Non-entry due to uncorrected appeal in AHV pension case

c-6923-2013Federal Administrative Court / Division 3Jan 28, 2014Inadmissible

Summary

The appellant challenged the SAK decision fixing his AHV old-age pension at CHF 27 per month from 1 August 2013. The Federal Administrative Court ordered him to file a properly signed corrected appeal within five days, warning that it would otherwise not enter into the case. The correction was not filed within the deadline. The court therefore issued a non-entry decision in summary single-judge proceedings. The proceedings were free of charge, and no party compensation was awarded.

Regest

Art. 52 VwVG, Art. 23 Abs. 1 lit. b VGG; uncorrected appeal after formal deficiency order. Where an appeal lacks the required signature or other mandatory formal elements, the court must set a short cure period under Art. 52(2) VwVG with a non-entry warning. If the appellant fails to remedy the defect within the prescribed time, the appeal is inadmissible and the court will not examine the merits. In AHV disputes before the Federal Administrative Court, proceedings are free of charge under Art. 85bis(2) AHVG; in such non-entry cases, no party compensation is due absent a statutory basis.

Full text

BVGer C-6923/2013

Entscheiddatum: 28.01.2014Publikationsdatum: 05.02.2014

BundesverwaltungsgerichtTribunal administratif fédéralTribunale amministrativo federaleTribunal administrativ federal Abteilung IIIC-6923/2013

Urteil vom 28. Januar 2014 Besetzung Einzelrichter Daniel Stufetti,Gerichtsschreiberin Susanna Gärtner. Parteien X._______, Deutschland, Beschwerdeführer, gegen Schweizerische Ausgleichskasse SAK, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz . Gegenstand Altersrente AHV, Einspracheentscheid SAK vom 4. November 2013.

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die Schweizerische Ausgleichskasse (SAK) die Altersrente von X._______ (nachfolgend Versicherter oder Beschwerdeführer) mit Verfügung vom 30. August 2013 auf monatlich Fr. 27.- mit Wirkung ab 1. August 2013 festsetze,

dass die SAK eine Einsprache des Versicherten mit Einspracheentscheid vom 4. November 2013 abwies und ihre Rentenverfügung vom 30. August 2013 bestätigte,

dass der Versicherte mit Eingabe vom 27. November 2013 (Postaufgabe), welche von der Vorinstanz am 4. Dezember 2013 zuständigkeitshalber dem Bundesverwaltungsgericht weitergeleitet wurde, gegen diesen Einspracheentscheid Beschwerde erhob,

dass gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) beurteilt, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,

dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten,

dass Verfügungen der Vorinstanz gemäss Art. 85bis Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG, SR 831.10) vor Bundesverwaltungsgericht anfechtbar sind,

dass die Beschwerdeschrift die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten hat (Art. 52 Abs. 1 VwVG),

dass der Beschwerdeführer mit Zwischenverfügung vom 13. Dezember 2013 aufgefordert wurde, innert 5 Tagen ab deren Eröffnung eine eigenhändig und im Original unterzeichnete Beschwerdeverbesserung nachzureichen (Art. 52 Abs. 2 VwVG), ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde,

dass dem Beschwerdeführer die Verfügung vom 13. Dezember 2013 gemäss Rückschein der Post (act. 3) am 17. Dezember 2013 zugestellt worden ist und die Frist zur Beschwerdeverbesserung somit unter Berücksichtigung des Fristenstillstands (Art. 22a Abs. 1 Bst. c VwVG) am 7. Januar 2014 abgelaufen ist (vgl. Art. 20 Abs. 1 und 3 VwVG),

dass der Beschwerdeführer innert der gesetzten Frist die Beschwerde nicht verbessert hat,

dass somit androhungsgemäss und im einzelrichterlichen Verfahren auf die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG),

dass das Verfahren kostenlos ist (vgl. Art. 85bis Abs. 2 AHVG),

dass weder dem unterliegenden Beschwerdeführer noch der obsiegenden Vorinstanz eine Parteientschädigung zuzusprechen ist (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario respektive Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

Fürs Urteilsdispositiv wird auf die nächste Seite verwiesen.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

  1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

  2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben und es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.

  3. Dieses Urteil geht an:

  •    den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
    
  •    die Vorinstanz (Ref-Nr.\_\_\_\_\_\_)
    
  •    das Bundesamt für Sozialversicherungen  
    

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Daniel Stufetti Susanna Gärtner

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

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Keywords

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