Revision inadmissible for lack of substantiation

9F_13/2013Federal Supreme Court / Public Law Division IIINov 4, 2013Inadmissible

Summary

V.________, represented by Dr. German Mathier, sought revision of a previous Federal Supreme Court judgment in an invalidity insurance matter. The Court held that the filing did not meet the strict requirements for a revision request because it failed to identify a statutory ground under the BGG, explain its existence, or show how the earlier dispositive part should be changed. The request was therefore manifestly inadmissible and was dealt with under the simplified procedure. Any implicit request for legal aid was also rejected. No court costs were charged.

Regest

Arts. 121-123 BGG, 127 BGG; revision of a final Federal Supreme Court judgment is admissible only on exhaustively enumerated grounds, which must be expressly invoked and substantiated with the relevant means of proof. The revision petition must state the legal ground relied on and explain its relevance as well as the concrete modification sought in the operative part of the prior judgment (consid. 1). Revision is not a remedy for curing omissions in the earlier proceedings. A manifestly insufficient petition is inadmissible and may be disposed of under the simplified procedure pursuant to Art. 109 BGG. In such a case, any request for legal aid lacks prospects of success and must be refused; costs may exceptionally be waived under Art. 66 Abs. 1 second sentence BGG (consid. 2-3).

Full text

{T 0/2}

9F_13/2013

Urteil vom 4. November 2013

II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Kernen, Präsident,
Bundesrichter Borella, Bundesrichterin Pfiffner,
Gerichtsschreiberin Dormann.

Verfahrensbeteiligte
V.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. German Mathier,
Gesuchsteller,

gegen

Kantonale IV-Stelle Wallis, Bahnhofstrasse 15, 1950 Sitten,
Gesuchsgegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 9C_303/2013 vom 29. August 2013.

In Erwägung,
dass V.________ am 7. Oktober 2013 (Poststempel) ein Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 9C_303/2013 vom 29. August 2013 einreichen lässt,
dass das Bundesgericht das Verfahren 9C_303/2013 - in dem sich der Gesuchsteller trotz entsprechender Aufforderung nicht vernehmen liess - rechtskräftig abgeschlossen hat und dagegen kein ordentliches Rechtsmittel mehr offen steht (Art. 61 BGG),
dass das Bundesgericht zur Überprüfung eigener Endentscheide indessen soweit angerufen werden kann, als einer der in den Art. 121 bis 123 BGG abschliessend aufgeführten Revisionsgründe vorliegt,
dass ein solcher Revisionsgrund insofern ausdrücklich geltend zu machen ist, als er im Revisionsgesuch unter Angabe der Beweismittel anzugeben und aufzuzeigen ist, weshalb er gegeben und inwiefern deswegen das Dispositiv des früheren Urteils abzuändern sein soll (Urteile 8F_9/2009 vom 2. Juni 2009 und 8F_10/2008 vom 11. August 2008; ELISABETH ESCHER, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl., N. 5 zu Art. 127 BGG),
dass die Eingabe vom 7. Oktober 2013 den erwähnten Anforderungen hinsichtlich Begehren und Begründung nicht genügt, da insbesondere weder ein gesetzlicher Revisionsgrund dargelegt noch ausgeführt wird, weshalb er gegeben sein soll und inwiefern gestützt darauf Dispositiv-Ziff. 2 des Urteils vom 29. August 2013 abzuändern wäre,
dass im Übrigen die Revision nicht dazu dient, allfällige Versäumnisse im vorinstanzlichen Verfahren nachträglich zu beheben (Urteile 5F_6/2007 vom 7. April 2008, 4F_1/2007 vom 13. März 2007),
dass das Revisionsgesuch somit offensichtlich unzulässig ist, weshalb es analog zum vereinfachten Verfahren (Art. 109 BGG) erledigt wird,
dass angesichts dessen ein allenfalls sinngemäss anzunehmender Antrag auf unentgeltliche Verbeiständung für das Revisionsverfahren ohnehin abzuweisen wäre,
dass umständehalber auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG),

erkennt das Bundesgericht:

1.

Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien, dem Kantonsgericht Wallis und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 4. November 2013
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Kernen

Die Gerichtsschreiberin: Dormann

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