Subsidiary constitutional complaint dismissed for insufficient reasoning

5D_77/2010Federal Supreme Court / Civil Division IIJun 14, 2010Inadmissible

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Omnilex summary

The Federal Supreme Court dealt with a subsidiary constitutional complaint against a cantonal judgment confirming definitive debt enforcement for CHF 3,272.65 plus accessories. It held that the complaint was inadmissible because the appellant failed to identify any constitutional rights or to demonstrate, with reference to the cantonal reasoning, how they were violated. A bare assertion that the debt had been paid, combined with general document references, was insufficient. The complaint was therefore not entered into, and court costs of CHF 500 were charged to the appellant.

Omnilex headnote

Art. 117 in conjunction with Art. 106 para. 2 and Art. 108 para. 1 lit. b BGG; subsidiary constitutional complaint: requirements of reasoning and consequences of insufficient substantiation. In a subsidiary constitutional complaint, the complainant must expressly invoke constitutional rights and, by reference to the decisive reasoning of the cantonal decision, demonstrate in a precise and detailed manner how those rights were infringed; mere assertions or blanket references to documents do not suffice (consid. 2). If this burden of substantiation is not met, the complaint is not entered into in simplified proceedings. The unsuccessful complainant bears the court costs under Art. 66 para. 1 BGG.

Full text

{T 0/2}
5D_77/2010

Urteil vom 14. Juni 2010
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Y.________,
vertreten durch Fürsprecher Dr. Peter Conrad,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Definitive Rechtsöffnung,

Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau (Zivilgericht, 5. Kammer) vom 27. April 2010.

Nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil vom 27. April 2010 des Obergerichts des Kantons Aargau, das eine Beschwerde des Beschwerdeführers gegen die erstinstanzliche Erteilung der definitiven Rechtsöffnung an die Beschwerdegegnerin für Fr. 3'272.65 (nebst Zins und Kosten) abgewiesen hat,

in Erwägung,
dass gegen das in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangene Urteil des Obergerichts mangels Erreichens der Streitwertgrenze (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe des Beschwerdeführers als solche entgegengenommen worden ist,
dass in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG sowie Art. 116 BGG), d.h. anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen (BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass das Obergericht im Urteil vom 27. April 2010 erwog, die Rechtsöffnungsforderung beruhe auf einem rechtskräftigen Urteil vom 19. März 2009 des Gerichtspräsidiums Z.________ (Parteikosten) und damit auf einem definitiven Rechtsöffnungstitel, der Beschwerdeführer behaupte zwar, "den geforderten Zahlungen zu 100 % nachgekommen" zu sein, erbringe jedoch den (nach Art. 81 Abs. 1 SchKG) für die Annahme der behaupteten Tilgung erforderlichen Urkundenbeweis nicht, weshalb die Rechtsöffnung zu erteilen sei,
dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht keine Verfassungsbestimmungen anruft,
dass er erst recht nicht nach den gesetzlichen Anforderungen anhand der entscheidenden obergerichtlichen Erwägungen aufzeigt, inwiefern das Urteil des Obergerichts vom 27. April 2010 verfassungswidrig sein soll,
dass es insbesondere nicht genügt, auch vor Bundesgericht Tilgung zu behaupten und pauschal auf zahlreiche Schriftstücke zu verweisen,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 14. Juni 2010
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Keywords

debt enforcementdefinitive legal openingsubsidiary constitutional complaintadmissibilityreasoning dutyconstitutional rightscourt costs

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Key legal question

Whether the subsidiary constitutional complaint was sufficiently reasoned to be admissible.

Extracted holding

No. The filing did not invoke constitutional rights or explain, with reference to the cantonal reasoning, how those rights were violated.

Extracted reasoning

In a subsidiary constitutional complaint, the complainant must specifically and clearly plead constitutional violations. Mere assertions of payment and general references to documents are insufficient.

Key legal question

Whether court costs should be imposed on the unsuccessful complainant.

Extracted holding

Yes. The losing party must bear the costs.

Extracted reasoning

Because the complaint was not admitted, the appellant was liable for costs under the general cost rule.

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