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V 99 145 ΓÇó Late evidence in procurement appeal held inadmissible
V 99 145Other CourtJul 22, 1999Dismissed
The complainant in a procurement appeal attempted to prove compliance by submitting a manufacturer guarantee and a fax from A GmbH. The court held that, under § 32 öBG, only the facts and legal situation at the time of the challenged award decision matter. Because the complainant’s offer itself indicated that the relevant software still had to be created, and the supporting documents were produced only after the award, they were disregarded. Missing information required in the tender documents could not be supplied later after the award decision.
§ 32 öBG; procurement appeal; admissibility of new evidence after award decision. In review of an award decision, the decisive facts are those existing at the time of the challenged decision, unless the nature of the matter requires otherwise. Evidence created only after the award decision is irrelevant and cannot retroactively cure deficiencies in the tenderer’s offer. Where the invitation to tender expressly requires certain particulars, bidders must submit them with the offer; omissions cannot be remedied in the appeal proceedings after the award (consid. 3c).
Aus den Erwägungen:
c) Die Beschwerdeführerin macht geltend, es liege eine schriftliche Garantie des Herstellers der Schnittstelle vor und eine Faxinformation der A GmbH, dass solche Anbindungen bereits realisiert worden seien.
Gemäss § 32 öBG sind - soweit sich aus der Natur der Sache nichts anderes ergibt - für die Beurteilung der Beschwerde die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung massgebend. In der massgeblichen Offerte hat die Beschwerdeführerin unter Ziff. 7.7.4 auf die Frage: «Besteht eine Software für die Einbindung der Gruppenebene an die Leitebene von B?» handschriftlich ausgefüllt: «Wird von A GmbH erstellt.» Dies kann kaum anders verstanden werden, als dass diese Software erst noch zu erstellen sei. Die von der Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren aufgelegte «Garantieerklärung» der A GmbH datiert vom 17. Juni 1999 und der zitierte Fax vom 14. Juli 1999. Damit wurden beide Belege erst nach der angefochtenen Verfügung erstellt, womit sie unbeachtlich sind. Das Beschaffungswesen verlangt ein rasches Verfahren, womit die Teilnehmer gehalten sind, die erforderlichen Angaben, die überdies in den Ausschreibungsunterlagen hier auch ausdrücklich gefordert wurden (vgl. z.B. Ziff. 5.4), zusammen mit der Offerte einzureichen. Nach der Zuschlagsverfügung können allfällige Unterlassungen nicht mehr nachgeholt werden.