Invalidity pension denied; appeal dismissed as manifestly unfounded

I 20/07Federal Supreme CourtJul 4, 2007Dismissed

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Omnilex summary

The claimant, born in 1965, challenged the denial of a disability pension after a medical expert report and household assessment found a 50% capacity in adapted work and a 29.5% household limitation. The Federal Supreme Court held that these findings were not manifestly incorrect and that additional evidence could be refused in anticipatory assessment. It also upheld the cantonal refusal of free legal assistance because the underlying complaint had no chance of success. The administrative law appeal was dismissed in summary procedure, and CHF 500 in court costs were imposed on the claimant.

Omnilex headnote

Art. 28 Abs. 1 IVG; Art. 61 lit. c ATSG; Art. 104 lit. a and b OG, Art. 105 Abs. 2 OG: entitlement to an invalidity pension and review of factual findings. The determination of residual work capacity and household impairment is a finding of fact binding on the Federal Supreme Court unless manifestly inaccurate; divergent opinions of treating physicians do not suffice to displace a well-founded expert report. In anticipatory assessment, further evidence may be refused where the relevant facts have been established by a coherent medical expertise. A complaint lacking prospects of success does not justify free legal assistance. In summary procedure under Art. 36a OG, an obviously unfounded appeal may be dismissed and costs charged to the losing party.

Full text

{T 7}
I 20/07

Urteil vom 4. Juli 2007
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichterin Widmer, Bundesrichter Frésard,
Gerichtsschreiberin Berger Götz.

Parteien
S.________, 1965, Beschwerdeführerin,
vertreten durch Fürsprecher Frank Goecke,
Ankerstrasse 24, 8004 Zürich,

gegen

IV-Stelle Schaffhausen, Oberstadt 9, 8200 Schaffhausen, Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Schaffhausen
vom 17. November 2006.

