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RRE Nr. 1674 ΓÇó Denial of salary step increase for inadequate performance
RRE Nr. 1674Other CourtJun 15, 1993Confirmed
The complainant challenged the refusal of his ordinary salary step increase. He did not dispute drinking alcohol during working hours and being intoxicated. The court held that, under § 30 PG, the decisive point is objectively inadequate performance, not personal fault. Because the complainant's work performance was unsatisfactory, the increase could be refused even if the inadequacy was caused by an unexcused illness such as alcoholism.
§ 30 PG; refusal of ordinary salary step increase for inadequate performance or conduct; performance is to be assessed objectively. The employer may deny a step increase where the employee's performance is unsatisfactory, regardless of whether the deficiency is attributable to inability or unwillingness. Personal fault need not be examined if the measure is justified by objectively inadequate performance. Even if the insufficiency stems from an unexcused illness, the employee has no entitlement to the step increase unless the expected performance is satisfactorily rendered.
Materielle Voraussetzung für die Verweigerung des ordentlichen Stufenanstiegs ist Ungenügen in Leistung oder Verhalten (§ 30 PG). Im angefochtenen Entscheid wird dem Beschwerdeführer einzig eine ungenügende Leistung vorgeworfen.
Der Beschwerdeführer bestreitet in seiner Verwaltungsbeschwerde nicht, dass er während der Arbeitszeit verschiedentlich Alkohol getrunken hat und betrunken war. Ein solches Verhalten und die Leistungen eines betrunkenen Mitarbeiters können nicht zufriedenstellen.
Ob dem Beschwerdeführer ein persönliches Verschulden vorgeworfen werden kann oder ob seine Alkoholsucht auf eine "unverschuldete" Krankheit zurückzuführen ist, muss nicht geprüft werden. Der Stufenanstieg kann ihm nur gewährt werden, wenn er die von ihm erwartete Leistung zufriedenstellend erbracht hat. Bei ungenügender Leistung ist ihm der Stufenanstieg auch dann zu verweigern, wenn sein Ungenügen auf eine unverschuldete Krankheit zurückzuführen ist. Die Leistung ist ausschliesslich nach objektiven Kriterien zu beurteilen, d. h. es spielt keine Rolle, ob ein Ungenügen auf ein Nichtkönnen oder Nichtwollen zurückzuführen ist (Botschaft zum PG, GR 1986, S. 617 und 629).