Appeal dismissed for failure to pay advance costs

ZK2 2020 3Other CourtMar 25, 2020Inadmissible

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Omnilex summary

A.________ AG appealed a district court order dissolving the company and ordering liquidation. The Kantonsgericht Schwyz did not enter into the appeal because the appellant failed to pay the ordered cost advance even after being granted an additional deadline with a warning of non-entry. The court imposed second-instance costs of CHF 300 on the appellant and refused any indemnity, noting the request was unsubstantiated and no compensable loss was shown.

Omnilex headnote

Art. 101 Abs. 3 ZPO; non-payment of an advance on costs after expiry of the additional time limit leads to non-entry on the appeal if the sanction was expressly threatened. Art. 106 Abs. 1 ZPO: where the appeal is unsuccessful for procedural default, costs are borne by the appellant. Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO: an indemnity for expenses requires substantiation and a recognizable compensable outlay; absent such showing, no compensation is awarded.

Full text

Kantonsgericht Schwyz

1

Verfügung vom 25. März 2020

ZK2 2020 3

Mitwirkend

Kantonsgerichtsvizepräsident Dr. Reto Heizmann.

In Sachen

A.________ AG, Gesuchsgegnerin und Berufungsführerin,

gegen

Handelsregister des Kantons Schwyz, Postfach 1185, Bahnhofstrasse 15, 6431 Schwyz, Gesuchsteller und Berufungsgegner, vertreten durch B.________,

betreffend

Ernennung eines Zeichnungsberechtigten (Art. 731b OR)

(Berufung gegen die Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht Küssnacht vom 18. Dezember 2019, ZES 2019 129);-

hat der Kantonsgerichtsvizepräsident,

nachdem sich ergeben und in Erwägung:

  • dass der Einzelrichter am Bezirksgericht Küssnacht mit Verfügung vom 18. Dezember 2019 die Gesuchsgegnerin auflöste und deren Liquidation nach den Vorschriften über den Konkurs anordnete, nachdem er festgestellt hatte, dass die Organe der Gesuchsgegnerin nicht gesetzmässig besetzt waren

(vgl. angef. Verfügung);

  • dass die Gesuchsgegnerin mit als Berufung entgegengenommener Beschwerde vom 16. Januar 2020 diesen Entscheid beim Kantonsgericht anfocht (KG-act. 1);

  • dass die Gesuchsgegnerin mit Verfügung vom 17. Januar 2020 aufgefordert wurde, bis spätestens am Montag, 3. Februar 2020 einen Kostenvorschuss von Fr. 2’000.00 zu bezahlen, die Gesuchsgegnerin den Kostenvorschuss innert Frist jedoch nicht leistete (KG-act. 3);

  • dass der Gesuchsgegnerin mit Verfügung vom 10. Februar 2020 gestützt auf Art. 101 Abs. 3 ZPO eine Nachfrist zur Leistung des Kostenvorschusses bis zum Dienstag, 25. Februar 2020 angesetzt und ihr für den Unterlassungsfalle Nichteintreten auf die Berufung angedroht wurde (KG-act. 15);

  • dass die Gesuchsgegnerin den Kostenvorschuss innert der angesetzten Nachfrist ebenso wenig bezahlte, weshalb androhungsgemäss auf die Berufung nicht einzutreten ist (Art. 101 Abs. 3 ZPO);

  • dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten gestützt auf Art. 106 Abs. 1 ZPO der Gesuchsgegnerin aufzuerlegen sind;

  • dass der Gesuchsgegnerin, sollte deren Antrag „unter Kostenfolgen“ überhaupt einen Antrag auf Parteientschädigung darstellen (KG-act. 7, vgl. dagegen ihren Antrag im vorinstanzlichen Verfahren, Vi-act. 1), mangels Begründung keine Umtriebsentschädigung auszurichten ist (Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO), zumal aus den Akten nicht hervorgeht, dass ihr ein Verdienstausfall o.ä. entstanden wäre;

  • dass das Nichteintreten auf eine Berufung gestützt auf § 40 Abs. 2 JG i.V.m. § 41 Abs. 1 JG in die Kompetenz des Vorsitzenden fällt;-

verfügt:

1. Auf die Berufung wird nicht eingetreten.

2. Die zweitinstanzlichen Kosten von Fr. 300.00 werden der Gesuchsgegnerin auferlegt.

3. Entschädigungen werden nicht gesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Massgabe von Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes *Beschwerde in Zivilsachen * beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; die Beschwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. Der Streitwert übersteigt Fr. 30'000.00.

5. Zufertigung an die Gesuchsgegnerin (1/R), den Gesuchsteller (1/R) und die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/R, mit den Akten) und an die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv).

Der Kantonsgerichtsvizepräsident

Versand

25. März 2020 kau

Keywords

appealcost advancenon-entrycourt costsparty compensationprocedural default

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the appeal should be entered into despite non-payment of the cost advance.

Extracted holding

No. Because the appellant did not pay the cost advance even within the additional time limit, the court had to refuse entry on the appeal.

Extracted reasoning

After the initial deadline and the Art. 101(3) ZPO grace period expired without payment, the consequence announced in the warning had to follow.

Key legal question

How the second-instance court costs should be allocated.

Extracted holding

The second-instance court costs were imposed on the appellant.

Extracted reasoning

As the appellant failed in the proceedings, costs follow the outcome under Art. 106(1) ZPO.

Key legal question

Whether an indemnity for expenses should be awarded to the appellant.

Extracted holding

No indemnity was awarded.

Extracted reasoning

Any request for compensation was insufficiently substantiated; moreover, the file showed no loss of earnings or similar expense.

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