In Erwägung,
dass sich die 1965 geborene S.________, verheiratet und Mutter zweier Kinder, am 4. März 2002 bei der IV-Stelle Schaffhausen zum Leistungsbezug anmeldete, dass die Verwaltung die beruflich-erwerblichen, die haushaltlichen und die medizinischen Verhältnisse abklärte, wobei sie unter anderem ein Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle (nachfolgend: MEDAS-Gutachten) vom 18. August 2004 einholte und die Erstellung eines Haushaltsberichtes vom 9. November 2004 veranlasste, dass die IV-Stelle mit Verfügung vom 6. April 2005 einen Anspruch auf Invalidenrente verneinte, dass die Verwaltung auf Einsprache hin - nach Beizug einer Stellungnahme der MEDAS vom 16. Dezember 2005 - an ihrem Standpunkt festhielt (Entscheid vom 8. Februar 2006),
dass das Obergericht des Kantons Schaffhausen die dagegen erhobene Beschwerde sowie das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung für das kantonale Gerichtsverfahren abwies (Entscheid vom 17. November 2006),
dass S.________ Verwaltungsgerichtsbeschwerde führen und beantragen lässt, unter Gewährung unentgeltlicher Prozessführung und Verbeiständung sei der vorinstanzliche Gerichtsentscheid aufzuheben und es sei ihr eine ganze Invalidenrente zuzusprechen, im Übrigen sei die unentgeltliche Verbeiständung auch für das kantonale Gerichtsverfahren zu gewähren,
dass die IV-Stelle auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliesst, während das Bundesamt für Sozialversicherungen auf eine Vernehmlassung verzichtet,
dass das Bundesgesetz über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG; SR 173.110) am 1. Januar 2007 in Kraft getreten ist (AS 2006 1205, 1243), der angefochtene Entscheid indessen vorher ergangen ist, weshalb sich das Verfahren noch nach OG richtet (Art. 132 Abs. 1 BGG; BGE 132 V 393 E. 1.2 S. 395),
dass das Bundesgericht das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege mit Entscheid vom 29. Mai 2007 abgewiesen und S.________ zur Bezahlung eines Kostenvorschusses von Fr. 500.- eine Frist von 14 Tagen angesetzt hat, verbunden mit der Androhung, dass bei Nichtleistung des Vorschusses innert Frist auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht eingetreten werde,
dass S.________ den Kostenvorschuss innert der angesetzten Frist bezahlt hat,
dass die Vorinstanz die für den Anspruch auf Invalidenrente einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen und Grundsätze zutreffend dargelegt hat, worauf verwiesen wird (zum Umfang des Rentenanspruchs: Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis 31. Dezember 2003 gültig gewesenen und in der seit 1. Januar 2004 geltenden Fassung; zur Beweiswürdigung und zum Beweiswert medizinischer Berichte und Gutachten: BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 mit Hinweisen; zu den Voraussetzungen, unter denen einer somatoformen Schmerzstörung und einer Fibromyalgie ausnahmsweise invalidisierender Charakter zukommt: BGE 130 V 352 und BGE 132 V 65),
dass das kantonale Gericht zum Schluss gelangte, der Beschwerdeführerin sei eine den gesundheitlichen Leiden angepasste Tätigkeit im Umfang von 50 % zumutbar und im Haushalt bestehe eine Einschränkung von 29,5 %,
dass diese in Nachachtung des Grundsatzes der freien Beweiswürdigung und der daraus fliessenden Pflicht zur umfassenden, sorgfältigen, objektiven und inhaltsbezogenen Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) getroffenen Feststellungen betreffend (Rest-)Arbeitsfähigkeit und Einschränkung im Haushalt tatsächlicher Natur und daher für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich sind (Art. 132 Abs. 2 OG [in der Fassung gemäss Ziff. III des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Änderung des IVG, in Kraft seit 1. Juli 2006] in Verbindung mit Art. 104 lit. a und b sowie Art. 105 Abs. 2 OG; BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 397),
dass das kantonale Gericht seinen Standpunkt einlässlich begründet hat und seine Feststellungen betreffend (Rest-)Arbeitsfähigkeit und Einschränkung im Haushalt nach Lage der Akten auf Grund der Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht offensichtlich unrichtig sind, woran die divergierenden Stellungnahmen der behandelnden Ärzte - nach den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz - nichts zu ändern vermögen,
dass der von der Vorinstanz - in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. statt vieler: BGE 124 V 90 E. 4b S. 94) - getroffene Verzicht auf ergänzende Beweisvorkehren mit Blick darauf, dass der rechtserhebliche Sachverhalt mittels eines schlüssigen fachärztlichen Gutachtens abgeklärt worden ist, vor Bundesrecht stand hält (Art. 104 lit. a OG),
dass das Verfahren kostenpflichtig ist (Art. 134 zweiter Satz OG in der ab 1. Juli 2006 gültig gewesenen Fassung) und die Gerichtskosten der Beschwerdeführerin als unterliegender Partei aufzuerlegen sind (Art. 156 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 135 OG),
dass die Verwaltungsgerichtsbeschwerde offensichtlich unbegründet ist, weshalb sie im Verfahren nach Art. 36a Abs. 1 lit. b OG erledigt wird,
dass sich die vorinstanzliche Ablehnung des Gesuchs um unentgeltliche Verbeiständung zufolge Aussichtslosigkeit der beim kantonalen Gericht erhobenen Beschwerde nicht beanstanden lässt,

erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Obergericht des Kantons Schaffhausen, der Ausgleichskasse der Aarg. Industrie- und Handelskammer, Aarau, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen zugestellt.
Luzern, 4. Juli 2007

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Keywords

disability insuranceinvalidity pensionresidual earning capacityhousehold impairmentmedical expertiseanticipated evidence assessmentfree legal assistancecourt costssummary procedure

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the claimant was entitled to an invalidity pension.

Extracted holding

The claimant remained capable of adapted work at 50% and had a 29.5% household impairment, so the requirements for a disability pension were not met.

Extracted reasoning

The cantonal court’s factual findings were based on a properly reasoned expert report and were not manifestly incorrect. Diverging treating-physician opinions did not undermine the expert evidence, and further evidence could be rejected in anticipatory assessment.

Key legal question

Whether the refusal of free legal assistance in the cantonal proceedings should be overturned.

Extracted holding

The refusal was upheld because the underlying cantonal complaint had no prospect of success.

Extracted reasoning

Given the lack of merit in the pension claim, the cantonal court could deny appointed counsel on grounds of futility.

Key legal question

Whether the federal appeal should proceed despite nonpayment concerns and whether costs should be imposed.

Extracted holding

The advance payment was made in time; the appeal was decided in summary procedure and costs were imposed on the losing appellant.

Extracted reasoning

The appeal was manifestly unfounded, so summary disposition was appropriate and the appellant had to bear the court costs.

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