Non-entry for insufficiently reasoned appeal in disability insurance case

9C_235/2011Federal Supreme Court / Public Law Division IIIMar 29, 2011Inadmissible

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Omnilex summary

The claimant appealed a Zurich Social Insurance Court judgment in a disability insurance matter. The Federal Court held that the appeal did not satisfy the reasoning requirements of Art. 42 BGG, because it consisted essentially of appellatory criticism of the medical evidence and did not show any violation of federal law or manifestly incorrect fact-finding. The court therefore declined to enter into the appeal under Art. 108(1)(b) BGG without setting a cure deadline. Court costs were exceptionally waived.

Omnilex headnote

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; Art. 97 Abs. 1 BGG; Art. 95 lit. a BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; ungenügend begründete Beschwerde und Nichteintreten im vereinfachten Verfahren. Die Beschwerdeschrift muss in gedrängter Form darlegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt; erforderlich ist eine gezielte Auseinandersetzung mit den tragenden Erwägungen des angefochtenen Entscheids. Bloss appellatorische Kritik an der Beweiswürdigung und die Darlegung einer abweichenden Sachverhaltsauffassung genügen nicht. Ist die Unzulänglichkeit offensichtlich, kann ohne Nachfristansetzung im vereinfachten Verfahren auf die Beschwerde nicht eingetreten werden. Kosten können ausnahmsweise erlassen werden (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG).

Full text

9C_235/2011 {T 0/2}

Urteil vom 29. März 2011
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiber Traub.

Verfahrensbeteiligte
T.________, vertreten durch
Herr Milosav Milovanovic,
c/o Beratungsstelle für Ausländer,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle des Kantons Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich
vom 31. Januar 2011.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 21. März 2011 gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 31. Januar 2011,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung enthalten muss, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass aus der Begründung mithin ersichtlich sein muss, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245; 131 II 449 E. 1.3 S. 452),
dass die Beschwerde diesen inhaltlichen Mindestanforderungen nicht genügt, weil darin im Wesentlichen nur in Form appellatorischer Tatsachenkritik die medizinischen Unterlagen abweichend gewürdigt und daraus andere Schlüsse als die vorinstanzlichen gezogen werden, was nicht genügt (statt vieler: Urteil 8C_105/2011 vom 11. März 2011 mit Hinweisen),
dass den Ausführungen insgesamt nicht entnommen werden kann, inwiefern der angefochtene Entscheid auf offensichtlich unrichtiger Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG beruhen oder sonst bundesrechtswidrig (Art. 95 lit. a BGG) sein sollte,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG - ohne Ansetzung einer Nachfrist zur Verbesserung (BGE 134 II 244 E. 2.4 S. 247) - auf die Beschwerde nicht einzutreten ist,
dass in dieser Verfahrenslage kein Raum für Weiterungen irgendwelcher Art besteht,
dass in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten - umständehalber - verzichtet wird,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 29. März 2011

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Meyer Traub

Keywords

disability insuranceappeal admissibilityreasoning requirementsappellate criticismnon-entrycourt costs

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the appeal met the formal reasoning requirements of Art. 42 BGG

Extracted holding

No. The appeal did not explain in a legally sufficient way why the challenged decision violated federal law or was based on manifestly incorrect factual findings.

Extracted reasoning

The submissions mainly repeated appellant-style criticism of the medical evidence and proposed a different assessment of the facts, which is insufficient under Art. 42 BGG.

Key legal question

Whether the Federal Court should enter into the appeal under the simplified procedure

Extracted holding

No entry was possible under the simplified procedure because the appeal was manifestly insufficiently reasoned.

Extracted reasoning

Since the defect was evident from the file, the court applied Art. 108(1)(b) BGG and dispensed with granting a time limit to cure the defect.

Key legal question

Whether court costs should be charged

Extracted holding

Court costs were waived in the circumstances.

Extracted reasoning

The court invoked Art. 66(1) second sentence BGG and decided not to levy costs due to the circumstances of the case.

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