Non-entry for unpaid advance on court costs

B 70/06Federal Supreme Court / Social Insurance Division IIDec 28, 2006Inadmissible

Extracted by Omnilex

Omnilex summary

L. filed an administrative law appeal against a decision of the Aargau Insurance Court. The Federal Insurance Court required a CHF 1,100 advance on costs and allowed payment by instalments, but the second and third instalments were paid late. After inviting comment on timeliness, the court found the advance had not been paid within the prescribed period and, in accordance with the prior warning, declined to enter into the appeal. No court costs were charged, and the paid advance was refunded.

Omnilex headnote

Art. 150 Abs. 4 OG; Nichtleistung oder verspätete Leistung des Kostenvorschusses führt nach fruchtloser Fristansetzung und Androhung zum Nichteintreten. In kostenpflichtigen Verfahren ist der Vorschuss innert der gesetzten Frist vollständig zu leisten; eine gewährte Ratenzahlung ändert daran nichts, wenn die Raten verspätet eingehen und eine Fristverlängerung ausgeschlossen wurde. Bei Nichteintretensentscheiden wegen fehlenden oder verspäteten Kostenvorschusses werden praxisgemäss keine Gerichtskosten erhoben; ein bereits geleisteter Vorschuss ist zurückzuerstatten.

Full text

Eidgenössisches Versicherungsgericht
Tribunale federale delle assicurazioni
Tribunal federal d'assicuranzas

Sozialversicherungsabteilung
des Bundesgerichts

Prozess {T 7}
B 70/06

Urteil vom 28. Dezember 2006
III. Kammer

Besetzung
Präsident Ferrari, Bundesrichter Meyer und Seiler; Gerichtsschreiberin Helfenstein Franke

Parteien
L.________, Beschwerdeführerin,

gegen

BVG-Sammelstiftung der Rentenanstalt, General Gusian-Quai 40, 8022 Zürich, Beschwerdegegnerin

Vorinstanz
Versicherungsgericht des Kantons Aargau, Aarau

(Entscheid vom 6. Juni 2006)

In Erwägung,
dass L.________ am 23. Juni 2006 Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen einen Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 6. Juni 2006 erhoben hat,
dass das Verfahren nicht die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen zum Gegenstand hat, weshalb es kostenpflichtig ist (Art. 134 OG e contrario),
dass die Präsidentin des Eidgenössischen Versicherungsgerichts L.________ mit Verfügung vom 26. Juni 2006 aufgefordert hat, innert 14 Tagen nach Erhalt dieses Schreibens einen Kostenvorschuss von Fr. 1100.- zu bezahlen, und angedroht hat, dass bei Nichtleistung innert der gesetzten Frist aus diesem Grunde auf die Rechtsvorkehr nicht eingetreten werde,
dass L.________ innert der gesetzten Frist keinen Kostenvorschuss geleistet, sondern ein Gesuch um Ratenzahlung gestellt hat und ihr diese mit Schreiben vom 29. Juni 2006 in der Weise gewährt worden ist, als die erste von vier Raten in der Höhe von je Fr. 275.- bis zum 14. Juli 2006, die zweite bis zum 30. August 2006, die dritte bis zum 29. September 2006 und die vierte bis zum 30. Oktober 2006 zu leisten sei,
dass gleichzeitig eine weitere Fristverlängerung ausgeschlossen und auf das Nichteintreten bei verspäteter Ratenzahlung hingewiesen wurde,
dass dieses Schreiben L.________ am 7. Juli 2006 ausgehändigt worden ist,
dass die zweite Rate am 6. September 2006 sowie die dritte am 9. Oktober 2006 und damit verspätet geleistet wurde,
dass das Eidgenössische Versicherungsgericht am 13. November 2006 L.________ die Gelegenheit gegeben hat, zur Rechtzeitigkeit des Kostenvorschusses Stellung zu nehmen, sie davon indes keinen Gebrauch gemacht hat,
dass folglich der Kostenvorschuss innert der gesetzten Frist nicht bezahlt worden ist,
dass androhungsgemäss nach Art. 150 Abs. 4 OG zu verfahren ist,
dass - obwohl das Verfahren an sich kostenpflichtig ist - praxisgemäss bei Nichteintretensentscheiden zufolge unterbliebener oder verspäteter Leistung des Vorschusses keine Gerichtskosten erhoben werden,
erkennt das Eidg. Versicherungsgericht:
1.
Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3.
Der Beschwerdeführerin werden die von ihr geleisteten Kostenvorschüsse von Fr. 1100.- zurückerstattet.
4.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau und dem Bundesamt für Sozialversicherungen zugestellt.

Luzern, 28. Dezember 2006

Im Namen des Eidgenössischen Versicherungsgerichts
Der Präsident der III. Kammer: Die Gerichtsschreiberin:

Keywords

cost advancenon-entrylate paymentinstallment plansocial insurancecourt costsrefund

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the administrative law appeal had to be entered into despite late payment of the ordered cost advance.

Extracted holding

No; because the advance was not paid within the deadline, the court had to refrain from entering into the appeal.

Extracted reasoning

The case was not about insurance benefits and was therefore subject to costs. After the appellant failed to pay the advance on time, and after a final warning under Art. 150(4) OG, non-entry followed as announced.

Key legal question

Whether court costs should be charged despite the non-entry decision.

Extracted holding

No court costs were charged as a matter of practice in non-entry cases caused by missing or late payment of the advance.

Extracted reasoning

Although the proceeding was in principle subject to costs, the court's practice is not to impose judicial costs when it does not enter because the advance was not paid or was paid too late.

Key legal question

Whether the paid advance had to be refunded to the appellant.

Extracted holding

Yes; the advance of CHF 1,100 was to be refunded.

Extracted reasoning

Since the court did not enter into the appeal and no costs were levied, the advance paid by the appellant had to be returned.

Continue your research in ChatGPT or Claude

Connect Omnilex to search the legal corpus from your AI assistant.