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9C_845/2010 ΓÇó Disability pension denied; MEDAS expertise upheld
9C_845/2010Federal Supreme Court / Public Law Division IIINov 25, 2010Dismissed
B. challenged the cantonal judgment confirming the IV-Stelle Bern's refusal of a disability pension after a renewed application. The Federal Supreme Court held that the distinction between revision, reconsideration, and new application was irrelevant for the pension assessment. It accepted the MEDAS multidisciplinary report as fully probative, found no need for further evidence, and regarded the finding of full work capacity in adapted work and no relevant deterioration since 15 June 2006 as binding. The complaint was dismissed and court costs of CHF 500 were imposed on B.
Art. 28 IVG; Art. 16 ATSG; Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG; Art. 87 Abs. 3 und 4 IVV; evidentiary value of medical reports and scope of review under Art. 105 BGG: For the assessment of entitlement to a disability pension, it is immaterial whether the claim is examined in the context of revision, reconsideration or a new application. A multidisciplinary expert report has full probative value if it is based on a comprehensive review of the file, is internally coherent, and contains no indications of misunderstanding, bias or other defects. Where the cantonal court may rely on such a report, anticipatory appreciation of evidence may justify refusing further investigations. Factual findings on work capacity and the absence of a relevant change in circumstances are binding on the Federal Supreme Court unless manifestly incorrect or contrary to federal law (consid. 1-4).
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9C_845/2010
Urteil vom 25. November 2010
II. sozialrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Bundesrichter Borella, Seiler,
Gerichtsschreiberin Dormann.
Verfahrensbeteiligte
B.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Bruno Habegger,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle Bern, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Invalidenversicherung,
Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern
vom 30. August 2010.
In Erwägung,
dass die IV-Stelle Bern, nachdem sie ein Leistungsgesuch des B.________ bereits mit Verfügung vom 15. Juni 2006 abgewiesen hatte, dessen Anspruch auf eine Invalidenrente erneut verneinte (Verfügung vom 3. Februar 2010), was das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 30. August 2010 bestätigte,
dass B.________ gegen den Entscheid vom 30. August 2010 Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten erhoben hat,
dass mit Verfügung vom 29. Oktober 2010 das Gesuch des B.________ um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde abgewiesen worden ist,
dass für die Invaliditätsbemessung resp. die Beurteilung des Rentenanspruchs an sich (Art. 28 IVG; Art. 16 ATSG [SR 830.1]) unerheblich ist, ob sie im Rahmen einer Revision bzw. Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG) oder einer Neuanmeldung (Art. 87 Abs. 4 in Verbindung mit Abs. 3 IVV [SR 831.201]) erfolgt,
dass das interdisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 16. Juni 2009 in Bezug auf die medizinischen Tatsachenfeststellungen und die Arbeitsfähigkeitsschätzung (vgl. BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 397 f.) den bundesrechtlichen Anforderungen an den Beweiswert medizinischer Unterlagen genügt (BGE 125 V 351 E. 3 S. 352 ff.), zumal sich die Gutachter mit den medizinischen Vorakten - insbesondere den Berichten der Frau med. pract. N.________ vom 3. April 2008, 3. Februar und 17. März 2009 sowie des Dr. med. D.________ vom 8. Dezember 2008 - einlässlich und nachvollziehbar auseinandersetzten, Anhaltspunkte für (sprachliche oder inhaltliche) Missverständnisse zwischen dem psychiatrischen Experten resp. der Dolmetscherin und dem Versicherten fehlen und eine Diskriminierung im Zuge der Begutachtung weder ersichtlich ist noch überzeugend dargelegt wurde, schliesslich die Erörterungen betreffend die Präsentation der psychischen Beschwerden auch bei geringer intellektueller Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers einleuchten, zumal es unter dem Gesichtswinkel der gebotenen Neutralität und Objektivität (Art. 36 Abs. 1 ATSG) nicht zu beanstanden ist, wenn der psychiatrische Sachverständige dem Exploranden auch kritisch begegnet und zu Einschätzungen gelangt, die vom Betroffenen nicht geteilt werden,
dass die Vorinstanz daher zu Recht dem MEDAS-Gutachten vollen Beweiswert beigemessen und in pflichtgemässer antizipierender Beweiswürdigung (BGE 122 V 157 E. 1d S. 162) auf weitere Abklärungen verzichtet hat,
dass die Vorinstanz gestützt auf das MEDAS-Gutachten eine volle Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit festgestellt und eine relevante Veränderung in gesundheitlicher und erwerblicher Hinsicht seit 15. Juni 2006 verneint hat, was weder offensichtlich unrichtig ist, noch auf einer Verletzung von Bundesrecht beruht und daher für das Bundesgericht verbindlich ist (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG; vgl. BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 397 ff.),
dass der kantonale Entscheid im Übrigen nicht angefochten wird,
dass die Beschwerde offensichtlich unbegründet ist und daher im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 BGG erledigt wird,
dass der Beschwerdeführer als unterliegende Partei die Gerichtskosten zu tragen hat (Art. 66 Abs. 1 BGG),
erkennt das Bundesgericht:
1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 25. November 2010
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:
Meyer Dormann