Appeal not admitted for insufficient reasoning in IV case

9C_366/2011Federal Supreme Court / Public Law Division IIIMay 31, 2011Inadmissible

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Omnilex summary

The Federal Supreme Court did not enter into the appellant's challenge against the Zurich Social Insurance Court's decision confirming the end of his half disability pension. The appeal failed because it did not address the reasoning of the lower court and therefore did not meet the minimum requirements of Art. 42 BGG. The Court noted that the new medical report would not alter the outcome and that the request for a disability-related deduction was inadequately reasoned. No court costs were charged, and the legal-aid request became moot.

Omnilex headnote

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; Begründungsanforderungen der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten; die Beschwerde muss sich mit den entscheidrelevanten Erwägungen des angefochtenen Entscheids sachbezogen auseinandersetzen. Blosses Vorbringen abweichender medizinischer Einschätzungen genügt nicht, wenn die Vorinstanz sich damit bereits befasst hat. Ein vorgebrachtes neues Beweismittel bleibt unbeachtlich, soweit es die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung nicht als qualifiziert rechtsfehlerhaft erscheinen lässt (Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 2 BGG). Eine ungenügend begründete Beschwerde wird im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG erledigt; bei besondern Umständen können Gerichtskosten ganz erlassen werden (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Full text

9C_366/2011 {T 0/2}

Urteil vom 31. Mai 2011
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiber Fessler.

Verfahrensbeteiligte
T.________,
vertreten durch Beratungsstelle für Ausländer M. Milovanovic,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle des Kantons Zürich,
Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozial-versicherungsgerichts des Kantons Zürich
vom 18. März 2011.

Nach Einsicht
in die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten des T.________ vom 10. Mai 2011 gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 18. März 2011 betreffend die Aufhebung (Befristung gemäss Verfügung vom 12. November 2009) der halben Rente der Invalidenversicherung auf Ende Januar 2009,

in Erwägung,
dass gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG die Beschwerde unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass die Eingabe vom 10. Mai 2011 diesen inhaltlichen Mindestanforderungen offensichtlich nicht genügt, weil eine Auseinandersetzung mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids gänzlich fehlt,
dass die blosse Berufung auf Arztberichte und darin enthaltene vom Administrativgutachten abweichende Arbeitsunfähigkeitsschätzungen, mit denen sich die Vorinstanz schon auseinandergesetzt hat, den Anforderungen an eine sachbezogene Begründung nicht zu genügen vermag (Urteile 9C_27/2011 vom 24. Januar 2011 und 9C_735/2010 vom 21. Oktober 2010 E. 3),
dass offenbleiben kann, ob es sich beim eingereichten ärztlichen Bericht vom 3. März 2011 um ein unzulässiges neues Beweismittel handelt (Art. 99 Abs. 1 BGG), da dieser offensichtlich nicht geeignet ist, die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung als qualifiziert rechtsfehlerhaft erscheinen zu lassen (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG),
dass die Rüge, der rechtserhebliche medizinische Sachverhalt sei unvollständig abgeklärt, einzig damit begründet wird, es bestünden "extreme unterschiedliche Meinungen", was klarerweise nicht genügt, sowenig wie der Beschwerdeführer den Antrag um Gewährung eines leidensbedingten Abzugs von 20 % hinreichend begründet,
dass die offensichtlich ungenügende Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG erledigt wird,
dass von der Erhebung von Gerichtskosten umständehalber abzusehen (Art. 66 Abs. 1 BGG), das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege demzufolge gegenstandslos ist,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 31. Mai 2011

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Meyer Fessler

Keywords

social insurancedisability pensionappeal admissibilityreasoning requirementsnew evidencefree legal aidcourt costs

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the federal appeal satisfied the minimum reasoning requirements of Art. 42 BGG

Extracted holding

No. The filing did not engage with the contested judgment's reasoning and was therefore manifestly insufficiently reasoned.

Extracted reasoning

A valid federal appeal must state requests and briefly explain how the challenged act violates law. Mere reference to medical reports and different incapacity assessments, already discussed below, is not enough.

Key legal question

Whether the court had to examine the submitted medical report of 3 March 2011 as new evidence

Extracted holding

No determination was necessary; even assuming admissibility, the report could not make the lower court's fact-finding appear plainly erroneous.

Extracted reasoning

The report was in any event incapable of showing qualified factual error under Arts. 97(1) and 105(2) BGG.

Key legal question

Whether the request for a 20% disability-related deduction and for legal aid should be granted

Extracted holding

No. The deduction request was insufficiently substantiated, and the legal-aid request became moot once the appeal was not entered upon.

Extracted reasoning

The appellant merely alleged divergent opinions and did not properly justify the requested deduction.

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