Foreigners’ postal voting rights and federal review

20012285Federal Administrative Practice (VPB)Mar 21, 1984Other

Summary

The interpellant criticized the Federal Council for maintaining, without clear legal basis, a ban on foreigners voting by correspondence in their home countries from Switzerland and for linking this issue to voting rights for Swiss citizens abroad. The Federal Council answered that it had just completed consultation on expatriate Swiss voting, was preparing a report, and would reconsider the foreign-voting issue and possibly separate the two matters. The interpellant then declared himself only partially satisfied.

Regest

Postal voting rights of foreigners in Switzerland; Federal Council may reassess the legality and expediency of the existing prohibition in light of consultation on expatriate Swiss voting, and may decide to dissociate the two questions. Political authorities are not bound to maintain a parallel treatment of two issues merely because they are related in practice; reassessment may lead to separate handling where the legal and policy contexts differ.

Full text

Interpellation Braunschweig

346

N

21 mars 1984

ne nous permet d'intervenir sur des transactions qu'elle organiserait en dehors de Suisse entre des pays tiers.

Le président: L'auteur de l'interpellation, Mme Mascarin, n'est pas satisfaite de la réponse.

83.496 Interpellation (Alder)-Müller-Aargau. Korrespondenzwahlrecht der Ausländer Interpellation (Alder)-Müller-Argovie. Vote par correspondance des étrangers

Siehe Jahrgang 1983, Seite 1544 Voir année 1983, page 1544

Müller-Aargau: Ich habe die Interpellation von Kollege Alder übernommen und möchte versuchen, das, was Herr Alder in der Diskussion sicher gesagt hätte, in ähnlicher Weise vor- zutragen.

Das Thema «Korrespondenz wahlrecht für Ausländer» hat meinen Kollegen Alder über lange Zeit beschäftigt. Im Vor- dergrund stand für ihn die Tatsache, dass der Bundesrat den in der Schweiz wohnerden Ausländer verbietet, auf dem Korrespondenzweg ocer über ihre Konsulate an Abstimmungen in ihrer Heimat teilzunehmen, auch wenn ihnen dies gestattet wird vom Recht in ihrer Heimat. Es betrifft Portugiesen, Spanier, aber auch Franzosen und Schweden. Das Verbot des Bundesrates beruht - nach der Überzeugung von Herr Alder -· auf keiner rechtlichen Grund- lage. Es handelt sich um eire Praxis, die darauf gründet, dass der Bundesrat ganz einfach Angst hat, dass es in der Schweiz eine Art Abstimmungskampf unter diesen Auslän- dern geben könnte. Unter dern demokratischen Blickwinkel erachten wir diese Praxis als absolut haltlos. Dementspre- chend reichte Herr Alder schon im Jahre 1980 ein Postulat ein, und genau das gleiche Postulat hat auch Ständerat Generali in seinem Rat eingereicht. Die Vorstösse wurden überwiesen.

Um auf europäischer Ebene nachzudoppeln, hat Herr Alder einen entsprechenden Vorstoss im Europarat gemacht. Der Vorstoss ist überwiesen und von der Juristischen Kommis- sion bearbeitet worden. Mit der Empfehlung Nummer 951, welche von der Parlamentarischen Versammlung mit gros- sem Mehr angenommen wurde, ist das Ministerkomitee aufgefordert worden, entsprechende Schritte zu unterneh- men. Soviel zur Sachlage.

Herr Alder hat nun im Sinne einer Rückkoppelung am 22. Juni 1983 nachgedoppelt, aber die Antwort des Bundes- rates, die jetzt vorliegt, ist eineut ausweichend. Weiterhin will der Bundesrat keinen zwingenden Grund sehen, die vom Interpellanten geforderte Liberalisierung in die Tat umzusetzen. Besonders eigenartig mutet an, dass der Bun- desrat nun dieses Korrespor denzwahlrecht für Ausländer mit dem Recht der Auslandschweizer verkoppelt, ein Glei- ches tun zu können.

