No standing to appeal after annulment of conversion sentence

7B.206/2001Federal Supreme Court / Criminal Division IINov 15, 2001Inadmissible

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Omnilex summary

The Federal Supreme Court's Schuldbetreibungs- und Konkurskammer held that the debtor lacked standing to continue the complaint because the upper cantonal supervisory authority had already annulled the 8-day imprisonment conversion order in full as null. As the appellant was no longer affected, the federal complaint was inadmissible. The court also rejected the request for party compensation, noting that such compensation is not available in complaint proceedings under the applicable fee ordinance.

Omnilex headnote

Art. 19 SchKG; standing to complain requires current legal prejudice by the challenged supervisory decision. If the upper cantonal supervisory authority has fully annulled the contested measure as void, the complainant is no longer affected and lacks an admissible interest in further review. In such circumstances, the Federal Supreme Court will not enter into the complaint. Moreover, no party compensation may be awarded in SchKG complaint proceedings (Art. 62 Abs. 2 GebVSchKG).

Full text

[AZA 0/2]
7B.206/2001/zga

SCHULDBETREIBUNGS- UND KONKURSKAMMER


  1. November 2001

Es wirken mit: Bundesrichterin Nordmann, Präsidentin
der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer, Bundesrichterin
Escher, Bundesrichter Meyer und Gerichtsschreiber Levante.


In Sachen
X.________, Beschwerdeführer,

gegen
den Beschluss vom 10. August 2001 des Obergerichts des Kantons Zürich (II. Zivilkammer) als oberer kantonaler Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs (NV010002/U),

betreffend
Gesuch um Umwandlung einer Busse,

wird festgestellt und in Erwägung gezogen:

1.- Das Bezirksgericht Zürich (3. Abteilung) als untere kantonale Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs auferlegte X.________ im Rahmen eines Beschwerdeverfahrens gemäss Art. 17 SchKG mit Beschluss vom 25. Mai 1999 eine Busse von Fr. 250.--. Mit Beschluss vom 7. Februar 2001 wandelte das Bezirksgericht Zürich (3. Abteilung) als untere kantonale Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs - auf Gesuch hin der Abteilung Rechnungswesen des Bezirksgerichts - die Busse in 8 Tage Haft um und schob den Vollzug der Umwandlungsstrafe nicht auf. Hiergegen erhob X.________ Beschwerde. Das Obergericht des Kantons Zürich (II. Zivilkammer) als obere kantonale Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs hob am 10. August 2001 den angefochtenen Beschluss gestützt auf Art. 22 SchKG auf.

X.________ hat den Beschluss der oberen Aufsichtsbehörde mit Beschwerdeschrift vom 31. August 2001 (rechtzeitig) an die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts weitergezogen. Er stellt eine Reihe von Rechtsbegehren.

Die obere Aufsichtsbehörde hat keine Gegenbemerkungen angebracht. Auf die Einholung von Vernehmlassungen wurde verzichtet.

2.- Zur Beschwerde gemäss Art. 19 SchKG ist legitimiert, wer durch den Entscheid der oberen Aufsichtsbehörde in seinen Rechten betroffen ist und ein eigenes Interesse an der Aufhebung oder Abänderung des angefochtenen Entscheides hat (BGE 120 III 42 E. 3 S. 44). Die Vorinstanz hat die nicht aufgeschobene Umwandlungsstrafe von 8 Tagen Haft, welche zulasten des Beschwerdeführers ausgesprochen worden war, zufolge Nichtigkeit vollumfänglich aufgehoben. Der Beschwerdeführer ist daher durch den angefochtenen Entscheid - der allein Anfechtungsobjekt der Beschwerde gemäss Art. 19 SchKG bildet - in keiner Weise beschwert, so dass auf seine Beschwerde nicht eingetreten werden kann. Soweit der Beschwerdeführer im Übrigen sinngemäss geltend macht, die Vorinstanz habe ihm zu Unrecht keine Entschädigung zugesprochen, geht sein Einwand fehl: Im Beschwerdeverfahren darf keine Parteientschädigung zugesprochen werden (Art. 62 Abs. 2 GebVSchKG).

Demnach erkennt
die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer:

1.- Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.- Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Beschwerdegegner (Kanton Zürich, vertreten durch das Bezirksgericht Zürich, Abt. Rechnungswesen, Badenerstrasse 90, Postfach, 8026 Zürich) und dem Obergericht des Kantons Zürich (II. Zivilkammer) als oberer kantonaler Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs schriftlich mitgeteilt.

______________
Lausanne, 15. November 2001

Im Namen der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer
des SCHWEIZERISCHEN BUNDESGERICHTS
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Keywords

standingdebt enforcementnullityconversion sentencesupervisory complaintparty compensation

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Key legal question

Whether the debtor had standing to file a complaint under Art. 19 SchKG after the upper supervisory authority annulled the conversion sentence entirely.

Extracted holding

No. Because the challenged conversion sentence had already been fully set aside as void, the appellant was no longer adversely affected by the decision and lacked a legally protected interest in its annulment or modification.

Extracted reasoning

Standing requires that the challenged decision still affect the appellant's rights. Since the lower conversion order had been annulled in full, there was no remaining grievance.

Key legal question

Whether the appellant could obtain party compensation in the supervisory complaint proceedings.

Extracted holding

No party compensation can be awarded in this complaint procedure.

Extracted reasoning

Art. 62(2) GebVSchKG excludes an award of party compensation in the complaint proceedings.

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