Non-entry on insufficiently reasoned constitutional complaint

5D_2/2010Federal Supreme Court / Civil Division IIJan 26, 2010Inadmissible

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Omnilex summary

The Federal Supreme Court did not enter into the subsidiary constitutional complaint against the Aargau Higher Court's refusal to overturn definitive debt enforcement relief for CHF 4,516.25. The complaint failed to meet the strict reasoning requirements: it did not address the decisive cantonal reasoning, namely that the municipal decision was a final enforcement title and could not be reviewed on the merits in enforcement proceedings. The complainant merely restated his own view of the facts and contested the claim substantively. Court costs of CHF 600 were imposed on him.

Omnilex headnote

Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 and Art. 116 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; subsidiary constitutional complaint: admissibility and reasoning requirements. A subsidiary constitutional complaint is admissible only if the appellant, by reference to the challenged decision, clearly and specifically alleges which constitutional rights were violated and in what respect. Mere presentation of an alternative factual version or a substantive challenge to the underlying claim does not satisfy the strict burden of reasoning; failure to engage with the decisive cantonal considerations entails non-entry in summary proceedings. The court fee follows the outcome (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Full text

{T 0/2}
5D_2/2010

Urteil vom 26. Januar 2010
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Einwohnergemeinde Y.________,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Definitive Rechtsöffnung,

Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 18. November 2009 des Obergerichts des Kantons Aargau (Zivilgericht, 4. Kammer).

Nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 18. November 2009 des Obergerichts des Kantons Aargau, das eine Beschwerde des Beschwerdeführers gegen die Erteilung der definitiven Rechtsöffnung an die Beschwerdegegnerin für Fr. 4'516.25 abgewiesen hat,

in Erwägung,
dass gegen den in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangenen Entscheid des Obergerichts mangels Erreichens der Streitwertgrenze (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG (insbesondere mangels Vorliegens einer Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung) allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe des Beschwerdeführers als solche entgegengenommen worden ist,
dass in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG sowie Art. 116 BGG), d.h. anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen (BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass das Obergericht im Entscheid vom 18. November 2009 erwog, die Betreibungsforderung stütze sich auf einen rechtskräftigen Beschluss des Gemeinderats Y.________ vom 7. Mai 2007 (Baubewilligungs- und andere Gebühren) und damit auf einen definitiven Rechtsöffnungstitel, im Rechtsöffnungsverfahren dürfe der Rechtsöffnungsrichter die materielle Richtigkeit des Rechtsöffnungstitels nicht überprüfen, gegen diesen Titel habe der Beschwerdeführer keine Beschwerde erhoben, weshalb er rechtskräftig geworden und die Rechtsöffnung zu Recht erteilt worden sei,
dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht nicht nach den gesetzlichen Anforderungen auf die entscheidenden Erwägungen des Obergerichts eingeht,
dass er erst recht nicht nach diesen Anforderungen anhand der obergerichtlichen Erwägungen aufzeigt, inwiefern der Entscheid vom 18. November 2009 des Obergerichts verfassungswidrig sein soll,
dass es insbesondere nicht genügt, den Sachverhalt aus eigener Sicht zu schildern und die Rechtsöffnungsforderung materiell zu bestreiten,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 26. Januar 2010
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Keywords

debt enforcementdefinitive enforcementconstitutional complaintreasoning requirementsinadmissibilitycourt costs

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the subsidiary constitutional complaint was sufficiently reasoned to be admissible.

Extracted holding

No. The complaint did not engage with the cantonal court's decisive reasoning and merely disputed the debt claim on the merits.

Extracted reasoning

A subsidiary constitutional complaint must specify, with reference to the challenged reasoning, which constitutional rights were violated and how. Mere factual assertions and a substantive attack on the claim are insufficient.

Key legal question

Allocation of court costs after non-entry.

Extracted holding

The unsuccessful complainant must bear the court costs.

Extracted reasoning

Under the general costs rule, the losing party is liable for costs.

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