Criminal complaint inadmissible for insufficient reasoning

6B_938/2008Federal Supreme Court / Criminal DivisionJan 5, 2009Inadmissible

Summary

The Federal Supreme Court did not enter into a criminal complaint against a cantonal non-entry decision concerning alleged defamation and murder complaints. It held that the appellant's filing was partly abusive and failed to meet the Federal Supreme Court's reasoning requirements. The issue of standing could remain open. Court costs of CHF 800 were charged to the appellant.

Regest

Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2 and Art. 108 BGG; non-entry for insufficiently reasoned complaint: A Federal Supreme Court complaint is inadmissible where the submission does not, in a concrete and reasoned manner, engage with the decisive considerations of the cantonal judgment and does not demonstrate with sufficient clarity any violation of law or constitutional rights. Purely appellatory or abusive arguments do not satisfy the federal pleading requirements. The question of standing may be left open if the complaint is manifestly insufficiently reasoned. In such a case, the court may decide without further exchange of written submissions and impose costs on the unsuccessful party under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Full text

{T 0/2}
6B_938/2008/sst

Urteil vom 5. Januar 2009
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber Monn.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn, Franziskanerhof, Barfüssergasse 28, 4502 Solothurn,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Nichteintretensverfügung (Ehrverletzungsdelikte, Mord),

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Solothurn, Beschwerdekammer, vom 22. Oktober 2008.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.
Der Beschwerdeführer wendet sich dagegen, dass auf zwei Strafanzeigen gegen seine Schwägerin wegen Ehrverletzungsdelikten und wegen Mordes an seinem Schwiegervater nicht eingetreten und im angefochtenen Entscheid eine Beschwerde abgewiesen wurde. Die Frage der Beschwerdelegitimation kann offen bleiben. Aus der Beschwerde, die teilweise rechtsmissbräuchlich im Sinne von Art. 42 Abs. 7 BGG ist, ergibt sich nicht, dass und inwieweit die Vorinstanz den Sachverhalt offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG festgestellt, die Grundrechte des Beschwerdeführers verletzt oder sonst gegen das Recht im Sinne von Art. 95 BGG vertossen haben könnte. Die Eingabe genügt folglich den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 bzw. Art. 106 Abs. 2 BGG nicht. Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Solothurn, Beschwerdekammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 5. Januar 2009
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Schneider Monn

Keywords

inadmissibilityreasoned complaintnon-entrycriminal complaintcourt costsabusive filing