Motion on AHV contribution gaps transformed into postulate

20015024Federal Administrative Practice (VPB)Dec 19, 1986Partially Granted

Extracted by Omnilex

Omnilex summary

In Motion 86.966 concerning AHV contribution gaps, the National Council took note of the Federal Council’s objections to a central registration and notification system and its willingness to examine improved information and possible corrective measures in the framework of the 10th AHV revision. The Council therefore did not accept the motion as such, but transformed it into a postulate.

Omnilex headnote

AHV contribution gaps; parliamentary motion transformed into postulate. Where the Federal Council rejects the requested binding legislative directive but signals willingness to examine the issue or partial measures, the council may reduce the parliamentary instrument from a motion to a postulate. The decisive factor is the chamber’s procedural choice as to the binding force of the request, not a judicial merits determination.

Full text

Motion Müller-Bachs

2028

N

19 décembre 1986

Le président: Vous avez reçu une liste impressionnante d'interventions personnelles. Nous prenons tout d'abord les motions.

Les auteurs dont vous avez la liste acceptent la proposition du Conseil fédéral - acceptation, rejet ou transformation en postulat - à l'exception de la motion Borel et de la motion Neuenschwander sur lesquelles nous reviendrons. M. Al- lenspach propose le rejet de la motion Borel.

86.966

Motion Bühler-Tschappina AHV. Beitragslücken AVS. Lacunes de cotisations

Wortlaut der Motion vom 10. Oktober 1986

Auf den 1. Januar 1979 hat der Bundesrat in der Verordnung über die AHV ein Teilrentensystem eingeführt, wonach bereits minimale Beitragslücken zu einer rigorosen Renten- kürzung führen können. Das trifft selbst dann zu, wenn alle Beiträge ordnungsgemäss geleistet wurden, die Meldung durch den Arbeitgeber aber unterblieben ist. Obgleich ein staatliches Meldesystem mit zentraler Datenerfassung besteht, trifft die Beweislast für die Beitragsleistung gemäss Praxis allein den Beitragspflichtigen. Eine Information über Beitragslücken erfolgt zudem nicht. Es zeigt sich, dass es den Beitragspflichtigen nach Jahrzehnten meist nicht mehr möglich ist, entsprechende Belege beizubringen.

Es erscheint in höchstem Masse stossend, wenn Rentenkür- zungen insbesondere auch dort vorgenommen werden, wo nur die Meldung gemachter Zahlungen nicht erfolgte oder wo der Pflichtige nicht vorgängig und nachweisbar auf die Folgen unterlassener Beitragszahlungen oder von Beitrags- lücken aufmerksam gemacht wurde.

Der Bundesrat wird beauftragt, die gesetzlichen Grundlagen so zu ändern, dass die erwähnten Mängel behoben werden.

Texte de la motion du 10 octobre 1986

Le 1er janvier 1979, le Conseil fédéral a introduit dans le règlement de l'AVS un système de rentes partielles selon lequel des lacunes même minimes dans le paiement des cotisations peuvent donner lieu à de sévères diminutions des rentes. Ces réductions peuvent survenir même lorsque toutes les cotisations ont dûment été versées mais que l'employeur a omis d'en informer l'autorité. Malgré l'exis- tence d'un système centralisé d'enregistrement des don- nées, la charge de la preuve du paiement des cotisations incombe selon la pratique actuelle uniquement au cotisant. En revanche celui-ci n'est pas informé des lacunes dans les cotisations, et il lui est souvent impossible de fournir les pièces nécessaires lorsque des décennies se sont écoulées. Il est extrêmement choquant que les rentes soient dimi- nuées en raison de la seule absence de communication des versements dûment effectués, ou lorsque le cotisant n'a pas été informé à temps des conséquences des lacunes dans le paiement des cotisations.

Le Conseil fédéral est chargé de modifier la base légale de manière à corriger les défauts précités.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Aliesch, Basler, Blocher, Cantieni, Fierz, Geissbühler, Hofmann, Hösli, Keller, Landolt, Müller-Scharnachtal, Müller-Wiliberg, Nebiker, Neuen- schwander, Oester, Rutishauser, Uhlmann, Wanner (18)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.

