Reconsideration of disability pension and legal aid refused

I 849/05Federal Supreme CourtDec 19, 2006Dismissed

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Omnilex summary

The claimant challenged the St. Gallen IV office’s reconsideration-based cancellation of his disability pension. He argued that, besides the accident-related knee injury, he also suffered unrelated back complaints and sought continued payment of a three-quarter pension, alternatively vocational measures or remittal. The Federal Insurance Court held that the treating physician confirmed the back complaints did not impair capacity in adapted work, so no further medical investigation was necessary. The disability assessment had to follow the same health impairment and income comparison as the accident-insurance assessment, making the earlier pension awards manifestly incorrect and correctable by reconsideration. The appeal was dismissed insofar as admissible; legal aid was refused.

Omnilex headnote

Art. 36a OG, Art. 132 OG, Art. 152 OG; reconsideration of a disability pension cancellation. Where the insured person alleges only additional complaints that, according to the treating physician, do not affect capacity in adapted work, further medical investigations are unnecessary. If the disability assessment must be based on the same health impairment as in accident insurance and the income comparison leads to the same result, the prior pension award is manifestly incorrect and may be reconsidered. Requests outside the scope of the reconsideration dispute are inadmissible. Free legal representation requires prospects of success; an obviously unfounded appeal does not satisfy that condition.

Full text

Eidgenössisches Versicherungsgericht
Tribunale federale delle assicurazioni
Tribunal federal d'assicuranzas

Sozialversicherungsabteilung
des Bundesgerichts

Prozess {T 0}
I 849/05

Urteil vom 19. Dezember 2006
III. Kammer

Besetzung
Präsident Ferrari, Bundesrichter Meyer und Seiler; Gerichtsschreiberin Durizzo

Parteien
Z.________, 1966, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Roland Ilg, Rämistrasse 5, 8001 Zürich,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Brauerstrasse 54, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin

Vorinstanz
Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen, St. Gallen

(Entscheid vom 17. Oktober 2005)

In Erwägung,
dass Z.________, geboren 1966, mit Wirkung ab 1. November 2002 eine halbe, ab 1. Januar 2004 eine Dreiviertelsrente der Invalidenversicherung bezog, basierend auf einem Invaliditätsgrad von 64 %,
dass die IV-Stelle des Kantons St. Gallen die entsprechenden Verfügungen vom 16. April und 7. Mai 2004 in Wiedererwägung gezogen und die Rentenleistungen mit Verfügung vom 28. September 2004 und Einspracheentscheid vom 26. Oktober 2004 eingestellt hat mit der Begründung, dass die Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit gemäss den Abklärungen der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) lediglich 13 % betrage (Einspracheentscheid vom 21. November 2003, bestätigt mit Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. Mai 2004 und Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 20. September 2004),
dass das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen die dagegen erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 17. Oktober 2005 abgewiesen hat,
dass Z.________ Verwaltungsgerichtsbeschwerde führen lässt mit dem Antrag, unter Aufhebung des angefochtenen Entscheides sei ihm auch weiterhin eine Dreiviertelsrente auszurichten, eventualiter seien berufliche Massnahmen und Arbeitsvermittlung zuzusprechen, subeventualiter die Sache zu weiteren Abklärungen zurückzuweisen,
dass er des Weiteren um Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung ersucht,
dass die IV-Stelle auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliesst, während das Bundesamt für Sozialversicherungen auf eine Vernehmlassung verzichtet,
dass das kantonale Gericht die Rechtsgrundlagen zur Wiedererwägung von Rentenverfügungen zutreffend dargelegt hat (Art. 36a Abs. 3 zweiter Satz OG),
dass sich die Kognition des Eidgenössischen Versicherungsgerichts noch nach der bis Ende Juni 2006 in Kraft gestandenen Fassung von Art. 132 OG richtet, da die zu beurteilende Beschwerde am 1. Juli 2006 hier bereits hängig war,
dass mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend gemacht wird, es bestünden neben dem unfallbedingten Knieleiden auch unfallfremde Rückenbeschwerden,
dass jedoch der behandelnde Arzt Dr. med. E.________, auf dessen Bericht sich der Beschwerdeführer dabei beruft, auf Rückfrage der IV-Stelle hin am 26. Juli 2004 seine Angaben vom 6. März 2003 bestätigt hat, wonach sich die Rückenbeschwerden bei Ausübung einer leidensangepassten Tätigkeit nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirken,
dass auch keine anderen Leiden geltend gemacht werden,
dass sich weitere medizinische Abklärungen unter diesen Umständen erübrigen,
dass sich die Invaliditätsschätzung durch die Invalidenversicherung mangels anderer als unfallbedingter Beschwerden auf den gleichen Gesundheitsschaden beziehen und im Übrigen auch bezüglich des Einkommensvergleichs zum selben Ergebnis führen muss wie bei der Unfallversicherung (BGE 127 V 135 Erw. 4d),
dass die Zusprechung einer halben bzw. einer Dreiviertelsrente demnach zweifellos unrichtig war und die Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist, womit die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung erfüllt sind,
dass der Anspruch auf Umschulung nicht Gegenstand der streitigen Wiedererwägung ist, weshalb - entgegen Einsprache- und kantonalem Entscheid - darauf nicht einzutreten ist,
dass die Verwaltungsgerichtsbeschwerde, soweit überhaupt zulässig, offensichtlich unbegründet ist und im Verfahren nach Art. 36a OG erledigt wird,
dass das Verfahren gemäss Art. 134 OG in der hier anwendbaren, bis 30. Juni 2006 in Kraft gestandenen Fassung kostenlos ist,
dass kein Anspruch auf unentgeltliche Verbeiständung besteht, weil die Verwaltungsgerichtsbeschwerde von vornherein keine Aussicht auf Erfolg hatte (Art. 152 in Verbindung mit Art. 135 OG; BGE 124 V 309 Erw. 6 mit Hinweisen; AHI 1999 S. 85 Erw. 3),

erkennt das Eidg. Versicherungsgericht:
1.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3.
Das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung wird abgewiesen.
4.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen, der Ausgleichskasse des Schweizersichen Baumeisterverbandes und dem Bundesamt für Sozialversicherungen zugestellt.
Luzern, 19. Dezember 2006

Im Namen des Eidgenössischen Versicherungsgerichts

Der Präsident der III. Kammer: Die Gerichtsschreiberin:

Keywords

disability insurancereconsiderationpension cancellationmedical assessmentvocational measureslegal aid

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the reconsideration and cancellation of the disability pension were lawful.

Extracted holding

The pension award was manifestly incorrect and its correction was significant, so the conditions for reconsideration were met.

Extracted reasoning

Because the only additional complaints alleged were back problems, and the treating doctor confirmed they did not affect work capacity in adapted work, no further medical inquiries were needed; the disability assessment had to match the accident-insurance assessment.

Key legal question

Whether the claimant was still entitled to a three-quarter disability pension.

Extracted holding

No continued entitlement existed.

Extracted reasoning

The impairment basis used by disability insurance had to correspond to the same health damage as in the accident-insurance assessment, leading to the same outcome.

Key legal question

Whether vocational retraining or job placement had to be granted.

Extracted holding

The court did not enter into this request because it was not part of the reconsideration dispute.

Extracted reasoning

The request lay outside the scope of the challenged reconsideration decision.

Key legal question

Whether the claimant was entitled to free legal assistance.

Extracted holding

Legal aid was denied because the appeal had no prospects of success.

Extracted reasoning

An appeal lacking any reasonable chance of success does not satisfy the conditions for free legal representation.

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