Social insurance appeal dismissed for insufficient reasoning

9C_436/2014Federal Supreme Court / Public Law Division IIIJun 12, 2014Dismissed

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Omnilex summary

The claimant appealed a cantonal judgment concerning supplementary benefits to AHV/IV. The Federal Supreme Court held that the appeal did not satisfy the minimum reasoning requirements under Art. 42 BGG, because it contained only appellatory criticism and failed to demonstrate any qualifiedly incorrect factual findings or legal error. The court therefore did not enter into the appeal under the simplified procedure. It also waived court costs.

Omnilex headnote

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 BGG: Anforderungen an die Beschwerdebegründung und Nichteintreten bei ungenügender Rüge. Die Beschwerde muss in gedrängter Form darlegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Bloss appellatorische Kritik genügt nicht; eine Beanstandung der Sachverhaltsfeststellung setzt darzutun voraus, dass diese qualifiziert unrichtig, namentlich willkürlich, sei und auf dem behaupteten Mangel beruhende Rechtsfehler vorliegen. Fehlt es daran, ist auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten (consid. 1).

Full text

{T 0/2}

9C_436/2014

Urteil vom 12. Juni 2014

II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Meyer, als Einzelrichter,
Gerichtsschreiber Schmutz.

Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Kantonale Ausgleichskasse Glarus,
Burgstrasse 6, 8750 Glarus,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Ergänzungsleistung zur AHV/IV,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Glarus
vom 23. April 2014.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 30. Mai 2014 (Poststempel) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Glarus vom 23. April 2014,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass die Eingabe der Beschwerdeführerin diesen für eine gültige Beschwerde an das Bundesgericht gesetzlich verlangten Mindestanforderungen klar erkennbar nicht genügt, da den Ausführungen nicht entnommen werden kann, inwiefern die Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG - soweit überhaupt beanstandet - qualifiziert unzutreffend (unhaltbar, willkürlich; BGE 132 III 209 E. 2.1 S. 211) und die darauf beruhenden Erwägungen rechtsfehlerhaft sein sollen, kommen doch die Vorbringen über eine appellatorische Kritik nicht hinaus, welche im Rahmen von Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG nicht ausreicht,
dass die Eingabe vom 30. Mai 2014, weil unzureichend begründet, kein gültiges Rechtsmittel darstellt,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt der Einzelrichter:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Glarus und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 12. Juni 2014
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Meyer

Der Gerichtsschreiber: Schmutz

Keywords

supplementary benefitsinadmissibilityreasoned appealappellatory criticismsimplified procedurecourt costs

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Key legal question

Whether the appeal met the formal reasoning requirements of Art. 42 BGG.

Extracted holding

No. The filing did not adequately explain how the challenged decision violated the law.

Extracted reasoning

The submissions did not show any qualifiedly incorrect factual findings or legal error; they amounted only to appellatory criticism, which is insufficient.

Key legal question

Whether court costs should be charged.

Extracted holding

No court costs were imposed.

Extracted reasoning

Because the case was dealt with in the simplified procedure and the appeal was not entered into, the court waived costs under Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG.

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