Non-entry for insufficiently reasoned appeal in disability insurance

9C_646/2008Federal Supreme Court / Public Law Division IIIAug 22, 2008Inadmissible

Extracted by Omnilex

Omnilex summary

The claimant appealed a Federal Administrative Court non-entry judgment in a disability insurance matter after failing to pay a requested cost advance. The Federal Supreme Court held that the filing did not satisfy the minimum reasoning requirements under Art. 42 BGG because it failed to show why the lower court’s finding on untimely payment and its non-entry consequence were incorrect. The appeal was therefore not entered into in simplified procedure. The Court also waived court costs under Art. 66 BGG. It noted that the August 5, 2008 filing was in substance a deadline-restoration request, which falls within the competence of the Federal Administrative Court.

Omnilex headnote

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; Art. 97 Abs. 1 BGG; Art. 66 Abs. 1 BGG; Anforderungen an die Beschwerdebegründung und Nichteintreten bei offensichtlicher Unzulänglichkeit: Die Beschwerdeschrift muss in gedrängter Form darlegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Bloss appellatorische Kritik genügt nicht. Fehlt es an einer Auseinandersetzung mit der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung und der daraus gezogenen Rechtsfolge, ist im vereinfachten Verfahren auf die Beschwerde nicht einzutreten. Über ein allfälliges Fristwiederherstellungsgesuch entscheidet die hierfür zuständige Vorinstanz (vgl. Erwägungen).

Full text

{T 0/2}
9C_646/2008

Urteil vom 22. August 2008
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiber Schmutz.

Parteien
J.________, Bosnien-Herzegowina,
Beschwerdeführer,
vertreten durch lic. iur. R.________,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland,
Avenue Edmond-Vaucher 18, 1203 Genf,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid
des Bundesverwaltungsgerichts
vom 28. Juli 2008.

In Erwägung,
dass J.________ mit Eingabe vom 5. August 2008 (Poststempel) das Bundesverwaltungsgericht um Wiedererwägung des Urteils C-8551/2007 vom 28. Juli 2008 (Nichteintreten zufolge fehlender Einzahlung des am 14. April 2008 verfügungsweise eingeforderten Kostenvorschusses, dem Rechtsvertreter ausgehändigt am 15. April 2008) ersuchte und es dazu aufforderte, bei Fehlen der entsprechenden Voraussetzungen das Gesuch als Beschwerde an das Bundesgericht weiterzuleiten,
dass das Bundesverwaltungsgericht am 14. August 2008 die Eingabe vom 5. August 2008 sowie das komplette Beschwerdedossier dem Bundesgericht zur weiteren Veranlassung übermittelte,
dass ein Rechtsmittel an das Bundesgericht gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form dazulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass die Beschwerde diesen inhaltlichen Mindestanforderungen offensichtlich nicht genügt, da den Ausführungen nicht entnommen werden kann, inwiefern die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung fehlender rechtzeitiger Zahlung des ordnungsgemäss verfügten Kostenvorschusses im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG unzutreffend und der daraus gezogene Schluss auf Nichteintreten rechtsfehlerhaft sein sollten,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 in fine BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,
dass die Eingabe vom 5. August 2008 ein Fristwiederherstellungsgesuch darstellt, für welches das Bundesverwaltungsgericht zuständig ist,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Bundesverwaltungsgericht und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 22. August 2008

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Meyer Schmutz

Keywords

disability insuranceappeal admissibilityreasoning requirementscost advancenon-entrydeadline restorationcourt costs

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the appeal met the minimum reasoning requirements of Art. 42 BGG.

Extracted holding

No. The filing did not explain why the lower court's finding about the untimely payment of the cost advance and the resulting non-entry decision was wrong.

Extracted reasoning

Under Art. 42(1) and (2) BGG, the appeal must contain requests and reasons showing in a concise manner how the challenged decision violates law. That threshold was not met.

Key legal question

Whether the case could be treated as a request for restoration of a deadline.

Extracted holding

The August 5, 2008 filing was a request for restoration of time, and the Federal Administrative Court is competent to decide it.

Extracted reasoning

The court distinguished the restoration request from the inadmissible appeal and indicated the competent forum for that request.

Continue your research in ChatGPT or Claude

Connect Omnilex to search the legal corpus from your AI assistant.