Non-entry for insufficiently reasoned appeal in debt collection matter

5A_74/2007Federal Supreme Court / Civil Division IIMar 26, 2007Inadmissible

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Omnilex summary

The Federal Supreme Court did not enter into the appellant's complaint against the Aargau Higher Court's decision upholding definitive debt enforcement for unpaid 2001 taxes. The appellant merely repeated previously rejected objections and alleged federal-law and arbitrariness violations without engaging with the cantonal court's detailed reasoning as required by the BGG. The simplified procedure under Art. 108 BGG was applied. The appellant was ordered to pay a court fee of CHF 1,200.

Omnilex headnote

Art. 42 Abs. 1 und 2, Art. 106 Abs. 2, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; requirements for admissible reasoning of a federal appeal. The appeal must, in a concise and reasoned manner, engage with the contested decision and indicate specifically which legal norms were violated and why. Constitutional grievances must be set out clearly and in detail. Mere repetition of unsuccessful objections or a general allegation of arbitrariness does not satisfy the pleading requirements and leads to non-entry in simplified procedure under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG (consid. 2). Costs are borne by the losing party pursuant to Art. 66 Abs. 1 BGG.

Full text

{T 0/2}
5A_74/2007/bnm

Verfügung vom 26. März 2007
Präsident der II. zivilrechtlichen Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Kanton Aargau,
Einwohnergemeinde A.________,
Römisch-Katholische Kirchgemeinde A.________,
Beschwerdegegner,
alle vertreten durch die Finanzverwaltung A.________,
Obergericht des Kantons Aargau (Zivilgericht,
5. Kammer), Obere Vorstadt 38, 5000 Aarau.

Gegenstand
Rechtsöffnung,

Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen das Urteil vom 12. Februar 2007 des Obergerichts des Kantons Aargau.

Der Präsident hat nach Einsicht
in die Beschwerde gemäss Art. 72ff. BGG gegen das Urteil vom 12. Februar 2007 des Obergerichts des Kantons Aargau, das eine Beschwerde des Beschwerdeführers gegen die erstinstanzliche Erteilung der definitiven Rechtsöffnung für Fr. 31'488.30 nebst Zins und Kosten (ausstehende Steuern 2001) an die Beschwerdegegner abgewiesen hat,

in Erwägung,
dass das Obergericht erwog, ein früherer, die Rechtsöffnung in einer anderen Betreibung (mangels Nachweises der Zustellung des Rechtsöffnungstitels durch die Beschwerdegegner) verweigernder Obergerichtsentscheid begründe keine res iudicata (BGE 100 III 48 E. 3), im Gegensatz zum vorausgegangenen hätten die Beschwerdegegner im vorliegenden Verfahren die Zustellung der definitiven Steuerveranlagung vom 12. August 2004 anhand der zwischen den Parteien geführten Korrespondenz und des Verhaltens des Beschwerdeführers nachgewiesen (BGE 105 III 43 E. 3), dieser habe nämlich am 23. August 2004 gegen die erwähnte Veranlagung 2001 Einsprache erhoben, obgleich sich diese explizit gegen die Veranlagung "2000" gerichtet habe, könne Einsprachegegenstand einzig die Veranlagung 2001 gewesen sein, in seiner Einsprache habe der Beschwerdeführer die Zustellung der Veranlagung 2001 nicht bestritten, der auf die Einsprache nicht eintretende Beschluss vom 10. Januar 2005 der Steuerkommission habe als am letzten Tag der Abholfrist zugestellt zu gelten (19. Januar 2005), weshalb die Rekursfrist am 18. Februar 2005 abgelaufen und die Veranlagung gemäss Rechtskraftbescheinigung in Rechtskraft erwachsen sei, schliesslich erhebe der Beschwerdeführer keine Einwendungen nach Art. 81 Abs. 1 SchKG,
dass die Beschwerde nach Art. 72ff. BGG nebst einem Antrag eine Begründung zu enthalten hat, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95f. BGG) verletzt (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift (entsprechend den altrechtlichen Begründungsanforderungen des Art. 55 Abs. 1 lit. c OG: Botschaft vom 28. Februar 2001 zur Totalrevision der Bundesrechtspflege, BBl 2001 S. 4207ff., S. 4294) auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften (Botschaft, BBl 2001 S. 4232) und warum sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 116 II 745 E. 3 S. 749),
dass auch Verfassungsrügen in der Beschwerdeschrift vorzubringen und zu begründen sind (Art. 106 Abs. 2 BGG), dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift (entsprechend den altrechtlichen Begründungsanforderungen des Art. 90 Abs. 1 lit. b OG: Botschaft, BBl 2001 S. 4294) klar und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den kantonalen Entscheid verletzt sind (BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 261f.),
dass im vorliegenden Fall der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht zwar seine vom Obergericht widerlegten Einwendungen wiederholt und dem Obergericht die "Verletzung von Bundesrecht" und "Willkür" vorwirft,
dass er sich jedoch nicht in nachvollziehbarer Weise mit den einlässlichen Erwägungen des Obergerichts auseinandersetzt,
dass er erst recht nicht anhand dieser Erwägungen entsprechend den gesetzlichen Begründungsanforderungen darlegt, inwiefern das angefochtene Urteil vom 12. Februar 2007 rechts- oder verfassungswidrig sein soll,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,

verfügt:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'200.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
3.
Diese Verfügung wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 26. März 2007
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Keywords

admissibilityreasoning requirementsnon-entrydebt enforcementtax claimcourt costs

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the appeal met the Federal Supreme Court's reasoning requirements under Art. 42 and Art. 106 BGG.

Extracted holding

The appeal did not sufficiently address the cantonal court's reasoning or show, with the required specificity, how the challenged judgment violated federal or constitutional law.

Extracted reasoning

An appeal must explain concisely which provisions were violated and why, and constitutional complaints must be clearly and specifically substantiated. Repeating rejected arguments and alleging arbitrariness is insufficient.

Key legal question

Whether the court should enter into the appeal under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG.

Extracted holding

No. Because the submission lacked adequate reasoning, the court had to refuse entry in simplified procedure.

Extracted reasoning

The appeal was manifestly insufficiently reasoned within the meaning of Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG.

Key legal question

Who bears the court costs.

Extracted holding

The appellant, as the losing party, bears the court fee of CHF 1,200.

Extracted reasoning

Under Art. 66 Abs. 1 BGG, costs follow the outcome.

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