Non-entry for insufficiently reasoned appeal in health insurance case

9C_669/2012Federal Supreme Court / Public Law Division IIISep 17, 2012Inadmissible

Summary

The Federal Court refused to enter into the appellant’s complaint against the Zurich Social Insurance Court concerning unpaid health insurance premiums for April to June 2010. It held that the appeal submissions failed to satisfy the minimum reasoning requirements of Art. 42 BGG, as they contained no proper request and did not explain any legal error in the cantonal decision. Since the arrears and their amount were undisputed and acknowledged, the complaint was manifestly insufficient. Court costs were waived.

Regest

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; non-entry for insufficiently reasoned appeal. An appeal must contain a proper prayer for relief and, in concise form, reasons showing how the challenged decision infringes federal law. The Federal Court examines only alleged legal violations and does not provide general legal advice. If the submissions do not permit review of any legally cognizable grievance, especially where the relevant facts are undisputed, the appeal is inadmissible in simplified procedure (consid. 1). Under Art. 66 Abs. 1 sentence 2 BGG, court costs may be waived in such a case (consid. 2).

Full text

9C_669/2012 {T 0/2}

Urteil vom 17. September 2012
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiberin Bollinger Hammerle.

Verfahrensbeteiligte
P.________,
Beschwerdeführer,

gegen

SUPRA Krankenkasse,
Chemin de Primerose 35, 1000 Lausanne 3,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Krankenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich
vom 29. Juni 2012.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 16. August 2012 (Poststempel) gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 29. Juni 2012, mit welcher P.________ insbesondere um eine Fristerstreckung ersucht hat,
in die Verfügung des Bundesgerichts vom 17. August 2012, mit welcher das Fristerstreckungsgesuch abgewiesen, P.________ aber darauf hingewiesen wurde, dass die Frist bis 15. August still gestanden hatte, und ihm überdies die Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung dargelegt wurden,
in die daraufhin von P.________ am 3. September 2012 (Poststempel) eingereichte Eingabe,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass die beiden Eingaben des Beschwerdeführers diesen inhaltlichen Mindestanforderungen nicht genügen, da sie keinen rechtsgenüglichen Antrag enthalten und den Ausführungen nicht entnommen werden kann, inwiefern die Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG - soweit überhaupt beanstandet - unzutreffend und die darauf beruhenden Erwägungen rechtsfehlerhaft sein sollen, zumal sich der Streitgegenstand auf ausstehende Versicherungsprämien für die Monate April bis Juni 2010 beschränkt, deren Höhe unbestritten geblieben ist und deren Ausstand der Beschwerdeführer anerkannt hat,
dass das Bundesgericht nur prüft, ob ein angefochtener Entscheid Recht verletzt während es nicht zu seinen Aufgaben gehört, allgemeine Rechtsauskünfte zu erteilen,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,
erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 17. September 2012

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Meyer

Die Gerichtsschreiberin: Bollinger Hammerle

Keywords

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