Minimum number of qualified job applications per month under AVIG

ZZ.1988.42Other CourtOct 25, 1988Dismissed

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Omnilex summary

X. challenged a 3-day suspension from unemployment compensation imposed because his personal job-search efforts were deemed insufficient. The cantonal insurance court dismissed the complaint. It held that the unemployment fund may work with a general benchmark for qualified applications, here 6 to 10 per month, while still considering the individual circumstances. In X.’s case, even under the more lenient benchmark applied to him, the documented efforts were insufficient, since only three applications were shown and two were not qualified repeated applications.

Omnilex headnote

Art. 17 Abs. 1 and Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG; sufficiency of personal job-search efforts and admissibility of a general benchmark: the unemployment fund enjoys a margin of appreciation when assessing the adequacy of an insured person’s efforts and must weigh all relevant circumstances of the individual case. A rigid monthly quota is not required, but a general guideline is permissible as an orienting starting point for the assessment. A practice requiring, in principle, 6 to 10 qualified personal job-search efforts per month is not objectionable if applied flexibly and with regard to the concrete situation (consid. reasoning as summarized).

Full text

Geschäftsnummer:** ZZ.1988.42**
Instanz:Versicherungsgericht
Entscheiddatum:26.10.1988
FindInfo-Nummer:O_VS.2015.133
Titel:** AVIG - Anzahl qualifizierte persönliche Arbeitsbemühungen pro Monat**
Resümee:** Art. 17 Abs. 1 und Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG. Die Praxis der Öffentlichen Arbeitslosenkasse des Kantons Solothurn, welche vom Arbeitslosen in der Regel 6 bis 10 qualifizierte persönliche Arbeitsbemühungen pro Monat verlangt, ist als generelle Richtgrösse nicht zu beanstanden.**
SOG 1988 Nr. 42 ** Art. 17 Abs. 1 und Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG*.Die Praxis der Öffentlichen Arbeitslosenkasse des Kantons Solothurn, welche vom Arbeitslosen in der Regel 6 bis 10 qualifizierte persönliche Arbeitsbemühungen pro Monat verlangt, ist als generelle Richtgrösse nicht zu beanstanden.* Die Öffentliche Arbeitslosenkasse des Kantons Solothurn stellte den Versicherten X. wegen Fehlens eines genügenden Nachweises eigener Arbeitsbemühungen für 3 Tage in der Anspruchsberechtigung auf Arbeitslosenentschädigung ein. Das Kantonale Versicherungsgericht wies eine dagegen erhobene Beschwerde ab. Aus der Begründung: Bei der Beurteilung der Frage, ob die persönlichen Arbeitsbemühungen eines Arbeitslosen ausreichend sind oder nicht, steht der Arbeitslosenkasse ein gewisser Ermessensspielraum zu. Bei der Ausübung dieses Ermessens muss sie die gesamten Umstände des Einzelfalles heranziehen und würdigen (Situation auf dem Arbeitsmarkt, persönliche Umstände des Arbeitslosen, sein Verhalten unter dem Gesichtspunkt der Schadenminderungspflicht etc.).Man würde daher der Sache nicht gerecht, wenn man vom Arbeitslosen in jedem Fall eine konstante Anzahl Bewerbungen pro Monat verlangte. Es erscheint indessen vernünftig, wenn sich die Arbeitslosenkassen an einer Richtgrösse orientieren können, von welcher sie bei der Beurteilung des Einzelfalles ausgehen können unter Berücksichtigung der oben erwähnten Kriterien. Viele Kassen verlangen mindestens 10 bis 12 geeignete Arbeitsbemühungen pro Kalendermonat, wobei sie sich bei sehr qualifizierten Bewerbungen auch mit etwas weniger begnügen (Gerhards, Kommentar zum AVIG, N 15 zu Art. 17). Normalerweise verlangt die Öffentliche Arbeitslosenkasse des Kantons Solothurn lediglich 6 bis 10 "qualifizierte" Arbeitsbemühungen pro Monat. Dabei muss ein Arbeitsloser, der sich vorwiegend telefonisch bewirbt, mehr Bemühungen nachweisen, als derjenige, welcher sich mit vollständigen schriftlichen Bewerbungen mit Lebenslauf, Zeugnisbeilagen, Referenzen etc. auf ein Stellenangebot meldet. Diese Praxis der Arbeitslosenkasse erscheint als vernünftig und ist nicht zu beanstanden. Im vorliegenden Fall verlangte die Arbeitslosenkasse -- wohl in besonderer Würdigung der Tatsache, dass der Beschwerdeführer bereits 62 1/2 Jahre alt ist -- gar nur 4 bis 6 "gute" Bewerbungen. Der Beschwerdeführer war in den Monaten Januar und Februar 1988 insgesamt während rund eines Monats arbeitsunfähig und während rund eines Monats arbeitsfähig. Demnach hätte er für diese Zeit 4 bis 6 "gute" Arbeitsbemühungen nachweisen müssen. Diese Voraussetzung erfüllte er nicht, liegen doch insgesamt nur 3 Arbeitsbemühungen vor, von denen 2 nicht als qualifiziert bewertet werden können, da sie sich in den Monaten Dezember 1987, Januar und Februar 1988 wiederholen. Unter diesen Umständen wurde der Beschwerdeführer in der Anspruchsberechtigung auf Arbeitslosenentschädigung wegen Fehlens eines genügenden Nachweises eigener Arbeitsbemühungen zurecht eingestellt (Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG). * Versicherungsgericht, Urteil vom 26. Oktober 1988*

Keywords

unemployment insurancejob-search effortsqualified applicationssanctionburden of mitigationadministrative discretion

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the unemployment fund could use a general benchmark of 6 to 10 qualified personal job applications per month.

Extracted holding

Yes. Such a benchmark is a reasonable general guideline, provided the authority assesses the individual circumstances of the case.

Extracted reasoning

The fund has a margin of appreciation when assessing whether job-search efforts are sufficient. It must consider the overall circumstances, including the labor market, the insured person’s personal situation, and mitigation duties. A fixed monthly number is inappropriate in every case, but a general guideline is permissible.

Key legal question

Whether X. had shown sufficient qualified job-search efforts to avoid a suspension of unemployment benefits.

Extracted holding

No. Considering the relevant periods, X. had to show 4 to 6 good job applications, but he produced only 3 efforts, of which 2 were not qualified because they were repeated applications.

Extracted reasoning

Given the fund’s assessment and X.’s age and periods of incapacity, the required number of qualified efforts was not met.

Key legal question

Whether the 3-day suspension from entitlement to unemployment compensation under AVIG was justified.

Extracted holding

Yes. The suspension was imposed correctly for lack of sufficient proof of own job-search efforts.

Extracted reasoning

Failure to meet the minimum required personal job-search efforts falls under Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG.

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