Non-entry for insufficiently reasoned appeal; legal aid denied

5A_897/2011Federal Supreme Court / Civil Division IIJan 3, 2012Dismissed

Extracted by Omnilex

Omnilex summary

The Federal Supreme Court held that the appellant’s submission did not comply with the federal substantiation requirements: it failed to address the cantonal court’s decisive reasons and did not show a violation of law or constitutional rights. The complaint was therefore not entered into under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. Because the appeal had no prospects of success, the request for free legal aid for the federal proceedings was also denied. Court costs of CHF 100 were imposed on the appellant.

Omnilex headnote

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; admissibility of a complaint before the Federal Supreme Court requires specific, reasoned engagement with the challenged decision and, for constitutional grievances, clear and detailed substantiation of the alleged violation. A merely appellatory or undeveloped submission does not satisfy the minimum reasoning requirements and leads to non-entry. Where the appeal is manifestly devoid of prospects of success, free legal aid under Art. 64 Abs. 1 BGG must be refused; the unsuccessful party bears the costs under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Full text

{T 0/2}
5A_897/2011

Urteil vom 3. Januar 2012
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Kantonsgericht von Graubünden
(Einzelrichter in Zivilsachen),
Poststrasse 14, 7002 Chur,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Unentgeltliche Rechtspflege (im Beschwerdeverfahren),

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen die Verfügung vom 9. Dezember 2011 des Kantons-
gerichts von Graubünden (Einzelrichter in Zivilsachen).

Nach Einsicht
in die Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG gegen die Verfügung vom 9. Dezember 2011 des Kantonsgerichts von Graubünden, das ein Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege für ein Beschwerdeverfahren (betreffend die erstinstanzliche Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege für ein Revisionsgesuch des Beschwerdeführers) abgewiesen hat,
in das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege auch für das bundesgerichtliche Verfahren,

in Erwägung,
dass das Kantonsgericht erwog, die Beschwerde an das Kantonsgericht sei offensichtlich aussichtslos gewesen, weshalb dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege für das kantonale Beschwerdeverfahren nicht gewährt werden könne (Art. 117 lit. b ZPO),
dass die Beschwerde nach Art. 72ff. BGG nebst einem Antrag eine Begründung zu enthalten hat, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95f. BGG) verletzt (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften und warum sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 133 IV 286 E. 1.4 S. 287),
dass auch Verfassungsrügen in der Beschwerdeschrift vorzubringen und zu begründen sind (Art. 106 Abs. 2 BGG), dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift klar und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den kantonalen Entscheid verletzt sind (BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88 mit Hinweisen; 133 IV 286 E. 1.4 S. 287f.),
dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht nicht rechtsgenüglich auf die entscheidenden Erwägungen des Kantonsgerichts eingeht,

dass er erst recht nicht nach den gesetzlichen Anforderungen anhand der kantonsgerichtlichen Erwägungen aufzeigt, inwiefern die Verfügung des Kantonsgerichts vom 9. Dezember 2011 rechts- oder verfassungswidrig sein soll,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege in Anbetracht der Aussichtslosigkeit der Beschwerde nicht gewährt werden kann (Art. 64 Abs. 1 BGG),
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,
erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 100.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 3. Januar 2012
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Hohl

Der Gerichtsschreiber: Füllemann

Keywords

free legal aidinadmissibilityreasoned appealconstitutional complaintcosts

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the federal appeal was sufficiently reasoned under the Federal Supreme Court Act.

Extracted holding

No. The filing did not engage adequately with the cantonal court's decisive reasoning or show, with sufficient detail, why the challenged decision violated law or constitutional rights.

Extracted reasoning

A complaint under Art. 72 ff. BGG must identify the contested reasoning and explain precisely which provisions were violated. Constitutional grievances must likewise be specifically argued. The appellant failed to do so.

Key legal question

Whether the appellant was entitled to free legal aid before the Federal Supreme Court.

Extracted holding

No. Because the appeal was obviously without prospects of success, free legal aid could not be granted.

Extracted reasoning

Art. 64 Abs. 1 BGG requires non-frivolous prospects. An inadequately reasoned and therefore inadmissible appeal is prospectively hopeless.

Key legal question

Allocation of federal court costs.

Extracted holding

Court costs were imposed on the losing appellant.

Extracted reasoning

Under Art. 66 Abs. 1 BGG, the unsuccessful party bears the costs.

Continue your research in ChatGPT or Claude

Connect Omnilex to search the legal corpus from your AI assistant.