Sentence reduction and electronic monitoring denied

6B_576/2013Federal Supreme Court / Criminal DivisionAug 22, 2013Dismissed

Summary

The Federal Court dismissed the defendant's criminal appeal against a cantonal judgment that had imposed a 4.5-year prison sentence, partly as a supplementary sentence to earlier Italian judgments, together with a five-day fine and a CHF 100 penalty. The appellant sought a reduction of the prison term and asked for treatment or electronic monitoring instead of an unconditional custodial sentence. The Court held that the lower court had already considered his personal circumstances without abusing its sentencing discretion and that no legal basis existed for a measure or electronic monitoring. Court costs of CHF 800 were charged to the appellant.

Regest

Art. 109 BGG; sentencing review and substitution of imprisonment by treatment measure or electronic monitoring; the Federal Court intervenes in sentencing only where the lower court has used irrelevant criteria, disregarded essential factors, or abused its discretion. If the lower court rejects a therapeutic measure on the basis of an expert assessment and the complaint does not demonstrate a legal error, that finding stands. Electronic monitoring is excluded where the custodial sentence imposed exceeds the statutory or practical threshold applicable to that mode of execution; a sentence of 4.5 years cannot be served in that form. Costs are allocated according to the outcome, with regard to the appellant’s financial situation where required.

Full text

{T 0/2}

6B_576/2013

Urteil vom 22. August 2013

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Mathys, Präsident,
Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari,
Bundesrichter Denys,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Landschaft, Emma Herwegh-Platz 2a, 4410 Liestal,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Strafzumessung (gewerbsmässiger Betrug usw.),

Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 4. Juni 2013.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1.

Das Kantonsgericht Basel-Landschaft verurteilte den Beschwerdeführer am 4. Juni 2013 im Berufungsverfahren wegen gewerbsmässigen Betrugs, mehrfacher, teilweise versuchter Erpressung, sexueller Handlungen mit Kindern und weiterer Delikte zu einer Freiheitsstrafe von 4 ½ Jahren, teilweise als Zusatzstrafe zu drei früheren Urteilen aus Italien, sowie einer Geldstrafe von fünf Tagessätzen zu je Fr. 10.-- und einer Busse von Fr. 100.--.

Der Beschwerdeführer wendet sich ans Bundesgericht und beantragt sinngemäss, die Freiheitsstrafe sei herabzusetzen.

2.

Der Beschwerdeführer begründet die Beschwerde mit seinen persönlichen Verhältnissen. Die Vorinstanz hat sich insoweit geäussert, worauf in Anwendung von Art. 109 BGG verwiesen werden kann (vgl. Urteil S. 36/37 E. 5). Es ist nicht ersichtlich, dass sie von rechtlich nicht massgebenden Kriterien ausgegangen wäre oder wesentliche Gesichtspunkte ausser Acht gelassen bzw. in Überschreitung oder Missbrauch ihres Ermessens falsch gewichtet hätte.

3.

Der Beschwerdeführer möchte anstelle einer unbedingten Freiheitsstrafe eine Suchtbehandlung bzw. die Verbüssung der Strafe mittels Electronic Monitoring (act. 5 Ziff. 10). Indessen stellt die Vorinstanz gestützt auf einen Gutachter fest, dass die Voraussetzungen für eine Massnahme nicht vorliegen (Urteil S. 34/35 E. 2). Was an dieser Schlussfolgerung gegen das Recht verstossen könnte, ergibt sich aus der Beschwerde nicht. Da es bei einer Freiheitsstrafe von 4 ½ Jahren bleibt, kommt auch die Vollzugsform des Electronic Monitoring von vornherein nicht in Betracht.

4.

Die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 109 BGG abzuweisen. Bei diesem Ausgang sind die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Seiner finanziellen Lage ist bei der Bemessung Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 22. August 2013

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Mathys

Der Gerichtsschreiber: C. Monn

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