im Rah- men der kantonalen Verfassungsautonomie bewegen und weder die Bundesverfassung noch das übrige Bundesrecht verletzen.

Teil B

Die Petitions- und Gewährleistungskommission hat ihre Beratungen über die Gewährleistung der geänderten Ver- fassung des Kantons Genf noch nicht abgeschlossen.

Antrag der Kommission

Die Kommission beantragt daher einstimmig, dem Bundes- beschluss Teil A über die Gewährleistung geänderter Kan- tonsverfassungen zuzustimmen.

Proposition de la commission La commission recommande à l'unanimité d'adopter la par- tie A du projet d'arrêté fédéral accordant la garantie fédérale aux constitutions révisées de certains cantons.

Eintreten ist obligatorisch L'entrée en matière est acquise de plein droit

A. Bundesbeschluss über die Gewährleistung geänderter Kantonsverfassungen Arrêté fédéral accordant la garantie fédérale aux constitu- tions révisées de certains cantons

Detailberatung - Discussion par articles

Titel und Ingress, Art. 1 Ziff. 1 bis 4 und 6 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Titre et préambule, art. 1 ch. 1 à 4 et 6 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Angenommen - Adopté Art. 1 Ziff. 5 Antrag der Kommission Streichen

Art. 1 ch. 5 Proposition de la commission Biffer

Angenommen - Adopté

Art. 2

Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Angenommen - Adopté

Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble

Für Annahme des Beschlussentwurfes 81 Stimmen (Einstimmigkeit)

An den Ständerat - Au Conseil des Etats

B. Bundesbeschluss über die Gewährleistung der geän- derten Kantonsverfassung des Kantons Genf Arrêté fédéral accordant la garantie fédérale à la constitu- tion révisée du canton de Genève

Präsident: Die Kommission hat ihre Beratungen über die Gewährleistung der geänderten Verfassung des Kantons Genf noch nicht abgeschlossen. Wir werden daher den Beschluss B später behandeln.

An den Bundesrat - Au Conseil fédéral

86.509

Motion der LdU/EVP-Fraktion Strassenverkehrsgesetz und Umweltschutz Motion du groupe Adl/PEP Loi sur la circulation routière et protection de l'environnement

Wortlaut der Motion vom 18. Juni 1986

Der Bundesrat wird ersucht, eine generelle Ueberprüfung des Strassenverkehrsgesetzes im Hinblick auf das Umwelt- schutzgesetz zu veranlassen.

Texte de la motion du 18 juin 1986

Le Conseil fédéral est chargé de faire procéder à un réexa- men général de la loi sur la circulation routière afin de contrôler sa conformité avec la loi sur la protection de l'environnement.

Sprecherin - Porte-parole: Grendelmeier

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Nachdem sowohl das Umweltschutzgesetz als auch die Luft- reinhalteverordnung in Kraft getreten sind, wäre es an sich ein Gebot der Selbstverständlichkeit, dass sämtliche Gesetze und auch ihre Anwendung danach ausgerichtet werden. Das Strassenverkehrsgesetz bedarf jedoch einer besonderen Priorität. Es hat neu nicht nur dem Verkehrs- fluss zu dienen, sondern vor allem dem Umweltschutz.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 29. September 1986

Rapport écrit du Conseil fédéral du 29 septembre 1986 Beim Erlass des Umweltschutzgesetzes wurde geprüft, ob eine Anpassung des Strassenverkehrsgesetzes notwendig sei. Das Ergebnis der Prüfung war negativ. Auch aus heuti- ger Sicht ergibt sich, wie nachfolgend im einzelnen ausge- führt, kein anderes Resultat.

Durch das Umweltschutzgesetz sollen bestehende Regelun- gen des Bundes, die den Umweltschutz betreffen, nicht in Frage gestellt werden. Bestehende gesetzliche Vorschriften sollen vielmehr durch das Umweltschutzgesetz wirksam unterstützt und zweckmässig ergänzt werden (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über den Umweltschutz, BBI 1979, Bd. III, S. 766 und 752). Daraus wird klar ersichtlich, dass das Umweltschutzgesetz nicht darauf abzielt, generell andere Bundesgesetze (z. B. SVG) abzuändern. Die punktuell not- wendigen Anpassungen bestehender Gesetze sind in Arti- kel 66 des USG vorgenommen worden. Das SVG wird - bewusst - nicht erwähnt. Lediglich bei Verordnungen des Bundes, die - gestützt auf andere Bundesgesetze erlassen - der neuen Umweltschutzgesetzgebung widersprechen oder nicht mehr genügen, fordert das Umweltschutzgesetz zwin- gend eine entsprechende Anpassung.

Gemäss Artikel 4 Absatz 1 und Artikel 64 des Umweltschutz- gesetzes müssen indes Vorschriften über Umwelteinwirkun- gen durch Luftverunreinigungen, Lärm, Erschütterungen und Strahlen, die aufgrund anderer Bundesgesetze erlassen worden sind, den Grundsätzen des Umweltschutzgesetzes angepasst werden.

Artikel 8 Absatz 2 SVG räumt dem Bundesrat die Kompetenz ein, Anordnungen zur Vermeidung von Lärm, Staub, Rauch, Geruch und anderen schädlichen Auswirkungen des Fahr- zeugbetriebs zu treffen. Daraus ergibt sich, dass Umwelt- schutzmassnahmen auf dem Gebiete des Strassenverkehrs in die Kompetenz des Bundesrats fallen.

Artikel 8 Absatz 2 SVG enthält keine näheren Angaben über das Mass der erforderlichen Emissionsbegrenzung durch den Bundesrat. Er steht somit auch nicht im Widerspruch zu den konkreten Kriterien, die das Umweltschutzgesetz in Artikel 11 dem Bundesrat vorgibt. Deshalb genügte es, den

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Kantonsverfassungen. Gewährleistung Constitutions cantonales. Garantie

In

Dans

In

Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr

1988

Année

Anno

Band

I

Volume

Volume

Session

Frühjahrssession

Session

Session de printemps

Sessione

Sessione primaverile

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

08

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 87.073

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 09.03.1988 - 15:00

Date

Data

Seite

220-221

Page

Pagina

Ref. No

20 016 165

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Keywords

constitutional autonomyfederal guaranteecantonal constitutionsparliamentary approvalGenevapostponement

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether Part A of the federal decree granting federal guarantee to revised cantonal constitutions should be adopted.

Extracted holding

Part A was approved; the changes were considered to fall within cantonal constitutional autonomy and not to violate federal law.

Extracted reasoning

The commission agreed with the Federal Council and the Council of States that the amendments complied with cantonal autonomy and did not infringe the Federal Constitution or other federal law.

Key legal question

Whether Part B concerning Geneva should be decided at the same time.

Extracted holding

No decision was taken on Part B because the commission's deliberations were not yet completed.

Extracted reasoning

The Geneva matter was expressly postponed for later treatment.

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