Appeal against bankruptcy opening declared inadmissible

BEK 2019 68Other CourtApr 25, 2019Dismissed

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Omnilex summary

The Kantonsgericht Schwyz heard an appeal by A. against the bankruptcy opening ordered by the Bezirksgericht Schwyz at the request of B. SA. The appellant had been invited to pay an advance and to prove, by 5 April 2019 and 12 April 2019 respectively, payment, deposit, creditor waiver, and solvency. He failed to submit any evidence or appeal arguments. The court therefore held that the appeal could not be entered into and declined to award compensation to the respondent. Appeal proceedings costs of CHF 300 were waived.

Omnilex headnote

Art. 174 Abs. 2 SchKG, Art. 320 ZPO; appeal against bankruptcy opening, requirements for reversal and substantiation. The bankruptcy opening may be lifted on appeal only if the debtor proves by documents that the debt, including interest and costs, has been paid or deposited, or that the creditor has waived bankruptcy, and additionally makes solvency plausible. These prerequisites must be met within the appeal period; absent such proof, the appellate court cannot examine the merits. A complaint lacking cognizable appeal grounds under Art. 320 ZPO is likewise inadmissible. If the respondent does not seek compensation, no indemnity is awarded.

Full text

Kantonsgericht Schwyz

1

Verfügung vom 25. April 2019

BEK 2019 68

Mitwirkend

Kantonsgerichtsvizepräsidentin lic. iur. Daniela Pérez-Steiner.

In Sachen

A.________, Gesuchsgegner und Beschwerdeführer,

gegen

B.________ SA, Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin,

betreffend

Konkurseröffnung

(Beschwerde gegen die Verfügung der Einzelrichterin am Bezirksgericht Schwyz vom 25. März 2019, ZES 2019 116);-

hat die Kantonsgerichtsvizepräsidentin,

nachdem sich ergeben und in Erwägung:

  • dass die Einzelrichterin am Bezirksgericht Schwyz mit Verfügung vom 25. März 2019 entsprechend dem Begehren der Gesuchstellerin in der Betreibung Nr. xx des Betreibungsamtes Schwyz für eine Forderung von Fr. 687.75 nebst 5% Zins seit 1. November 2017 (Prämien KVG 10-2017 / 12-2017), Fr. 50.00 administrative Spesen, Fr. 1'933.70 Beteil. KVG: A.________) und Fr. 73.30 Kosten des Zahlungsbefehls über A.________, Einzelunternehmen C.________ mit Wirkung per 25. März 2019, 14.00 Uhr, den Konkurs eröffnete;

  • dass A.________ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 27. März 2019 hiergegen rechtzeitig Beschwerde erhob (Eingang beim BG Schwyz: 28. März 2019) und sinngemäss die Aufhebung des Konkurses beantragte mit der Begründung, dass sein Vorschlag, die laufenden Prämien ab 1. Oktober 2018 bis heute (ca. Fr. 2'000.00) sowie den Restbetrag in 4-5 Raten zu bezahlen, was er so getan habe, abgelehnt worden sei, weshalb er vorschlage, den Konkurs zu stoppen und eine Zahlungsvereinbarung auszuarbeiten bis Dezember 2019, um den Restbetrag zu begleichen;

  • dass mit Verfügung vom 1. April 2019 unter anderem der Beschwerdeführer zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 750.00 bis spätestens 16. April 2019 aufgefordert wurde, unter Vorbehalt einer Nachfristansetzung gemäss Art 101 Abs. 3 ZPO, sowie dem Beschwerdeführer Gelegenheit gegeben wurde, bis zum Ablauf der gesetzlichen Beschwerdefrist am 5. April 2019 die Betreibungsforderung von total Fr. 3'100.00 (inkl. erstinstanzliche Gerichtskosten) beim Kantonsgericht zu hinterlegen oder einen Verzicht der Gläubigerin auf Konkursdurchführung vorzulegen und bis spätestens am 12. April 2019 seine Zahlungsfähigkeit im Sinne von Art. 174 Abs. 2 SchKG glaubhaft zu machen, alles unter der Androhung dass im Unterlassungsfall aufgrund der Akten entschieden werde (zum Ganzen KG-act. 3 Dispositivziff. 3 und 4);

