projects
6F_4/2008 ΓÇó Revision request inadmissible for lack of stated grounds
6F_4/2008Federal Supreme Court / Criminal DivisionMay 20, 2008Inadmissible
The applicant requested revision of a prior Federal Supreme Court judgment. The court held that a revision request must invoke and substantiate one of the statutory grounds under Arts. 121-123 BGG. Because the applicant merely criticized the earlier legal reasoning and repeated arguments from the complaint proceedings without identifying any revision ground, the court did not enter into the request. Court costs of CHF 1,000 were imposed on the applicant. The court also indicated that any further submissions in the matter, especially further revision requests, would in future be filed without formal processing.
Art. 121-123 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG; requirements for a revision request to the Federal Supreme Court. A request for revision of a Federal Supreme Court judgment is admissible only if it expressly invokes a statutory ground for revision and explains in a reasoned manner how the challenged judgment is said to satisfy that ground. Mere criticism of the prior reasoning or repetition of arguments already raised in the ordinary appeal proceedings does not meet the substantiation requirement. Where no revision ground is identified, the court will not enter into the request; costs are allocated to the unsuccessful applicant under Art. 66 Abs. 1 BGG.
{T 0/2}
6F_4/2008/bri
Urteil vom 20. Mai 2008
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Bundesrichter Ferrari, Mathys,
Gerichtsschreiber Willisegger.
Parteien
X.________,
Gesuchsteller,
gegen
Generalprokurator des Kantons Bern, Hochschulstrasse 17, 3012 Bern,
Gesuchsgegner.
Gegenstand
Revision des Urteils des Bundesgerichts vom 5. März 2008 (6B_121/2008).
Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1.
Der Gesuchsteller reicht gegen das Urteil des Bundesgerichts vom 5. März 2008 (Verfahren 6B_121/2008) ein Revisionsgesuch ein.
Die Revision bundesgerichtlicher Entscheide ist nur aus den in Art. 121 - 123 BGG genannten Gründen möglich. In der Begründung des Revisionsgesuchs ist anzugeben, inwiefern mit dem angefochtenen bundesgerichtlichen Urteil welcher Revisionsgrund gesetzt worden sein soll (Art. 42 Abs. 2 BGG). Der Gesuchsteller legt nicht dar, auf welchen Revisionsgrund er sich beziehen will. Er beschränkt sich auf eine Kritik an den rechtlichen Überlegungen des Bundesgerichts, die dem angefochtenen Urteil zu Grunde liegen, und wiederholt seine bereits im Beschwerdeverfahren erhobenen Rügen. Damit ist er nicht zu hören. Auf das Revisionsgesuch ist nicht einzutreten.
2.
Die Gerichtskosten sind dem Gesuchsteller aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
3.
Weitere Eingaben in dieser Sache, insbesondere weitere Revisionsgesuche, werden in Zukunft ohne förmliche Erledigung zu den Akten gelegt.
Demnach erkennt das Bundesgericht:
1.
Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien und der Anklagekammer des Obergerichts des Kantons Bern schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 20. Mai 2008
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:
Schneider Willisegger