Late appeal in health insurance case dismissed as inadmissible

9C_68/2013Federal Supreme Court / Public Law Division IIIJan 30, 2013Inadmissible

Summary

The Federal Supreme Court held that the appeal in a health insurance matter was late. The challenged decision had been deemed served on 5 December 2012 under the service fiction, so the 30-day appeal period began on 6 December 2012 and, taking into account the judicial vacation suspension, expired on 21 January 2013. Because the appeal was filed only on 22 January 2013, the Court did not enter into the matter in simplified proceedings. Court costs were waived.

Regest

Art. 44, 45, 100 and 108 BGG; timeliness of appeal and service fiction. A decision sent by registered delivery is deemed served at the latest on the seventh day after the first unsuccessful delivery attempt or deposit at the collection office, provided the addressee is subject to retention; the appeal period begins to run on the following day. Judicial vacation suspends the running of the deadline pursuant to Art. 45 Abs. 1 BGG. An appeal filed one day after expiry of the deadline is inadmissible and may be dismissed in simplified proceedings under Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG. Court costs may be waived in such non-entry proceedings under Art. 66 Abs. 1 second sentence BGG.

Full text

{T 0/2}
9C_68/2013

Urteil vom 30. Januar 2013
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Meyer, als Einzelrichter,
Gerichtsschreiber Schmutz.

Verfahrensbeteiligte
A.________,
vertreten durch B.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Intras Kranken-Versicherung AG, Abteilung Recht & Compliance, Postfach 2568, 6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Krankenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich
vom 21. November 2012.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 22. Januar 2013 (Poststempel) gegen den gemäss postamtlicher Bescheinigung am 10. Dezember 2012 ausgehändigten Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 21. November 2012,

in Erwägung,
dass gemäss der Sendungsverfolgung der Post die Gerichtsurkunde am 28. November 2012 bei der Abholstelle eintraf und dem Zurückbehaltungsauftrag des Empfängers entsprechend einbehalten wurde,

dass eine nur gegen Unterschrift überbrachte Mitteilung spätestens am siebenten Tag nach dem ersten erfolglosen Zustellungsversuch als erfolgt gilt (Zustellfiktion; Art. 44 Abs. 2 BGG),
dass die mit dem Eintreffen an der Abholstelle am 28. November 2012 ausgelöste siebentägige Frist am 29. November 2012 zu laufen begann (Art. 44 Abs. 1 BGG) und am 5. Dezember 2012 ablief,

dass die Gerichtsurkunde an diesem Tag als zugestellt galt (Urteil 2C_740/2010 vom 3. März 2011 E. 2.3 mit Hinweisen) und damit die nach Art. 100 BGG dreissigtägige Beschwerdefrist am 6. Dezember 2012 zu laufen begann (Art. 44 Abs. 1 BGG),
dass der letzte Tag der Frist - unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes vom 18. Dezember bis und mit 2. Januar - auf den 20. Januar 2013 fiel,
dass darum nach Art. 45 Abs. 1 BGG die Rechtsmittelfrist erst am Montag, 21. Januar 2013 endete,
dass die Beschwerde am 22. Januar 2013 verspätet erhoben wurde,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,
erkennt der Einzelrichter:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 30. Januar 2013
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Meyer

Der Gerichtsschreiber: Schmutz

Keywords

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