Social insurance appeal inadmissible for insufficient reasoning

8C_832/2013Federal Supreme Court / Public Law Division IVNov 28, 2013Inadmissible

Summary

The appellant sought federal review of a cantonal unemployment-insurance decision, but his submission did not satisfy the Federal Supreme Court's substantiation requirements. The court held that he failed to address the decisive cantonal reasoning on suspension of entitlement and raised only appellatory objections, including on health issues, without showing a violation of federal law or manifestly incorrect fact-finding. The appeal was therefore not entered upon in simplified procedure. Given the circumstances, the court waived judicial costs.

Regest

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; Begründungsanforderungen an die Beschwerde an das Bundesgericht. Das Rechtsmittel muss in gedrängter Form auf die für den Ausgang des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen eingehen und darlegen, inwiefern Bundesrecht verletzt sein soll; bloss appellatorische Kritik genügt nicht. Wird weder eine Verletzung nach Art. 95 ff. BGG noch eine qualifizierte Sachverhaltsrüge nach Art. 97 Abs. 1 BGG substanziiert erhoben, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Im Verfahren nach Art. 108 BGG entscheidet die Abteilungspräsidentin; Kosten können nach Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG ausnahmsweise erlassen werden.

Full text

{T 0/2}

8C_832/2013

Urteil vom 28. November 2013

I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Leuzinger, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
J.________,
Beschwerdeführer,

gegen

beco Berner Wirtschaft, Arbeitsvermittlung, Rechts-dienst, Lagerhausweg 10, 3018 Bern,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Arbeitslosenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungs-gerichts des Kantons Bern vom 16. Oktober 2013.

Nach Einsicht
in die Beschwerde des J.________ vom 18. November 2013 (Poststempel) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, vom 16. Oktober 2013,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG); die Bestimmungen der Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe,
dass die Beschwerde vom 18. November 2013 diesen Mindesterfordernissen offensichtlich nicht gerecht wird, da sie sich mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz betreffend Einstellung in der Anspruchsberechtigung gemäss Art. 17 sowie Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG nicht in einer den gesetzlichen Anforderungen an die Begründungspflicht genügenden Weise auseinandersetzt und namentlich weder rügt noch aufzeigt, inwiefern das kantonale Gericht im Sinne von Art. 95 f. BGG Recht verletzt bzw. den Sachverhalt gemäss Art. 97 Abs. 1 BGG qualifiziert unrichtig oder als auf einer Rechtsverletzung beruhend festgestellt haben sollte,
dass dieser Begründungsmangel offensichtlich ist (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG), woran auch die in bloss appellatorischer Weise erhobenen Einwendungen insbesondere bezüglich der gesundheitlichen Verhältnisse nichts ändern, weil auch insoweit gegenüber den entscheidwesentlichen vorinstanzlichen Erwägungen keine hinreichend substanziierten zulässigen Beschwerdegründe im Sinne von Art. 95 ff. BGG vorgebracht werden,
dass demnach, bei allem Verständnis für die Lage des Beschwerdeführers, kein gültiges Rechtsmittel eingereicht worden ist, weshalb auf die Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann,

dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, von der Erhebung von Gerichtskosten für das bundesgerichtliche Verfahren umständehalber abzusehen (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 28. November 2013

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Leuzinger

Der Gerichtsschreiber: Batz

Keywords

admissibilitysubstantiationnon-entryunemployment insuranceappellate reasoningcourt costs