New allocation of costs after Federal Supreme Court remand

c-267-2014Federal Administrative Court / Division 3Jan 31, 2014Modified

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Omnilex summary

After the Federal Supreme Court remanded the case solely for a new allocation of costs and party compensation, the Federal Administrative Court recalculated the procedural costs in the earlier case C-3735/2009. Because the appellants ultimately failed, the court raised the costs to CHF 7,000 and charged them to the appellants, offsetting the amount against their CHF 10,000 advance and ordering a refund of CHF 3,000. It also refused to award party compensation to the successful pension fund or to the authority.

Omnilex headnote

Art. 63 and 64 VwVG; reallocation of costs after remand by the Federal Supreme Court. If the substantive outcome shows the appellants to be unsuccessful, the procedural costs are to be borne by them, subject to set-off against any advance paid and refund of any surplus. No costs may be imposed on the first-instance authority. Under Art. 64 VwVG, party compensation may be awarded only for necessary and reasonable costs of a prevailing party; occupational pension institutions as such generally have no entitlement to compensation, and the prevailing authority receives none absent special circumstances.

Full text

BVGer C-267/2014

Entscheiddatum: 31.01.2014Publikationsdatum: 13.02.2014

BundesverwaltungsgerichtTribunal administratif fédéralTribunale amministrativo federaleTribunal administrativ federal Abteilung IIIC-267/2014

Urteil vom 31. Januar 2014 Besetzung Richter Daniel Stufetti (Vorsitz),Richter Vito Valenti; Richter David Weiss,Gerichtsschreiberin Regula Hurter Urech. Parteien R._______ BUS AG und 91 weitere Konsorten, alle vertreten durch Dr. iur. Christoph Senti, Rechtsanwalt, Beschwerdeführende, gegen Pensionskasse A._______ in Liquidation, vertreten durch Dr. Hans-Ulrich Stauffer, Advokat,Beschwerdegegnerin, BBSA Bernische BVG- und Stiftungsaufsicht (vormals Bundesamt für Sozialversicherungen), Belpstrasse 48, Postfach, 3000 Bern 14, Vorinstanz . Gegenstand Neuverlegung der Verfahrens- und Parteikosten

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil C-3735/2009 vom 11. Januar 2013 die Beschwerde der Beschwerdeführenden teilweise gutgeheissen hat und Dispositivziffer 2 der angefochtenen Verfügung der Vorinstanz vom 6. Mai 2009 dahingehend geändert hat, als dass für die Abwicklung der Teilliquidation das Teilliquidationsreglement, gültig vom 1. Januar bis 31. Dezember 2005, mit Ausnahme von dessen Bestimmung gemäss Art. 2.3.3. Abs. 3 anzuwenden ist, und in Aufhebung der Dispositivziffer 4 der angefochtenen Verfügung die Sache im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen hat, damit diese nach der Erwägung 10.1 vorgehe und die Beschwerdegegnerin anweise, einen neuen Verteilungsplan zur Genehmigung vorzulegen, und schliesslich die Dispositivziffern 1, 3 und 5 der angefochtenen Verfügung bestätigt hat,

dass gegen dieses Urteil des Bundesverwaltungsgerichts die Beschwerdegegnerin am 12. Februar 2013 und die Beschwerdeführenden am 18. Februar 2013 Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht erhoben,

dass das Bundesgericht mit Urteil 9C_135/2013, 9C_136/2013, 9C_147/2013, 9C_148/2013 vom 23. Dezember 2013 die Verfahren 9C_135/2013, 9C_136/2013, 9C_147/2013, 9C_148/2013 vereinigte, die Beschwerden der Pensionskasse A._______ in Liquidation in den Verfahren 9C_135/2013 und 9C_136/2013 guthiess, die Entscheide des Bundesverwaltungsgerichts (C-3735/2009 und C-3721/2009) vom 11. Januar 2013 aufhob, die Verfügungen des Bundesamtes für Sozialversicherungen vom 6. resp. 7. Mai 2009 bestätigte und die Beschwerden der T._______ Bergbahnen AG und ihrer 17 aktiv Versicherten und Leistungsbezüger (Verfahren 9C_147/2013) sowie der R._______ BUS AG und ihrer 91 aktiv Versicherten und Leistungsbezüger (Verfahren 9C_14/2013) abwies, soweit darauf einzutreten ist,

