Revisions request inadmissible; no court costs charged

8F_11/2013Federal Supreme Court / Public Law Division IVSep 5, 2013Dismissed

Summary

The applicant filed a submission styled as a request for reconsideration of a prior Federal Supreme Court judgment in a social assistance matter. The Court held that reconsideration of its own judgments is impossible and treated the filing as a revision request. It found the request inadmissible because the applicant merely repeated arguments from the earlier revision proceedings, raised nothing that could not have been raised then, and attempted to have legal reasoning reviewed again. The Court ordered that no court costs be charged, rendering the fee waiver request moot.

Regest

Art. 121 lit. d, Art. 124 Abs. 1 lit. a and Art. 66 Abs. 1 sentence 2 BGG; revision of a Federal Supreme Court judgment is inadmissible where the applicant merely repeats arguments already advanced in prior revision proceedings or could and should have invoked them earlier. Revision cannot serve to obtain a new review of legal reasoning. A filing labeled as reconsideration is to be treated according to its true procedural nature; the Court may waive costs ex officio, in which case an application for exemption from costs becomes moot.

Full text

{T 0/2}

8F_11/2013

Urteil vom 5. September 2013

I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Leuzinger, Präsidentin,
Bundesrichter Ursprung, Bundesrichterin Heine,
Gerichtsschreiber Grünvogel.

Verfahrensbeteiligte
S.________,
Gesuchsteller,

gegen

Sozialhilfe Basel-Stadt, Klybeckstrasse 15, 4057 Basel, vertreten durch das Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt des Kantons Basel-Stadt, Generalsekretariat, Rheinsprung 16-18, 4051 Basel,
Gesuchsgegnerin.

Gegenstand
Sozialhilfe (Prozessvoraussetzung),

Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 8F_8/2013 vom 17. Juli 2013.

Nach Einsicht
in die als Wiedererwägungsgesuch betreffend das Urteil 8F_8/2013 vom 17. Juli 2013 bezeichnete Eingabe des S.________,

in Erwägung,
dass eine Wiedererwägung eines bundesgerichtlichen Urteils nicht möglich ist,
dass die Eingabe somit als Revisionsgesuch entgegenzunehmen ist,
dass das Urteil 8F_8/2013 vom 17. Juli 2013 das Revisionsgesuch vom 13./15. Juni 2013 gegen das Urteil 8C_300/2013 vom 31. Mai 2013 zum Gegenstand hatte,
dass darin in Anwendung von Art. 121 lit. d BGG die Nichtberücksichtigung eines angeblich dem Gericht vorgelegenen Aktenstücks Prozessthema war,
dass der Gesuchsteller dies mit vorliegender Eingabe erneut zu thematisieren versucht,
dass er dabei nichts vorbringt, was er nicht bereits im ersten Revisionsverfahren hätte vorbringen können und in Nachachtung von Art. 124 Abs. 1 lit. a BGG auch hätte vorbringen müssen,
dass überdies die Rechtsanwendung im Rahmen eines Revisionsverfahrens nicht (nochmals) überprüft werden kann,
dass sich dergestalt das eingereichte Gesuch auch unter dem Blickwinkel der Revisionsbestimmungen als unzulässig erweist,
dass auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG), womit sich das ebenfalls gestellte Gesuch um Befreiung von Gerichtskosten als gegenstandslos erweist,
dass, soweit der Gesuchsteller überdies um Erlass oder Ratenzahlung der im Urteil 8F_8/2013 vom 17. Juli 2013 gesprochenen Gerichtskosten ersucht, die Eingabe an den hierfür zuständigen Finanzdienst bereits weitergeleitet ist,
erkennt das Bundesgericht:

1.

Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien und dem Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 5. September 2013

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Leuzinger

Der Gerichtsschreiber: Grünvogel

Keywords

revisioninadmissibilityreconsiderationcourt costssocial assistance