Non-entry for insufficiently reasoned social insurance appeal

H 184/04Federal Supreme Court / Social Insurance Division IIFeb 22, 2005Dismissed

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Omnilex summary

D.________ filed an administrative law appeal against a non-entry decision of the Zurich Social Insurance Court. The Federal Insurance Court held that the appeal did not meet the requirements of Art. 108(2) OG because it contained no case-related reasoning addressing the lower court’s grounds for non-entry; it focused instead on the merits of damage liability under Art. 52 AHVG. The manifestly inadmissible appeal was disposed of in summary procedure under Art. 36a OG. Because the dispute did not concern insurance benefits, costs were imposed on the appellant, with CHF 300 refunded from the advance after deduction of CHF 200 costs.

Omnilex headnote

Art. 108 Abs. 2 OG; Zulässigkeit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde; Begründungsanforderungen. Die Beschwerdeschrift muss, zumindest insgesamt, die Anträge und eine sachbezogene Begründung erkennen lassen; erforderlich ist, dass die beschwerdeführende Partei darlegt, welche tatsächlichen oder rechtlichen Erwägungen des angefochtenen Nichteintretensentscheids sie beanstandet. Eine bloss auf die materielle Rechtslage bezogene Argumentation genügt nicht, wenn damit die vorinstanzlichen Nichteintretensgründe nicht angesprochen werden. Eine offensichtlich unzulässige Beschwerde kann im Verfahren nach Art. 36a OG erledigt werden. Kostenausnahmen nach Art. 134 OG gelten nur bei Streitigkeiten über die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen; andernfalls sind die Gerichtskosten nach Art. 156 i.V.m. Art. 135 OG aufzuerlegen.

Full text

Eidgenössisches Versicherungsgericht
Tribunale federale delle assicurazioni
Tribunal federal d'assicuranzas

Sozialversicherungsabteilung
des Bundesgerichts

Prozess
{T 0}
H 184/04

Urteil vom 22. Februar 2005
IV. Kammer

Besetzung
Präsident Ferrari, Bundesrichter Meyer und Ursprung; Gerichtsschreiber Signorell

Parteien
D.________, Beschwerdeführerin,

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Zürich, Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich, Beschwerdegegnerin

Vorinstanz
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, Winterthur

(Entscheid vom 10. September 2004)

In Erwägung,
dass D.________ am 1. Oktober 2004 Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen einen auf Nichteintreten lautenden Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 10. September 2004 erhoben hat,
dass die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gemäss Art. 108 Abs. 2 OG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel enthalten muss, um dem Gericht hinreichende Klarheit darüber zu verschaffen, worum es beim Rechtsstreit geht,
dass es nach der Praxis genügt, wenn dies der Verwaltungsgerichtsbeschwerde insgesamt entnommen werden kann,
dass insbesondere zumindest aus der Beschwerdebegründung ersichtlich sein muss, was die Beschwerde führende Partei verlangt und auf welche Tatsachen sie sich beruft, wobei die Begründung nicht zuzutreffen braucht, aber sachbezogen sein muss,
dass die eingereichte Rechtsschrift insbesondere keine sachbezogene Begründung enthält, da sich die gemachten Ausführungen ausschliesslich auf die materiellen Aspekte der Schadenersatzpflicht (Art. 52 AHVG) beziehen, den Vorbringen hingegen auch nicht sinngemäss entnommen werden kann, welche tatbeständlichen Annahmen der Vorinstanz, die zu deren Nichteintreten führten, nach Auffassung der Beschwerdeführerin unrichtig sein sollten,
dass unter diesen Umständen die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht als rechtsgenüglich im Sinne von Art. 108 Abs. 2 OG gelten kann,
dass die offensichtlich unzulässige Verwaltungsgerichtsbeschwerde im Verfahren nach Art. 36a OG erledigt wird,
dass, weil nicht die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen im Streit steht, das Verfahren kostenpflichtig ist (Art. 134 OG e contrario),

dass ausgangsgemäss die (reduzierten) Gerichtskosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 156 in Verbindung mit Art. 135 OG),
erkennt das Eidg. Versicherungsgericht:
1.
Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 200.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Sie sind durch den geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 500.- gedeckt; der Differenzbetrag von Fr. 300.- wird zurückerstattet.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialversicherung zugestellt.

Luzern, 22. Februar 2005

Im Namen des Eidgenössischen Versicherungsgerichts
Der Präsident der IV. Kammer: Der Gerichtsschreiber:

Keywords

social insuranceappeal admissibilityreasoned pleadingnon-entry decisioncourt costssummary procedure

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Key legal question

Whether the administrative law appeal satisfied the reasoning requirements of Art. 108(2) OG.

Extracted holding

No. The submission did not contain a case-related explanation of why the lower court's findings leading to non-entry were wrong.

Extracted reasoning

The appeal discussed only the substantive merits of damage liability under Art. 52 AHVG and did not address the factual premises underlying the lower court's non-entry decision.

Key legal question

Whether the clearly inadmissible appeal should be dealt with under the summary procedure of Art. 36a OG.

Extracted holding

Yes. The court handled the matter in summary procedure because the appeal was manifestly inadmissible.

Extracted reasoning

Once the appeal was found not to be legally sufficient, expedited summary disposition was appropriate.

Key legal question

Allocation of court costs.

Extracted holding

Court costs were imposed on the appellant because the case did not concern entitlement or refusal of insurance benefits.

Extracted reasoning

Under Art. 134 OG e contrario, the proceedings were not cost-free; costs followed the outcome and were reduced.

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