Non-entry on inadequate constitutional complaint; legal aid denied

5D_41/2010Federal Supreme Court / Civil Division IIFeb 23, 2010Inadmissible

Extracted by Omnilex

Omnilex summary

The Federal Supreme Court treated the filing as a subsidiary constitutional complaint against a Zurich appellate circular decision concerning extension of a security-deposit deadline and non-entry on a nullity complaint. It held that the appellant did not meet the strict reasoning requirements for constitutional complaints because he failed to address the cantonal court's reasoning in a concrete manner and did not show any constitutional violation. The Court also noted abusive litigation conduct. The complaint was therefore not entered into, legal aid was refused as hopeless, and court costs of CHF 500 were imposed on the appellant.

Omnilex headnote

Art. 113 ff., Art. 116, Art. 117 and Art. 108 Abs. 1 lit. b-c BGG; subsidiäre Verfassungsbeschwerde and duty to reason constitutional grievances: the Federal Supreme Court enters only on complaints that expressly invoke and substantiate specific constitutional rights by reference to the challenged reasoning. A mere disagreement with the cantonal decision or an unsubstantiated submission is insufficient. Manifestly inadequate or abusive filings justify non-entry in simplified procedure. Legal aid under Art. 64 Abs. 1 BGG is excluded where the complaint lacks prospects of success. Costs follow defeat under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Full text

{T 0/2}
5D_41/2010

Urteil vom 23. Februar 2010
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Y.________,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Befehl (Beschlagnahmung),

Verfassungsbeschwerde gegen den Zirkular-Erledigungsbeschluss vom 5. Januar 2010 des Obergerichts des Kantons Zürich (III. Zivilkammer).

Nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde gegen den Zirkular-Erledigungsbeschluss vom 5. Januar 2010 des Obergerichts des Kantons Zürich, das ein Gesuch des Beschwerdeführers um Erstreckung der Kautionsfrist abgewiesen hat und auf dessen Wiedererwägungsgesuch ebenso wenig eingetreten ist wie auf dessen Nichtigkeitsbeschwerde gegen die erstinstanzliche Abweisung seines Gesuchs um Beschlagnahmung der vom Beschwerdegegner eingereichten Akten,

in Erwägung,
dass gegen den in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangenen Zirkular-Erledigungsbeschluss des Obergerichts mangels Erreichens der Streitwertgrenze (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe des Beschwerdeführers als solche entgegengenommen worden ist,
dass in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG sowie Art. 116 BGG), d.h. anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen (BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass das Obergericht im Zirkular-Erledigungsbeschluss vom 5. Januar 2010 erwog, nach Entzug der unentgeltlichen Rechtspflege für das Kassationsverfahren und Ansetzung einer Frist zur Leistung einer Prozesskaution von Fr. 600.-- sowie nach Abweisung eines Wiedererwägungsgesuchs sei dem Beschwerdeführer die Kautionsfrist letztmals bis zum 23. Dezember 2009 erstreckt worden, auf das erneute Wiedererwägungsgesuch sei mangels veränderter Verhältnisse nicht einzutreten, dem Gesuch um nochmalige Fristerstreckung könne in Anbetracht der letztmals erstreckten Frist nicht stattgegeben werden, weil dieses Gesuch als trölerisch erscheine, werde keine Nachfrist angesetzt, sondern androhungsgemäss auf die Nichtigkeitsbeschwerde mangels Kautionsleistung nicht eingetreten,
dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht nicht in nachvollziehbarer Weise auf die obergerichtlichen Erwägungen eingeht,
dass er erst recht nicht nach den gesetzlichen Anforderungen anhand dieser Erwägungen aufzeigt, inwiefern der Zirkular-Erledigungsbeschluss des Obergerichts vom 5. Januar 2010 verfassungswidrig sein soll,
dass der Beschwerdeführer ausserdem einmal mehr missbräuchlich prozessiert (Art. 42 Abs. 7 BGG),
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende und ausserdem missbräuchliche - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art 108 Abs. 1 lit. b und c BGG nicht einzutreten ist,
dass dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zufolge der Aussichtslosigkeit der Verfassungsbeschwerde nicht entsprochen werden kann (Art. 64 Abs. 1 BGG),
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,
dass sich das Bundesgericht in dieser Sache vorbehält, allfällige weitere Eingaben in der Art der bisherigen, namentlich missbräuchliche Revisionsgesuche ohne Antwort abzulegen,
erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (einschliesslich Beiordnung eines Anwalts) wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 23. Februar 2010
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Keywords

constitutional complaintadmissibilityreasoning requirementlegal aidcourt costsabusive litigationsecurity depositnon-entry

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the subsidiary constitutional complaint was sufficiently reasoned to be admissible.

Extracted holding

The complaint did not engage with the cantonal court's reasoning in a comprehensible manner and failed to show, with the required specificity, which constitutional rights were violated and how.

Extracted reasoning

In a subsidiary constitutional complaint, constitutional rights must be expressly invoked and substantiated by reference to the challenged reasoning; otherwise the Federal Supreme Court will not enter into the matter.

Key legal question

Whether the appellant's conduct justified a finding of abusive litigation.

Extracted holding

Yes. The filing was again abusive.

Extracted reasoning

The Court noted repeated abusive conduct, which supports non-entry under the procedural rules governing manifestly insufficient and abusive submissions.

Key legal question

Whether legal aid including appointment of counsel should be granted.

Extracted holding

No, because the complaint had no prospects of success.

Extracted reasoning

Legal aid requires an arguable claim; a hopeless constitutional complaint does not satisfy that condition.

Key legal question

How the court costs should be allocated.

Extracted holding

Costs were imposed on the unsuccessful appellant.

Extracted reasoning

The losing party bears the court costs under the Federal Supreme Court Act.

Continue your research in ChatGPT or Claude

Connect Omnilex to search the legal corpus from your AI assistant.