Non-entry for insufficiently reasoned invalidity insurance appeal

9C_458/2007Federal Supreme Court / Public Law Division IIIAug 29, 2007Dismissed

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Omnilex summary

The appellant challenged a cantonal decision denying an invalidity pension, but her federal appeal did not address the decisive findings or explain how the lower court allegedly violated federal law. The Supreme Court held that the brief failed to satisfy the minimum reasoning requirements of Art. 42 BGG and therefore did not enter into the appeal under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. Court costs of CHF 200 were imposed, to be offset against the CHF 500 advance, with CHF 300 refunded.

Omnilex headnote

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG: An appeal must set out, in a concise and case-specific manner, which legal errors the challenged decision contains; purely general or unsubstantial submissions do not suffice. The Federal Supreme Court does not enter into an appeal that manifestly lacks adequate reasoning. Where the appeal does not engage with the decisive factual findings and legal considerations of the cantonal judgment, non-entry follows in summary procedure. Court costs may be charged to the appellant under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Full text

{T 0/2}
9C_458/2007

Urteil vom 29. August 2007
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiber Nussbaumer.

Parteien
M.________,
Beschwerdeführerin, vertreten durch Beratungsstelle
für Ausländer, Schützengasse 7, 8001 Zürich,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Brauerstrasse 54, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom
31. Mai 2007.

Das Präsidium der II. sozialrechtlichen Abteilung hat nach Einsicht
in die von M.________ am 9. Juli 2007 erhobene Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 31. Mai 2007 betreffend IV-Rente,
in Erwägung,
dass die Beschwerdeschrift gemäss Art. 42 Abs. 1 BGG die Begehren und die Begründung zu enthalten hat; im Rahmen der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG),
dass die Vorbringen sachbezogen sein müssen, damit aus der Beschwerdeschrift ersichtlich ist, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (zum alten Recht: BGE 123 V 335 E. 1a S. 336 mit Hinweisen; vgl. BGE 131 II 449 E. 1.3 S. 452),
dass das Bundesgericht auf die Beschwerde nicht eintritt, wenn eine Eingabe diesen Anforderungen offensichtlich nicht genügt (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass die Beschwerdeschrift vom 9. Juli 2007 den inhaltlichen Mindestanforderungen nicht genügt, da sie zwar einen rechtsgenüglichen Antrag enthält, den Ausführungen jedoch nicht entnommen werden kann, inwiefern die Sachverhaltsfeststellungen des kantonalen Gerichts im Sinne von Art. 105 Abs. 2 BGG - soweit überhaupt beanstandet - unzutreffend sein sollen oder die Verneinung des Anspruchs auf eine Invalidenrente (Art. 28 IVG, Art. 16 ATSG) Bundesrecht verletzen sollte (Art. 95 lit. a BGG),
dass sich die Beschwerde namentlich nicht mit der vorinstanzlichen Feststellung, die Versicherte wäre angesichts der im Dezember 2002 erfolgten Geburt der Zwillinge auch als Gesunde bis zur Einschulung der Kinder im August 2009 nicht erwerbstätig, und der daraus gezogenen rechtlichen Schlussfolgerung auseinandersetzt, wonach die Invalidität bis zu dem für die Beurteilung massgebenden Zeitpunkt der Verwaltungsverfügung (hier: 13. November 2006) nach dem Betätigungsvergleich zu ermitteln ist,
dass in der Beschwerde auch nicht dargelegt wird, inwiefern die vorinstanzliche Feststellung, gestützt auf die medizinischen Unterlagen, namentlich das Gutachten der MEDAS vom 3. Juli 2006, sei die Versicherte im Bereich der Hausarbeit zu 70% arbeitsfähig, offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 105 Abs. 2 BGG sein sollte,
dass die Rechtsschrift demgemäss keine sachbezogene - und damit hinreichende - Begründung im Sinne von Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG enthält, weshalb darauf nicht eingetreten werden kann (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass die Gerichtskosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG),
in Anwendung von Art. 65 sowie Art. 66 Abs. 1 BGG und im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

erkannt:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 200.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Sind sind durch den geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 500.- gedeckt; der Differenzbetrag von Fr. 300.- wird zurückerstattet.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen und dem Bundesamt für Sozialversicherungen zugestellt.
Luzern, 29. August 2007
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:
i.V.

Keywords

invalidity insuranceappeal reasoningnon-entryhousehold capacitycostssummary procedure

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Key legal question

Whether the appeal met the reasoning requirements of Art. 42 BGG.

Extracted holding

The appeal did not contain a sufficiently specific, case-related legal reasoning.

Extracted reasoning

The appellant failed to explain in a focused manner why the cantonal findings were wrong or why the denial of an invalidity pension violated federal law; mere submission of a request was insufficient.

Key legal question

Whether the Federal Supreme Court could enter into the merits of the invalidity pension claim.

Extracted holding

No; because the appeal was manifestly insufficiently reasoned, the Court could not review the merits.

Extracted reasoning

The brief did not engage with the decisive findings on the hypothetical employment situation and the 70% capacity in household work, nor with the evidentiary basis from the MEDAS report.

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