Appeal withdrawn in France Télécom / Sunrise merger case

b-3688-2010Federal Administrative Court / Division 2Jun 7, 2010Withdrawn

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Omnilex summary

France Télécom appealed WEKO’s prohibition of the planned merger with Sunrise Communications AG, seeking annulment of the ban or authorization with or without conditions. Before the Federal Administrative Court could decide on the merits, France Télécom withdrew the appeal. The court therefore struck the proceedings out as moot in single-judge procedure and, considering the early stage of the case and the realistic chances of success, waived the levying of procedural costs.

Omnilex headnote

Art. 23 Abs. 1 lit. a VGG; withdrawal of an appeal renders the proceedings moot and leads to striking off the case. Under Art. 5 and Art. 6 VGKE, costs are in principle borne by the party causing mootness, but may be waived in whole or in part where the remedy is withdrawn without significant judicial effort or where other circumstances make a cost order disproportionate; an early procedural stage and plausible prospects of success justify waiver.

Full text

BVGer B-3688/2010

Entscheiddatum: 07.06.2010Publikationsdatum: 09.06.2010

Bundesverwaltungsgericht

Tribunal administratif fédéral

Tribunale amministrativo federale

Tribunal administrativ federal

Abteilung II

B-3688/2010

{T 1/2}

Abschreibungsentscheid vom 7. Juni 2010

Besetzung

Einzelrichter Philippe Weissenberger,

Gerichtsschreiberin Astrid Hirzel.

Parteien

France Télécom SA,

place d'Alleray 6, FR-75505 Paris cedex 15,

vertreten durch Rechtsanwälte Dr. Andràs Gurovits und/oder

lic. iur. Nicolas Birkhäuser, Niederer Kraft & Frey AG, Bahnhofstrasse 13, 8001 Zürich,

Beschwerdeführerin,

gegen

Wettbewerbskommission WEKO,

Monbijoustrasse 43, 3003 Bern,

Vorinstanz.

Gegenstand

Zusammenschlussvorhaben France Télécom SA / Sunrise Communications AG.

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die Wettbewerbskommission (WEKO; nachfolgend: Vorinstanz) mit Verfügung vom 21. April 2010 das Zusammenschlussvorhaben France Télécom SA / Sunrise Communications AG untersagt hat,

dass die France Télécom SA (nachfolgend: Beschwerdeführerin) mit Eingabe vom 20. Mai 2010 dagegen Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhoben und beantragt hat, es sei die Verfügung aufzuheben und das Zusammschlussvorhaben ohne Auflagen und Bedingungen zu genehmigen, eventualiter unter den von den beteiligten Unternehmen vorgeschlagenen Auflagen, subeventualiter unter geeigneten Auflagen und Bedingungen, zu denen die Beschwerdeführerin anzuhören sei; subsubeventualiter sei die Verfügung aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen,

dass das Bundesverwaltungsgericht für die Beurteilung der vorliegenden Streitsache zuständig ist (Art. 31, 32 sowie Art. 33 Bst. f des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]),

dass die Beschwerdeführerin mit schriftlicher Erklärung vom 7. Juni 2010 die Beschwerde vom 20. Mai 2010 zurückgezogen hat,

dass das Beschwerdeverfahren daher im einzelrichterlichen Verfahren als durch Rückzug gegenstandslos geworden abzuschreiben ist (Art. 23. Abs. 1 Bst. a VGG),

dass nach Art. 5 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) die Verfahrenskosten bei gegenstandslosen Verfahren in der Regel jener Partei auferlegt werden, deren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat,

dass jedoch die Vefahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können, wenn ein Rechtsmittel ohne erheblichen Aufwand für das Gericht durch Rückzug erledigt wird (Art. 6 Bst. a VGKE), oder andere Gründe in der Sache oder in der Person der Partei es als unverhältnismässig erscheinen lassen, ihr die Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 6 Bst. b VGKE),

dass vorliegend angesichts des frühen Verfahrensstandes und der reellen Erfolgsaussichten der Beschwerde auf die Erhebung von Verfahrenskosten verzichtet werden kann.

Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht:

Das Verfahren wird zufolge Rückzugs der Beschwerde als gegenstandslos abgeschrieben.

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

Dieser Entscheid geht an:

die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)

die Vorinstanz (Gerichtsurkunde; Beilage: Rückzugserklärung vom 7. Juni 2010)

die Sunrise Communications AG (Beilage: Rückzugserklärung vom 7. Juni 2010)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Philippe Weissenberger Astrid Hirzel

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 7. Juni 2010

Keywords

merger controlwithdrawalmootnesscourt costscompetition law

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the appeal should be struck out after withdrawal

Extracted holding

The appeal proceedings were declared moot and removed from the docket because the appellant withdrew the appeal.

Extracted reasoning

Once the appeal was withdrawn, no further adjudication was required; the case was therefore dismissed as moot in summary single-judge procedure.

Key legal question

Whether court costs should be imposed despite withdrawal

Extracted holding

No procedural costs were imposed.

Extracted reasoning

Although costs are generally borne by the party whose conduct caused mootness, the court waived costs because the withdrawal occurred at an early stage and the appeal had realistic chances of success.

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