Non-entry for failure to pay cost advance in direct payments case

b-7081-2007Federal Administrative Court / Division 2Dec 4, 2007Inadmissible

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Omnilex summary

A farmer appealed a cantonal judgment concerning reduced direct payments to the Federal Administrative Court. His request for free legal aid had been denied, and he was ordered to pay a cost advance by a set deadline under pain of non-entry. Because he did not pay the advance, the court, sitting as a single judge, declined to enter into the appeal. It nevertheless waived procedural costs. The decision was notified to the appellant, the cantonal court, the first-instance department, and the cantonal standeskommission.

Omnilex headnote

Art. 23 Abs. 1 lit. b VGG; Nichtleistung des auferlegten Kostenvorschusses trotz ausdrücklicher Nicht­eintretensandrohung führt zum Nichteintreten auf die Beschwerde im einzelrichterlichen Verfahren. Die Beschwerdeinstanz kann die Verfahrenskosten nach Art. 6 lit. b VGKE erlassen, wenn deren Auferlegung nach den Umständen als unverhältnismässig erschiene. Für die Kostenauflage ist massgeblich, ob Gründe in der Sache oder in der Person der Partei eine Befreiung rechtfertigen; das materielle Anfechtungsobjekt bleibt dabei unerörtert.

Full text

BVGer B-7081/2007

Entscheiddatum: 04.12.2007Publikationsdatum: 13.12.2007

Tribunal administrativ federal

Abteilung II

B-7081/2007

{T 0/2}

Urteil vom 4. Dezember 2007

Besetzung

Einzelrichter Philippe Weissenberger,

Gerichtsschreiberin Fabia Bochsler.

Parteien

A._______,

Beschwerdeführer,

gegen

Kantonsgericht Appenzell-Innerrhoden, Abteilung Verwaltungsgericht,

Vorinstanz,

Land- und Forstwirtschaftsdepartement des Kantons Appenzell-Innerrhoden,

Erstinstanz.

Gegenstand

Kürzung Direktzahlungen.

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt:

dass das Kantonsgericht Appenzell-Innerrhoden, Abteilung Verwaltungsgericht (Vorinstanz), mit Entscheid vom 3. Juli 2007 den Rekursentscheid der Standeskommission des Kantons Appenzell-Innerrhoden vom 20. Februar 2007 und die Verfügung des Land- und Forstwirtschaftsdepartements des Kantons Appenzell-Innerrhoden (Erstinstanz) vom 28. November 2006 bestätigt hat,

dass A._______ (Beschwerdeführer) diesen Entscheid mit Beschwerde vom 18. Oktober 2007 beim Bundesverwaltungsgericht angefochten hat,

dass gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beurteilt, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,

dass als Vorinstanzen die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden gelten,

dass Verfügungen der Vorinstanz im Bereich Allgemeine Direktzahlungen vor Bundesverwaltungsgericht anfechtbar sind (Art. 33 Bst. i VGG i.V.m. Art. 166 Abs. 2 des Landwirtschaftsgesetzes vom 29. April 1998 [LwG, SR 910.1]),

dass das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Prozessführung mit Zwischenverfügung vom 24. Oktober 2007 abgelehnt und der Beschwerdeführer zur Leistung eines Kostenvorschusses bis zum 26. November 2007 aufgefordert wurde, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde,

dass der Beschwerdeführer den Vorschuss innert der gesetzten Frist nicht geleistet hat,

dass somit androhungsgemäss und im einzelrichterlichen Verfahren auf die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG),

dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können, wenn Gründe in der Sache oder in der Person der Partei es als unverhältnismässig erscheinen lassen, diese der Partei aufzuerlegen (Art. 6 Bst. b des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

Dieses Urteil geht an:

  • den Beschwerdeführer (mit Gerichtsurkunde)

  • die Vorinstanz (Ref-Nr. V 10/07; mit Gerichtsurkunde)

  • die Erstinstanz (mit Gerichtsurkunde)

  • die Standeskommission des Kantons Appenzell-Innerrhoden (zur Kenntnis; A-Post)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Philippe Weissenberger Fabia Bochsler

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 6. Dezember 2007

Keywords

direct paymentscost advancenon-entryprocedural costsfree legal aidadmissibility

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Key legal question

Whether the appeal could be entered into after the appellant failed to pay the ordered cost advance within the deadline.

Extracted holding

No; the appeal had to be left unentered after the warning period expired without payment.

Extracted reasoning

The court had already denied free legal aid and ordered an advance payment with a clear non-entry warning. Since the advance was not paid in time, the statutory consequence under Art. 23(1)(b) VGG applied.

Key legal question

Whether procedural costs should be imposed on the appellant despite the non-entry.

Extracted holding

No; no procedural costs were levied.

Extracted reasoning

Under the costs regulation, costs may be waived when reasons in the case or the person make charging them disproportionate.

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