Non-entry on criminal appeal for merely appellatory criticism

6B_709/2007Federal Supreme Court / Criminal DivisionNov 24, 2007Inadmissible

Summary

The Federal Court declined to enter into a criminal appeal against a ten-year sentence for intentional homicide. It held that the appellant’s submissions attacked the cantonal judgment only in an appellatory manner and failed to demonstrate arbitrariness in fact-finding or evidence assessment. The complaint was therefore inadmissible under Art. 108 BGG. Court costs of CHF 800 were imposed on the appellant.

Regest

Art. 97 Abs. 1 BGG, Art. 108 BGG; inadmissibility of an appeal based solely on appellatory criticism of fact-finding and evidence assessment. Allegations of factual error must be substantiated in such a way that the challenged decision appears manifestly untenable, irreconcilable with the actual circumstances or based on a grave violation of legal principles. Merely presenting an alternative evaluation of the evidence does not suffice. Where the submissions fail to meet these requirements, the president may issue a non-entry decision in summary procedure (consid. 1). Costs follow the outcome and are charged to the unsuccessful appellant pursuant to Art. 66 Abs. 1 BGG (consid. 2).

Full text

{T 0/2}
6B_709/2007

Urteil vom 24. November 2007
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Gerichtsschreiber Monn.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Generalprokurator des Kantons Bern, Hochschulstrasse 17, 3012 Bern,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Vorsätzliche Tötung,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Bern, 2. Strafkammer, vom 11. Mai 2007.

Der Präsident zieht in Erwägung:
1.
Die Beschwerde richtet sich dagegen, dass der Beschwerdeführer wegen vorsätzlicher Tötung zu einer Freiheitsstrafe von zehn Jahren verurteilt wurde. Er macht geltend, die Vorinstanz habe den Sachverhalt offensichtlich unrichtig bzw. willkürlich festgestellt (Beschwerde S. 2 Ziff. II/2). "Offensichtlich unrichtig" im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG bedeutet "willkürlich" (BGE 133 II 249 E. 1.2.2), und willkürlich ist ein Entscheid nicht schon, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint, sondern nur, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 132 I 13 E. 5.1; 131 I 57 E. 2, 217 E. 2.1, 467 E. 3.1). Auf appellatorische Kritik tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 130 I 258 E. 1.3). Der Beschwerdeführer bemängelt in zwei Kapiteln "falsche und willkürliche Feststellungen des Sachverhalts" (Beschwerde S. 3 - 6) sowie "willkürliche Beweiswürdigung" (Beschwerde S. 6 - 9). Seine Ausführungen, die sich in Kritik erschöpfen, wie sie in einer Appellation vorgebracht werden müsste, legen nicht dar, dass der angefochtene Entscheid offensichtlich unrichtig oder auf andere Art willkürlich wäre. Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 800.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, 2. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 24. November 2007
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Keywords

intentional homicidearbitrarinessadmissibilityappellatory criticismsummary procedurecourt costs