Non-entry due to abusive and querulous appeal

9C_87/2009Federal Supreme Court / Public Law Division IIIApr 21, 2009Dismissed

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Omnilex summary

The Federal Supreme Court held that the appellant’s filing of 3 April 2009 was abusive and querulous, consisting largely of repetitive and insulting statements, so it was inadmissible. Since the appellant also failed to pay the required cost advance within the extended time limit, the court likewise refused to enter on the appeal itself. Requests for reconsideration, suspensive effect, and free legal aid were again rejected. The appellant was ordered to pay CHF 1,000 in court costs.

Omnilex headnote

Art. 42 Abs. 7, Art. 62 Abs. 3 and Art. 108 Abs. 1 lit. a and c BGG; abusive and querulous submissions, as well as failure to pay the ordered cost advance within the set time limit, justify non-entry in simplified proceedings. Repetitive arguments already finally decided and insulting language toward court personnel may constitute abuse of process; in such constellations the Federal Supreme Court may also decline to entertain further similar filings without response. Reconsideration of procedural orders is excluded absent a proper basis (consid. 2). Court costs are imposed on the losing party and may be increased in light of abusive conduct (Art. 65 Abs. 2, Art. 66 Abs. 1 and 3 BGG).

Full text

{T 0/2}
9C_87/2009

Urteil vom 21. April 2009
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiberin Dormann.

Parteien
K.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Schiedsgericht in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Zürich, c/o Sozialversicherungsgericht, des Kantons Zürich, Lagerhausstrasse 19, 8401 Winterthur,
Beschwerdegegner,

CSS Kranken-Versicherung AG, Tribschenstrasse 21, 6005 Luzern.

Gegenstand
Krankenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 31. Oktober 2008.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 23. Januar 2009 (Poststempel) gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 31. Oktober 2008 und die Gesuche um unentgeltliche Rechtspflege sowie aufschiebende Wirkung der Beschwerde,
in die Verfügung vom 13. Februar 2009, mit welcher das Gesuch des K.________ um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde und jenes um aufschiebende Wirkung mangels überzeugender Gründe abgewiesen wurden,
in die Verfügung vom 18. Februar 2009, mit welcher K.________ zur Leistung eines Kostenvorschusses aufgefordert wurde,
in die Verfügung vom 17. März 2009, mit welcher auf das Ausstandsbegehren des K.________ bezüglich Personen des Bundesgerichts nicht eingetreten wurde, seine erneuerten Gesuche um aufschiebende Wirkung und unentgeltliche Rechtspflege wiederum abgewiesen wurden und ihm eine Ordnungsbusse wegen Verletzung des Anstandes auferlegt wurde,
in die Verfügung vom 23. März 2009, mit welcher K.________ zur Bezahlung eines Kostenvorschusses innert einer Nachfrist bis zum 3. April 2009 verpflichtet wurde, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde,
in die als "national wirksame Beschwerde" bezeichnete Eingabe vom 3. April 2009 (Poststempel), worin K.________ die Aufhebung der Verfügungen vom 17. und 23. März 2009 beantragt und die bisher gestellten Rechtsbegehren erneuert,
in Erwägung,
dass sich die Eingabe vom 3. April 2009 weitestgehend in Wiederholungen bereits rechtskräftig beurteilter Vorbringen und einer Anhäufung von Ungebührlichkeiten, Verunglimpfungen und Verbalinjurien gegenüber verschiedenen Gerichtspersonen erschöpft,
dass diese Eingabe daher als rechtsmissbräuchlich, querulatorisch und somit unzulässig im Sinne von Art. 42 Abs. 7 BGG einzustufen und auf sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. c BGG nicht einzutreten ist,
dass sich das Bundesgericht vorbehält, weitere Eingaben dieser Art in der gleichen Sache ohne Antwort abzulegen, nachdem der Beschwerdeführer bereits mehrmals missbräuchlich oder querulatorisch Prozess geführt hat (vgl. u.a. Verfügung vom 17. März 2009; Urteile 8F_11/2008 vom 4. August 2008; 9C_423/2008 vom 12. Juni 2008; 2C_619/2007 vom 6. November 2007),
dass im Übrigen ohnehin keine Veranlassung für eine Wiedererwägung der in diesem Verfahren erlassenen Verfügungen besteht (vgl. Art. 32 Abs. 3 BGG; Heimgartner/Wiprächtiger, Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, N. 9 zu Art. 61 BGG),
dass der Beschwerdeführer den Vorschuss auch innerhalb der Nachfrist nicht geleistet hat,
dass deshalb gestützt auf Art. 62 Abs. 3 BGG im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG auch in der Hauptsache auf die Beschwerde nicht einzutreten ist,
dass der Beschwerdeführer nach Art. 66 Abs. 1 und 3 BGG kostenpflichtig wird, wobei die querulatorische Art der Prozessführung bei der Bemessung der Gerichtsgebühr zu berücksichtigen ist (Art. 65 Abs. 2 BGG),
erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde vom 23. Januar 2009 und die Eingabe vom 3. April 2009 wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 21. April 2009
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Meyer Dormann

Keywords

social insurancehealth insurancenon-entryabuse of processcost advancelegal aidsuspensive effectcourt costsquerulous litigation

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the appeal of 23 January 2009 and the later submission of 3 April 2009 were admissible despite abusive and querulous content.

Extracted holding

The submissions were inadmissible because they were largely repetitive, abusive, and querulous within the meaning of Art. 42(7) BGG.

Extracted reasoning

The filing consisted mainly of already adjudicated arguments and insulting language toward court officials; the court treated this as abuse of process and applied the simplified non-entry procedure.

Key legal question

Whether the repeated requests for reconsideration, suspensive effect, and free legal aid should be granted.

Extracted holding

No basis existed to revisit the prior procedural orders, and the renewed requests remained refused.

Extracted reasoning

The court saw no reason for reconsideration of the orders already issued in the proceedings.

Key legal question

Whether non-payment of the cost advance justified non-entry on the merits.

Extracted holding

Because the appellant did not pay the advance within the extended deadline, the court also did not enter on the appeal on that ground.

Extracted reasoning

Under Art. 62(3) BGG, failure to pay the advance after a grace period permits non-entry.

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