Wir sind weiter noch der Meinung, dass die Antwort des Bundesrates unzureichend cder unannehmbar ist, da die Empfehlung der Parlamentarischen Versammlung des Euro- parates an die Adresse der Mitgliedstaaten, und nicht an die Adresse des Ministerkomitees, gerichtet ist. Es besteht also kein Grund, nun die Weisung des Ministerkomitees abzu- warten. Indem der Bundesrat erst nach dem Beschluss des Ministerkomitees seine Haltung festlegen möchte, ignoriert er den entsprechenden Appell der Parlamentarischen Ver- sammlung des Europarates. Er setzt sich, ohne ein Wort darüber zu verlieren, über die von der Parlamentarischen Versammlung erlassene Empfehlung hinweg. Diese Miss-

achtung der Tätigkeit der Parlamentarischen Versammlung muss hier und heute angeprangert werden. Inzwischen hat die Expertenkommission die Empfehlung der Parlamentari- schen Versammlung bearbeitet; sie wird an die entspre- chenden Minister der Staaten weitergeleitet.

Man kann sich fragen, was das Bekenntnis des Bundesrates zum Europarat wert ist, beispielsweise in den neuen Regie- rungsrichtlinien, wenn der Bundesrat in derart klaren Fällen die Empfehlungen der Parlamentarischen Versammlung an die Mitgliedstaaten einfach ignoriert.

Zusammenfassend halte ich nochmals fest: Es liegen zwei Postulate aus den beiden Kammern des Parlamentes vor; eine Empfehlung der Parlamentarischen Versammlung des Europarates sowie eine Interpellation meines Kollegen Alder an den Bundesrat wegen des Korrespondenzwahlrechts für die Ausländer. Was braucht es also noch, um den Bundesrat zu veranlassen, dieses Verbot aufzuheben?

Ich erkläre mich in diesem Sinne also nicht befriedigt von der Antwort und vor allem aber von der Haltung des Bundes- rates.

M. Aubert, conseiller fédéral: Je remercie M. Müller de son intervention. Lorsque nous avons, au mois d'août 1983, répondu par écrit à l'interpellation de M. Adler, nous venions d'ouvrir une procédure de consultation sur le vote des Suisses de l'étranger, dont l'échéance avait été fixée au 30 novembre 1983, donc postérieurement à la réponse du Conseil fédéral à M. Alder.

Le Conseil fédéral est en train d'examiner les résultats de cette procédure de consultation et de préparer un rapport. C'est sur la base de ce rapport que seront élaborées les propositions qu'il présentera au sujet du vote des Suisses de l'étranger.

Le Conseil fédéral devra également réexaminer le problème du vote des étrangers en Suisse, son interdiction n'ayant pas de base légale, comme l'a relevé M. Müller. De même, le Conseil fédéral sera appelé à examiner, au vu des résultats de cette consultation, s'il y a lieu de maintenir un parallèle entre ces deux problèmes. Il est possible qu'on puisse les dissocier et traiter séparément celui du vote des étrangers en Suisse.

Le président: M. Müller est invité à déclarer s'il est satisfait ou non de la réponse du Conseil fédéral.

Müller-Aargau: Ich erwarte diesen Bericht mit Spannung und werde daraus dann die Haltung des Bundesrates erse- hen. Insofern kann ich mich teilweise befriedigt erklären.

83.582 Interpellation Braunschweig Nato-Nachrüstungsbeschluss und die Schweiz La Suisse et les mesures de l'OTAN visant au rétablissement de l'équilibre des forces en Europe

Siehe Jahrgang 1983, Seite 1864 Voir année 1983, page 1864

Diskussion - Discussion

Braunschweig: Ich habe Ende der letzten Session aus zwei Gründen um Diskussion gebeten. Der erste Grund: Seit dem 28. September 1983, da ich meine Interpellation eingereicht habe, sind etliche Monate verstrichen, und zahlreiche Entwicklungen haben sich vor unseren Augen abgespielt, an denen unser Land ebenfalls teilweise beteiligt war. Ich

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Interpellation (Alder)-Müller-Aargau. Korrespondenzwahlrecht der Ausländer Interpellation (Alder)-Müller-Argovie. Vote par correspondance des étrangers

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Jahr

1984

Année

Anno

Band

I

Volume

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Session

Frühjahrssession

Session

Session de printemps

Sessione

Sessione primaverile

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

13

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 83.496

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum

21.03.1984 - 15:00

Date

Data

Seite

346-346

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Ref. No

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