Stellungnahme des Bundesrates vom 1. Dezember 1986 Réponse du Conseil fédéral du 1er décembre 1986

Der Motionär geht offenbar von der Annahme aus, dass die den geleisteten Beiträgen entsprechenden Erwerbseinkom- men an einer zentralen Stelle aufgezeichnet werden. Dies trifft jedoch nicht zu. Der dezentralen Organisation der AHV entsprechend werden die individuellen Konten der Versi- cherten durch mehr als 100 verschiedene Ausgleichskassen geführt. Der Zusammenruf dieser Konten erfolgt erst im Rentenfall. Obwohl eine zentrale Kontenführung mit den heutigen technischen Mitteln durchaus möglich wäre, kann der Bundesrat eine solche Umstellung mit Rücksicht auf die Erfordernisse der Sicherheit und der Geheimhaltung sol- cher Daten, aber auch aus Gründen der Regionalpolitik nicht befürworten.

Wollte die AHV die einzelnen Versicherten über die für sie aufgezeichneten Erwerbseinkommen oder über allfällige Beitragslücken periodisch informieren, so müsste sie auch die Adressen der Versicherten registrieren und laufend nachführen. Zu diesem Zweck müsste ein Adressenmeldesy- stem aufgezogen werden, das nicht nur die AHV-Organe, sondern vor allem die Arbeitgeber ganz erheblich belasten würde. Nach Ansicht des Bundesrates lässt sich ein solcher administrativer Aufwand nicht rechtfertigen. Dem einzelnen Versicherten ist es zuzumuten, dass er sich periodisch bei der zuständigen Ausgleichskasse nach den Eintragungen in seinem individuellen AHV-Konto erkundigt und die Berichti- gung allfälliger Unstimmigkeiten verlangt.

Erfolgt die Beanstandung innerhalb der fünfjährigen Verjäh- rungsfrist, so wird die zuständige Ausgleichskasse mit einem Nachzahlungsverfahren die Auffüllung einer Bei- tragslücke veranlassen. Nach Ablauf dieser Frist kann das individuelle Konto nur noch berichtigt werden, wenn eine Eintragung oder deren Fehlen offensichtlich falsch ist oder wenn der Versicherte anhand von Belegen einwandfrei nachweisen kann, dass er die entsprechenden Beiträge entrichtet hat. Dabei werden einem Arbeitnehmer selbst jene Löhne in sein Konto eingetragen, auf denen ihm der Arbeit- geber die AHV/IV/EO-Beiträge abgezogen, aber unrechtmäs- sigerweise nicht an die Ausgleichskasse weitergeleitet hat. Der Bundesrat ist bereit zu prüfen, wie die Information der Versicherten über diese Zusammenhänge noch verbessert werden kann. Das von der Motion geforderte zentrale Regi- strierungs- und Meldesystem lehnt er dagegen ab. Im übri- gen ist er auch bereit, die Möglichkeit der Auffüllung von Beitragslücken durch gesetzliche Massnahmen im Rahmen der 10. AHV-Revision zu prüfen. Hiefür sei auf die Stellung- nahme zur Motion Hofmann vom 8. Oktober 1986 verwiesen.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln.

Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat

86.520

Motion Müller-Bachs Phosphatgehalt im Dünger Réduction des phosphates dans les engrais commerciaux

Siehe Seite 1471 hiervor - Voir page 1471 ci-devant

Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion Bühler-Tschappina AHV. Beitragslücken Motion Bühler-Tschappina AVS. Lacunes de cotisations

In

Dans

In

Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr

1986

Année

Anno

Band

V

Volume

Volume

Session

Wintersession

Session

Session d'hiver

Sessione

Sessione invernale

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

13

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 86.966

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 19.12.1986 - 08:00

Date

Data

Seite

2028-2028

Page

Pagina

Ref. No

20 015 024

Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

Keywords

AHVcontribution gapsmotionpostulatepension reductionnotification dutiesadministrative burden

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the motion seeking legal changes on AHV contribution gaps should be accepted, rejected, or transformed into a postulate.

Extracted holding

The motion was not accepted as a motion; it was transformed into a postulate.

Extracted reasoning

The Federal Council opposed the proposed central recording and reporting system, but was willing to examine improved information and possible legal measures in the context of the 10th AHV revision. The chamber therefore opted for a less binding procedural outcome.

Continue your research in ChatGPT or Claude

Connect Omnilex to search the legal corpus from your AI assistant.