Non-entry for insufficiently reasoned appeal

8C_946/2010Federal Supreme Court / Public Law Division IVJan 7, 2011Dismissed

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Omnilex summary

K.________ appealed a cantonal decision in an accident-insurance dispute against SUVA. The Federal Supreme Court held that the appeal did not satisfy the reasoning requirements of Art. 42 BGG because it did not engage with the decisive cantonal reasoning and relied mainly on appellatory criticism. In simplified procedure, the court therefore declined to enter on the appeal without setting a cure period. Court costs of CHF 300 were imposed on the appellant.

Omnilex headnote

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; ungenügende Beschwerdebegründung: Das Rechtsmittel hat sich sachbezogen und in gedrängter Form mit den für den Entscheid massgeblichen Erwägungen auseinanderzusetzen und konkret aufzuzeigen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt oder den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt hat. Blosses Wiederholen vorinstanzlicher Vorbringen oder appellatorische Kritik genügt nicht. Ist die Begründung offensichtlich unzureichend, kann im vereinfachten Verfahren ohne Nachfristansetzung auf die Beschwerde nicht eingetreten werden (vgl. auch BGE 134 II 244 E. 2.4).

Full text

{T 0/2}
8C_946/2010

Urteil vom 7. Januar 2011
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
K.________,
vertreten durch Fürsprecherin Véronique Bachmann,
Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 1, 6004 Luzern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Unfallversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern
vom 13. Oktober 2010.

Nach Einsicht
in die Beschwerde des K.________ vom 16. November 2010 (Datum des Poststempels) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, vom 13. Oktober 2010,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten hat, wobei im Rahmen der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG); die Begründung muss sachbezogen sein, damit aus ihr ersichtlich ist, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (BGE 131 II 449 E. 1.3 S. 452; 123 V 335 E. 1 S. 337 f. mit Hinweisen); dies setzt voraus, dass sich die Beschwerde führende Person mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen auseinandersetzt (BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f. mit weiteren Hinweisen),
dass die Beschwerde vom 16. November 2010 diesen gesetzlichen Begründungsanforderungen nicht genügt, da sie sich - in weitgehender wortwörtlicher Wiederholung der bereits im kantonalen Verfahren vorgetragenen Ausführungen - mit den entscheidenden Erwägungen der Vorinstanz nicht in hinreichender Weise auseinandersetzt und weder konkret rügt noch im Einzelnen aufzeigt, inwiefern das Verwaltungsgericht eine Rechtsverletzung gemäss Art. 95 f. BGG bzw. eine qualifiziert fehlerhafte Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG begangen haben sollte, woran auch die in unsubstanziierter Weise vorgebrachten Einwendungen bezüglich des vorinstanzlichen "Eingreifens in ein privatrechtliches Verhältnis" ebenso wenig etwas ändern wie die sachfremden (weil hier gar nicht zur Diskussion stehenden) Hinweise auf "Prämienleistungen" der Firma resp. die Anwendung der "ausserordentlichen Bemessungsmethode"; im Übrigen erschöpfen sich die Vorbringen des Beschwerdeführers zur Hauptsache in appellatorischer Kritik, was rechtsprechungsgemäss ungenügend ist (BGE 130 I 290 E. 4.10 S. 302; statt vieler: unveröffentlichte Urteile 8C_1064/2009 vom 5. Februar 2010, 9C_1019/2009 vom 21. Dezember 2009, 8C_923/2009 vom 3. Dezember 2009 und 2C_586/2009 vom 1. Oktober 2009; vgl. auch Laurent Merz, in: Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 2008, N. 53 zu Art. 42 BGG und dortige weitere Hinweise),
dass demnach - ohne Ansetzung einer Nachfrist zur Verbesserung (BGE 134 II 244 E. 2.4 S. 247) - im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht eingetreten werden kann,
dass dem Verfahrensausgang entsprechend die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG),

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 7. Januar 2011
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Batz

Keywords

admissibilityreasoning requirementnon-entryappellate criticismcourt costssocial insurance

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Key legal question

Whether the appeal met the Federal Supreme Court's pleading and reasoning requirements under Art. 42 BGG.

Extracted holding

The appeal did not sufficiently address the decisive reasons of the cantonal decision and therefore failed the statutory reasoning requirements.

Extracted reasoning

The submissions largely repeated the cantonal arguments, did not concretely show how the lower court violated federal law or manifestly misstated the facts, and relied mainly on inadmissible appellate criticism.

Key legal question

Whether the court should enter the appeal without granting a cure period.

Extracted holding

No cure period was granted; the court applied summary procedure and refused to enter on the appeal.

Extracted reasoning

Because the defect was substantive and the pleading requirements were clearly unmet, the court could decline to set a deadline for correction.

Key legal question

Court costs

Extracted holding

Court costs were imposed on the appellant.

Extracted reasoning

Costs follow the outcome of the proceedings.

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