Withdrawal of complaint ends customs search appeal

BV.2008.20Federal Criminal Court / Appeals ChamberJan 16, 2009Dismissed

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Omnilex summary

The I. Complaint Chamber of the Federal Criminal Court dealt with A.'s complaint against a customs house search and seizure. After the customs penalty proceedings against him had already ended, A. withdrew his complaint. The court held that the withdrawal terminated the pending proceedings and ordered the matter struck from the docket. It also held that A., as the unsuccessful party, had to pay the court fee, fixed at CHF 200.

Omnilex headnote

Art. 245 Abs. 1 BStP i.V.m. Art. 62 ff. and Art. 71 BGG sowie Art. 73 Abs. 1 BZP; withdrawal of a pending complaint: the declaration of withdrawal (Abstand) terminates the appellate proceedings and leads to discontinuance of the case. The party withdrawing the appeal is deemed unsuccessful and bears the costs; the court fee is to be fixed according to Art. 245 Abs. 2 BStP and the applicable fee regulation. The practice developed under the OG remains applicable under the BGG for withdrawals (consid. 1-3).

Full text

Entscheid vom 16. Januar 2009 I. Beschwerdekammer Besetzung Bundesstrafrichter Emanuel Hochstrasser, Vorsitz, Tito Ponti und Alex Staub, Gerichtsschreiberin Tanja Inniger

Parteien

A.,

Beschwerdeführer

gegen

EIDGENÖSSISCHE ZOLLVERWALTUNG, Ober- zolldirektion,

Beschwerdegegnerin

Gegenstand Hausdurchsuchung und Beschlagnahme (Art. 26 Abs. 1 i.V.m. Art. 46 und Art. 48 Abs. 1 VStrR)

Bundesstrafgericht Tribunal pénal fédéral Tribunale penale federale Tribunal penal federal Geschäftsnummer: BV.2008.20

  • 2 -

Die I. Beschwerdekammer hält fest, dass

  • die Oberzolldirektion der Eidgenössischen Zollverwaltung am 11. Dezember 2008 gegen B. und A. ein Verwaltungsstrafverfahren eröffnete wegen des Ver- dachts der illegalen Einfuhr von Mehl;

  • am 16. Dezember 2008 die Bäckerei von B. in Z., sein Café in Y. und unter anderem auch das vor der Bäckerei stehende Fahrzeug des Mitarbeiters A. durchsucht und dabei verschiedene Beweismittel beschlagnahmt wurden;

  • im Einverständnis von A. noch gleichentags im abgekürzten Verfahren ein Strafbescheid wegen illegaler Einfuhr von Mehl und weiteren Lebensmitteln erlassen und damit das Strafverfahren gegen A. rechtskräftig abgeschlossen wurde (Akten EZV, act. A5);

  • B. und eine weitere Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 18. Dezember 2008 Beschwerde gegen die Hausdurchsuchung und Beschlagnahme erhoben;

  • A. mit Eingabe vom 19. Dezember 2008 an den Verteidiger von B. erklärte, er wolle sich dessen Beschwerde anschliessen, und seinerseits noch einige zu- sätzliche Beschwerdepunkte geltend machte (act. 1);

  • der Verteidiger die Beschwerde von A. unverzüglich an die Oberzolldirektion weiterleitete, welche jene zusammen mit der Beschwerdeantwort am 29. De- zember 2008 bei der I. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts einreich- te (act. 2);

  • A. daraufhin eingeladen wurde, bis am 12. Januar 2009 einen Kostenvor- schuss von Fr. 1'000.-- zu leisten und eine allfällige Beschwerdereplik einzu- reichen (act. 3; act. 4);

  • A. mit Eingabe vom 6. Januar 2009 seine Beschwerde zurückzog, da sein Strafverfahren abgeschlossen sei (act. 5).

  • 3 -

Die I. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass

  • die unter dem Bundesgesetz vom 16. Dezember 1943 über die Organisation der Bundesrechtspflege (Bundesrechtspflegegesetz, OG) entwickelte Praxis zum Rückzug nun unter dem Bundesgesetz vom 17. Juni 2005 über das Bun- desgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) weiterzuführen ist;

  • dementsprechend gemäss Art. 245 Abs. 1 BStP i.V.m. Art. 62 ff. und Art. 71 BGG i.V.m. Art. 73 Abs. 1 BZP die Rückzugserklärung (Abstand) das anhän- gige Verfahren beendet (zur Anwendbarkeit des Bundesgesetzes vom 4. De- zember 1947 über den Bundeszivilprozess [BZP; SR 273] vgl. Urteil des Bun- desgerichts 1S.15/2005 vom 24. Mai 2005 E. 2.2);

  • das Verfahren demzufolge als erledigt abzuschreiben ist;

  • bei diesem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführer als unterliegende Partei gilt und daher die Kosten zu tragen hat (Art. 245 Abs. 1 BStP i.V.m. Art. 66 Abs. 1 BGG);

  • die Gerichtsgebühr für den vorliegenden Entscheid auf Fr. 200.-- festzusetzen ist (Art. 245 Abs. 2 BStP i.V.m. Art. 3 des Reglements über die Gerichtsgebüh- ren vor dem Bundesstrafgericht vom 11. Februar 2004, SR 173.711.32);

  • 4 -

und erkennt:

  1. Das Verfahren wird infolge Rückzugs der Beschwerde als erledigt abge- schrieben.

  2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.

Bellinzona, 19. Januar 2009

Im Namen der I. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Zustellung an

  • A.
  • Eidgenössische Zollverwaltung, Oberzolldirektion

Rechtsmittelbelehrung Gegen Entscheide der I. Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden (Art. 79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). Das Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der Instruktionsrichter oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).

Keywords

withdrawal of complaintsearch and seizurecustoms proceedingscostsdiscontinuance

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Key legal question

Whether the complaint against the search and seizure should be continued after the appellant withdrew it.

Extracted holding

The complaint was terminated because the withdrawal ended the pending proceedings.

Extracted reasoning

Under the continued practice on withdrawal, the declaration of withdrawal/abandonment brings the appellate proceedings to an end and the case must be struck from the docket.

Key legal question

Who bears the court costs after the withdrawal of the complaint.

Extracted holding

The appellant, as the losing party, must pay the court fee.

Extracted reasoning

Because the proceedings ended through withdrawal, the appellant is treated as unsuccessful and must bear the costs; the fee was set at CHF 200.

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