Late appeal against bankruptcy order deemed inadmissible

5A_733/2011Federal Supreme Court / Civil Division IIOct 26, 2011Inadmissible

Extracted by Omnilex

Omnilex summary

The Federal Supreme Court held that the complaint against the Obergericht's non-entry decision was manifestly inadmissible. The appellant did not substantively address the cantonal reasoning or identify any violation of federal or constitutional law. The court therefore declined to enter the complaint in simplified procedure and imposed court costs of CHF 500 on the appellant.

Omnilex headnote

Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG: requirement of substantiated reasoning for a federal complaint and summary non-entry on manifestly inadmissible pleadings. The complaint must specifically engage with the reasoning of the challenged decision and indicate which rights were violated. Allegations of constitutional violations are reviewed only if expressly raised and reasoned. If the submission merely repeats assertions or fails to contest the cantonal findings, the Federal Supreme Court does not enter into it in simplified procedure (consid. 2-3).

Full text

{T 0/2}
5A_733/2011

Urteil vom 26. Oktober 2011
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Zbinden.

Verfahrensbeteiligte
X.________ GmbH,
Beschwerdeführerin,

gegen

Y.________ AG,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Konkurseröffnung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts Appenzell Ausserrhoden, Einzelrichter, vom 21. September 2011.

Erwägungen:

1.
Mit Entscheid vom 7. September 2011 eröffnete der Einzelrichter des Kantonsgerichts Appenzell Ausserrhoden den Konkurs über die Beschwerdeführerin. Der Einzelrichter des Obergerichts Appenzell Ausserrhoden (kantonale Beschwerdeinstanz) trat am 21. September 2011 auf eine Beschwerde der Beschwerdeführerin nicht ein. Diese hat den Entscheid des Einzelrichters des Obergerichts Appenzell Ausserrhoden vom 21. September 2011 beim Bundesgericht mit Beschwerde vom 19. Oktober 2011 (Postaufgabe) angefochten.

2.
2.1 In der Beschwerde ist in Auseinandersetzung mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 2 BGG; BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245), wobei eine allfällige Verletzung verfassungsmässiger Rechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn solche Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 135 III 232 E. 1.2 S. 234).

2.2 Der Einzelrichter des Obergerichts hat erwogen, der begründete Entscheid des Einzelrichters des Kantongerichts (der ersten Instanz) sei am 8. September 2011 vom Vertreter der Beschwerdeführerin in Empfang genommen worden. Die zehntägige Frist (Art. 174 SchKG) für die Anfechtung dieses Entscheides habe somit bis zum Sonntag, 18. September 2011, gedauert und sei folglich gemäss Art. 142 Abs. 3 ZPO am Montag, 19. September 2011, abgelaufen. Die Beschwerdeführerin habe ihre Beschwerde am 20. September 2011 der Post übergeben. Auf die um einen Tag verspätet eingereichte Beschwerde könne nicht eingetreten werden.

2.3 Die Beschwerdeführerin setzt sich mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids nicht auseinander und sagt insbesondere nicht, dass der Einzelrichter den Sachverhalt willkürlich festgestellt habe, ihm beim Berechnen der Frist Fehler unterlaufen seien oder dass er sonstwie gegen Bundesrecht verstossen habe.

3.
Auf die offensichtlich unzulässige Beschwerde ist somit im vereinfachten Verfahren (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG) durch die Präsidentin der Abteilung unter Kostenfolge für die Beschwerdeführerin (Art. 66 Abs. 1 BGG) nicht einzutreten.

Demnach erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Obergericht Appenzell Ausserrhoden, Einzelrichter, dem Betreibungsamt Appenzeller Hinterland, dem Handelsregisteramt des Kantons Appenzell A.Rh. und dem Grundbuchamt Herisau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 26. Oktober 2011
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Hohl

Der Gerichtsschreiber: Zbinden

Keywords

bankruptcydeadlineinadmissibilityreasoned appealnon-entrysimplified procedurecourt costs

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the federal complaint against the cantonal non-entry decision was sufficiently reasoned

Extracted holding

The complaint did not engage with the reasons of the challenged decision and did not raise specific, substantiated constitutional or federal-law violations.

Extracted reasoning

Under Art. 42(2) BGG and Art. 106(2) BGG, the appellant had to show which rights were violated; it failed to do so.

Key legal question

Whether the federal court should enter into the complaint despite the cantonal finding that the appeal was filed one day late

Extracted holding

No; the complaint was manifestly inadmissible because it did not challenge the cantonal calculation of the deadline or the finding of lateness.

Extracted reasoning

The lower court held that the 10-day period under Art. 174 SchKG expired on 19 September 2011, while the appeal was posted only on 20 September 2011; no arguable error was shown.

Continue your research in ChatGPT or Claude

Connect Omnilex to search the legal corpus from your AI assistant.