  • dass der Beschwerdeführer weder den Kostenvorschuss leistete noch innerhalb der gesetzlichen Rechtsmittelfrist bzw. gerichtlichen Frist Belege einreiche und/oder sich vernehmen liess;

  • dass die Beschwerdeinstanz nach Art. 174 Abs. 2 SchKG die Konkurseröffnung aufheben kann, wenn die Schuldnerin *erstens * durch Urkunden beweist, dass * inzwischen * die Schuld, einschliesslich Zinsen und Kosten, getilgt (Ziff. 1) oder der geschuldete Betrag zuhanden des Gläubigers hinterlegt ist (Ziff. 2) oder der Gläubiger auf die Durchführung des Konkurses verzichtet hat (Ziff. 3) und * zweitens * ihre Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht;

  • dass präsidial auf die Beschwerde nicht einzutreten ist (§ 40 Abs. 2 JG i.V.m. § 41 Abs. 1 JG), weil der Beschwerdeführer – worüber er bereits in der Rechtsmittelbelehrung der angefochtenen Verfügung belehrt worden ist (vgl. Dispositivziff. 4) – innert der Rechtsmittelfrist, d.h. vorliegend bis 5. April 2019 die Verwirklichung eines Konkursaufhebungsgrunds (bzw. Novums) im Sinne von Art. 174 Abs. 2 Ziff. 1 bis 3 SchKG (Zahlung oder Hinterlegung der Schuld und Kosten oder Konkursverzicht der Gläubigerin) nicht durch Urkunden bewies und bis 12. April 2019 ebenso wenig seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft machte;

  • dass davon abgesehen der Beschwerdeführer keine Beschwerdegründe nach Art. 320 ZPO geltend macht, weshalb auch auf die insofern nicht begründete Beschwerde (präsidial) nicht einzutreten ist (§ 40 Abs. 2 JG i.V.m. § 41 Abs. 1 JG; BGer 5A_82/2013 vom 18. März 2013 E. 3.3);

  • dass mangels eines Antrags der Beschwerdegegnerin die Zusprechung einer (Umtriebs-)Entschädigung für das Beschwerdeverfahren zu entfallen hat;-

verfügt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Auf die Erhebung der Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 300.00 wird verzichtet.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Massgabe von Art. 113 ff. des Bundesgerichtsgesetzes *Verfassungsbeschwerde * beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; vorbehalten bleibt die Geltendmachung einer Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung mit * Beschwerde in Zivilsachen * gemäss Art. 72 ff. BGG, die in der gleichen Rechtsschrift bzw. bei alleiniger Einlegung innert derselben Frist einzureichen ist. Die Beschwerdeschrift muss Art. 42 BGG entsprechen. Der Streitwert beträgt Fr. 687.75.

4. Zufertigung an den Beschwerdeführer (1/R), die Beschwerdegegnerin (1/R), das Konkursamt Schwyz (1/R), das Betreibungsamt Ingenbohl (1/R), das Handelsregister des Kantons Schwyz (1/R) und an die Vor­instanz (1/A, vorab und 1/R, nach definitiver Erledigung mit den Akten) sowie an die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv).

Die Kantonsgerichtsvizepräsidentin

Versand

25. April 2019 kau

Keywords

bankruptcy openingappeal inadmissibilitysolvencyproof of paymentappeal reasoningcourt costs

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the appeal against the bankruptcy opening was admissible under Art. 174 Abs. 2 SchKG.

Extracted holding

No. The appellant did not prove, within the appeal period, payment or deposit of the debt and costs, creditor waiver, or credible solvency.

Extracted reasoning

An appellate court may lift bankruptcy only if the debtor proves one of the statutory grounds by documents and also makes solvency plausible. None of these requirements were met.

Key legal question

Whether the appeal was sufficiently reasoned under Art. 320 ZPO.

Extracted holding

No. The appellant did not raise any cognizable appeal grounds.

Extracted reasoning

Because no appeal arguments were advanced, the complaint was also inadmissible for lack of reasoning.

Key legal question

Whether appeal proceedings costs should be awarded to the respondent.

Extracted holding

No costs were imposed because the respondent made no request for an award of compensation.

Extracted reasoning

Absent a request by the respondent, no indemnity for the appeal proceedings was granted.

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