No entry on revision appeal for lack of revision ground

6B_136/2012Federal Supreme Court / Criminal DivisionApr 19, 2012Inadmissible

Summary

The Federal Supreme Court did not enter into the criminal appeal against the St. Gallen Cantonal Court's refusal to consider a revision request in a defamation matter. It held that the appellant failed to attack the decisive reason for the lower court's non-entry decision, namely the absence of any invoked revision ground. His substantive arguments and unsupported allegations were therefore inadmissible. Court costs of CHF 800 were imposed on him; no compensation was awarded to the respondent.

Regest

Art. 108 BGG; appeal inadmissible where the appellant does not challenge the decisive ratio of the cantonal non-entry decision and merely reargues the merits. In revision matters, the party must invoke a legally relevant revision ground; absent such an allegation, the reviewing court may not examine substantive submissions. Unsupported disparaging assertions against authorities are not heard. Costs are imposed on the losing appellant under Art. 66 Abs. 1 BGG; no party compensation is due where the respondent incurred no expense.

Full text

{T 0/2}
6B_136/2012

Urteil vom 19. April 2012
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

A.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Hanspeter Strickler,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Revisionsgesuch (Verleumdung),

Beschwerde gegen den Beschluss des Kantonsgerichts St. Gallen, Strafkammer, vom 8. Februar 2012.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.
Im angefochtenen Entscheid wurde auf ein Revisionsgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten, weil er sich materiell zur Sache geäussert, jedoch keinen Revisionsgrund geltend gemacht hatte. Vor Bundesgericht behauptet er nicht, im kantonalen Verfahren einen Revisionsgrund vorgebracht zu haben. Seine materiellen Ausführungen sind unzulässig. Auch sein unbegründeter Vorwurf, in St. Gallen bekämen Ausländer und Rechtsvertreter immer Recht, ist nicht zu hören. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Dem Beschwerdegegner ist keine Entschädigung auszurichten, weil er im Verfahren vor Bundesgericht keine Umtriebe hatte.

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht St. Gallen, Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 19. April 2012

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Schneider

Der Gerichtsschreiber: C. Monn

Keywords

inadmissibilityrevisionnon-entrycriminal procedurecostsdefamation