dass das Bundesgericht im besagten Urteil die Sache an das Bundesverwaltungsgericht zwecks Neuverlegung der vorinstanzlichen Gerichtskosten und Parteientschädigungen zurückwies,

dass demzufolge über die Kostenverteilung im Verfahren C-3735/2009 im Sinne der bundesgerichtlichen Erwägungen neu zu befinden ist,

dass die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG; SR 172.021]), wobei der Vorinstanz keine Verfahrenskosten aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 2 VwVG),

dass die Beschwerdeinstanz der ganz oder teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zusprechen kann (Art. 64 Abs. 1 VwVG),

dass diesbezüglich das Eidgenössische Versicherungsgericht (heute Bundesgericht) mit Urteil vom 3. April 2000 jedoch erwogen hat, dass Trägerinnen oder Versicherer der beruflichen Vorsorge gemäss BVG grundsätzlich keinen Anspruch auf Parteientschädigung haben (BGE 126 V 149 E. 4) und für das Bundesverwaltungsgericht im vorliegenden Fall kein Anlass besteht, von dieser Regel abzuweichen,

dass angesichts des bundesgerichtlichen Urteils die Verfahrenskosten sowie die Parteientschädigungen wie folgt zu verlegen sind:

  • die im Urteil zufolge des teilweisen Obsiegens der Beschwerdeführenden reduzierten und auf Fr. 5'000.- festgesetzten Verfahrenskosten sind neu aufgrund ihres Unterliegens auf Fr. 7'000.- festzusetzen, ihnen aufzuerlegen, mit dem von ihnen geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 10'000.- zu verrechnen, und der Restbetrag von Fr. 3'000.- ist ihnen zurückzuerstatten,

  • der vollumfänglich obsiegenden Beschwerdegegnerin als Trägerin der beruflichen Vorsorge gemäss BVG ist keine Parteientschädigung zuzusprechen, ebenso wenig steht praxisgemäss der obsiegenden Vorinstanz eine Parteientschädigung zu.

(Es folgt das Urteilsdispositiv)

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

  1. Die Kosten im Verfahren C-3735/2009 gemäss Urteil vom 11. Januar 2013 werden wie folgt neu verlegt:

1.1. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 7'000.- festgesetzt, den Beschwerdeführenden auferlegt und mit dem von ihnen geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 10'000.- verrechnet. Der Restbetrag von Fr. 3'000.- wird ihnen nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.

1.2. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

  1. Dieses Urteil geht an:
  •    die Beschwerdeführenden (Gerichtsurkunde; 
    

Beilage: Rückerstattungsformular)

  •    die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde)
    
  •    die Vorinstanz (Ref-Nr. 442-097.1; Gerichtsurkunde)
    
  •    das Bundesamt für Sozialversicherungen
    
  •    die Oberaufsichtskommission BVG  
    

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Daniel Stufetti Regula Hurter Urech

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG; SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

Versand:

Keywords

cost allocationparty compensationremandpension fund liquidationadministrative appealset-offprocedural costs

Extracted by Omnilex

Key legal question

How should the procedural costs in case C-3735/2009 be reallocated after remand?

Extracted holding

The costs were fixed at CHF 7,000 and imposed on the appellants, to be set off against their advance and the balance refunded.

Extracted reasoning

After the Federal Supreme Court upheld the administrative decisions and dismissed the substantive appeals, the appellants were fully unsuccessful; under Art. 63 VwVG costs follow the losing party.

Key legal question

Is any party compensation to be awarded?

Extracted holding

No party compensation was awarded to either party.

Extracted reasoning

Under Art. 64 VwVG, a compensation may be granted to a prevailing party, but occupational pension institutions as such are generally not entitled to party compensation, and there was no reason to depart from that practice; the prevailing authority also receives none.

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