Social insurance appeal inadmissible for insufficient reasoning

9C_207/2013Federal Supreme Court / Public Law Division IIIApr 30, 2013Inadmissible

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Omnilex summary

T. appealed to the Federal Supreme Court against a Basel-Landschaft social insurance judgment. The court held that the appeal did not satisfy the reasoning requirements of Art. 42 BGG because it merely argued the facts as if full review were possible and failed to show manifestly incorrect fact-finding under Art. 105 BGG. In simplified procedure, the court therefore did not enter into the appeal. Given the circumstances, it waived court costs.

Omnilex headnote

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG, Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 BGG; Anforderungen an die Begründung der Beschwerde und Nichteintreten bei ungenügender Rüge der Sachverhaltsfeststellung. Die Beschwerde muss in gedrängter Form darlegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Wird bloss eine freie Überprüfung des Sachverhalts verlangt oder werden die vorinstanzlichen Feststellungen nicht substanziiert als offensichtlich unrichtig, unhaltbar oder willkürlich beanstandet, ist auf das Rechtsmittel nicht einzutreten. Im vereinfachten Verfahren kann der Einzelrichter bei offensichtlicher Unzulänglichkeit der Begründung auf die Beschwerde nicht eintreten; Gerichtskosten können ausnahmsweise erlassen werden (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG).

Full text

{T 0/2}
9C_207/2013

Urteil vom 30. April 2013
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Meyer, als Einzelrichter,
Gerichtsschreiber Scartazzini.

Verfahrensbeteiligte
T.________,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, vom 29. November 2012.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 14. März 2013 (Poststempel) gegen den Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, vom 29. November 2012,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass die Beschwerde formuliert ist, wie wenn das Bundesgericht die Tatsachen (Gesundheitszustand, Leistungsvermögen) frei überprüfen könnte, was gesetzlich ausgeschlossen ist (Art. 105 Abs. 1 BGG),
dass den gemachten Ausführungen nicht entnommen werden kann, inwiefern die kritisierten Sachverhaltsfeststellungen des kantonalen Gerichts im Sinne von Art. 105 Abs. 2 BGG qualifiziert unzutreffend (offensichtlich unrichtig, unhaltbar, willkürlich, vgl. BGE 135 II 145 E. 8.1 S. 153 mit Hinweis; zum Begriff der Willkür BGE 137 I 1 E. 2.4 S. 5 mit Hinweisen) und die darauf beruhenden Erwägungen rechtsfehlerhaft sein sollen,
dass der Beschwerdeführer somit nicht darlegt, inwiefern der Entscheid gegen Bundesrecht verstösst,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und von der Erhebung von Gerichtskosten umständehalber (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG) abzusehen ist,

erkennt der Einzelrichter:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 30. April 2013

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Meyer

Der Gerichtsschreiber: Scartazzini

Keywords

social insuranceappeal admissibilityreasoning requirementmanifestly incorrect factsnon-entrycourt costs

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the appeal complied with the Federal Supreme Court's reasoning requirements

Extracted holding

The appeal did not meet the statutory pleading requirements because it failed to show, in a legally sufficient way, why the cantonal court's factual findings were manifestly incorrect or why its legal reasoning violated federal law.

Extracted reasoning

The submission argued as if the Federal Supreme Court could freely review the facts, which is excluded. It did not substantiate any qualified error under Art. 105(2) BGG and therefore did not properly challenge the cantonal decision.

Key legal question

Whether court costs should be charged

Extracted holding

No court costs were imposed in the circumstances.

Extracted reasoning

The court exercised its discretion to waive costs.

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